Wohl kein Land der Erde entwickelte sich in den vergangenen Jahren wirtschaftlich so weiter wie China. Ökonomisches Aufstreben erfordert jedoch gleichzeitig nachhaltiges und umweltbewusstes Handeln. Die Volkswagen Group China engagiert sich in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Center of Environmental Education and Communication (Umweltbildungsamt) seit 2007 beim Projekt Green Future Environmental Education Initiative (GFEEI). Dabei werden Umweltbildungsprojekte für Schülerinnen und Schüler in China realisiert. In diesem Jahr schulte der Volkswagen Projektpartner Naturschutzjugend (NAJU) im Stone Elefant Nature Park (Provinz Sichuan) zum ersten Mal Lehrer, lokale und regionale Vertreter von Naturschutzzentren und Zivilorganisationen in erlebnisorientierter Umweltpädagogik.
„Die Projektwoche für Schüler, Lehrer und Multiplikatoren war ein riesiger Erfolg. Insbesondere vor dem Hintergrund der kulturellen Unterschiede sollte der Ansatz möglichst niedrigschwellig, verständlich und erfahrbar sein. Alle Beteiligten konnten Neues über die Natur lernen aber auch viel über die Kultur der Anderen erfahren“, zog Hanna Piotter, Geschäftsführerin der Naturschutzjugend, nach dem einwöchigen Workshop mit einer Mischung aus Theorieunterricht und naturnahen Praxisübungen eine positive Bilanz.
Das einwöchige Train-the-Trainer-Programm, das die NAJU-Lehrbeauftragten Caren Herbstritt (Projektleitung) und Daniel Kebschull (Umweltpädagoge) durchführten, hatte für die Multiplikatoren mit einer Vorstellung des natur- und umweltpädagogischen Konzeptes der NAJU begonnen. Es richtet sich an Verantwortliche, die mit Kindern zwischen sechs und 13 Jahren arbeiten. So erfuhren die rund 20 Lehrgangsteilnehmer im Stone Elefant Nature Park vor allem spielerisch und mit viel Spaß das Wichtigste über natürliche Lebensräume wie Wiese, Wald und Wasser. Ein Beispiel eines NAJU-Lernprojektes für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Lebensraums Wiese hieß: „Erlebter Frühling“. Dazu legte sich jeder Kursteilnehmer in Grasnarbenhöhe auf jeweils eine Matte. „Die Hände, den Kopf aber auch das Bauchgefühl einschalten, so lässt sich die Natur am besten erleben.“
Eine weitere Aktion beim Kennenlernen des Lebensraums Wald stellte „Kinder entdecken die Natur“ dar.