On the Road again.On the Road again.

Mit Cabrios und Oldtimern in den Frühling.

Cabriosaison
Steigende Temperaturen lassen bei Besitzern von Cabrios auch die Pulsfrequenz klettern. Pech ist allerdings, wenn der Fahrspaß vom nächsten Regenguss unterbrochen wird. Doch während der Fahrt darf das Verdeck nicht geschlossen werden. Die meisten Cabrio-Modelle mit elektrischem Verdeck haben deshalb eine Sicherung eingebaut, damit sich das Dach nur bei abgestelltem Motor oder angezogener Handbremse schließen lässt. Auf dem Pannenstreifen der Autobahn ist das Schließen des Daches allerdings verboten.

Wer einen Roadster mit Stoffdach fährt, wäscht besser von Hand auf dem SB-Waschplatz. Auch bei fast neuen Verdecken ist die Imprägnierung durch die schonendere Behandlung der Handwäsche länger wirksam. Mit viel klarem, höchstens lauwarmem Wasser gut vorspülen und mit Kernseife oder Geschirrspülmittel (1-2 Teelöffel auf 10 Liter Wasser) das Dach abwaschen. Am besten nehmen Sie dabei eine weiche Bürste, um damit ohne aufzudrücken geradlinig von vorne nach hinten zu streichen. Stark verschmutzte Verdecke einige Zeit einweichen lassen, bevor sie abgebürstet werden. Anschließend reichlich nachspülen und im Freien abtrocknen lassen - aber nicht bei direkter Sonnenbestrahlung.

Verdeck immer erst trocken fahren
Auf keinen Fall sollte das Textilverdeck mit dem Dampfstrahler behandelt werden, da durch den hohen Wasserdruck die Imprägnierung verloren geht. Versenken Sie niemals ein nasses Verdeck. Auch wenn es bei blauem Himmel schwer fällt, das Stoffdach sollte immer erst trocken gefahren werden. Feucht zusammengefaltete Dächer schimmeln leicht und behalten ihre Quetschfalten und Druckstellen in der Stoffbespannung. Nicht bei jeder Wagenwäsche muss allerdings der Verdeckbezug mitgewaschen werden. Oft genügt schon eine einfache Trockenreinigung. So können Sie z.B. Staub mit einer weichen Bürste (ohne Metallborsten) entfernen. Bürsten Sie dabei immer in der Geweberichtung von vorn nach hinten.

Bei einem Kunststoffverdeck fahren Sie entweder in die Waschanlage oder sprühen einen Reiniger auf den Verdeckbezug und bürsten diesen dann anschließend mit einer mittelharten Bürste(ohne Metallborsten) ab. In hartnäckigen Fällen evtl. mehrfach wiederholen und dann einfach mit klarem Wasser abspülen. Säurehaltige Verschmutzungen, z.B. Vogelkot, sollten umgehend entfernt werden, da sonst die Kunststoffoberfläche verfärbt wird.

Pflege für Oldtimer
Wer einen Oldtimer sein Eigen nennt, sollte ein paar Regeln beachten, bevor das gute Stück aus dem Winterschlaf geweckt wird. Dabei ist ein Reparaturhandbuch oder Datenblatt des betreffenden Fahrzeugs sehr hilfreich. Als erstes sollte die Stromversorgung wieder hergestellt werden. War die Batterie ausgebaut oder abgeklemmt, sollte es nach dem Einbau keine Probleme geben. Um sicher zu gehen kann aber der Akku einen Tag vor Wiederinbetriebnahme noch einmal an ein Ladegerät angeschlossen werden. Ein überbrücken der Batterie per Starterkabel ist natürlich auch möglich.

Tauschen Sie die Zündkerzen aus. Sprühen Sie, wenn die alten Kerzen ausgebaut sind, Rostlöser in die Öffnungen und drehen den Motor an der Kurbelwellenmutter (nicht am Nockenwellenrad) von Hand durch. Der Motor wird so behutsamer als mit startendem Anlasser das erste Mal gedreht. Bei ausgebauten Kerzen geht das relativ leicht, weil man die Kraft der Kompression nicht überwinden muss.

Es gibt aber auch ein paar Dinge, die an Oldtimern relativ leicht selbst erledigt werden können:

  • Prüfen Sie den Luftdruck der Reifen.
  • Testen Sie die Funktion der Bremsen.
  • Checken Sie die Bremsflüssigkeit. Fehlt eine Notiz, wann sie das letzte Mal gewechselt wurde, sollte sie in einer Fachwerkstatt auf jeden Fall geprüft werden. Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, d.h. sie zieht Wasser. Das verändert die Siedetemperatur und damit die Funktion der Bremsen.
  • Kontrollieren Sie den Batterieflüssigkeitsstand - wenn nötig destilliertes Wasser nachfüllen.
  • Vergaser (falls vorhanden) auf Sommerbetrieb umstellen.
  • Lassen Sie das Öl wechseln.
  • Reinigen Sie den Lack mit Lackpolitur. Wem Lackreiniger mit seinen groben Schleifmitteln zu aggressiv ist, der kann auch auf schonendere Mittel zurückgreifen. Für originale Lacke sind milde Reiniger die bessere Wahl. Sie erreichen mit einem Minimum an Lackabtrag ein Maximum an Glanz.

Sparen mit dem Saisonkennzeichen
Wer sein Fahrzeug nicht das ganze Jahr angemeldet lassen möchte, spart mit einem Saisonkennzeichen auf jeden Fall Zeit und evtl. Gebühren für das An- und Abmelden auf der Zulassungsstelle. Das Saisonkennzeichen ist daher besonders bei Cabrio- und Oldtimerfahrern sehr beliebt.

Das Saisonkennzeichen ist nur für einen bestimmten Zeitraum (mindestens zwei Monate, höchstens 11 Monate) gültig. Er muss vor Erteilung des Kennzeichens festgelegt werden und ist auch für die folgenden Jahre der Zulassung bindend, es sei denn, der Gültigkeitszeitraum wird neu beantragt. Das Saisonkennzeichen wird nur auf Antrag des Fahrzeughalters zugeteilt und nur als Euro-Kennzeichen ausgegeben. Es enthält zu den Angaben eines normalen Kennzeichens die Angaben zum Zulassungszeitraum (z. B. von 04 bis 10). Dabei gibt die obere Zahl den Monat des Beginns und die untere den Monat des Endes des Zulassungszeitraums an. Das Fahrzeug darf nur während des Zulassungszeitraums im öffentlichen Straßenverkehr gefahren oder abgestellt werden.

Die beim Saisonkennzeichen eingesparten An- und Abmeldekosten können je nach Versicherung jedoch durch höhere Versicherungsprämien, als bei einem normalen Kennzeichen inkl. An- und Abmeldung, zunichte gemacht werden.