Volkswagen hat die sechste Generation des Golf noch einmal optimiert. Er weist nachprüfbar bessere Umwelteigenschaften auf als sein Vorgänger – und das über den gesamten Lebenszyklus.
Klimaschutz
Reduzieren der Treibhausgas-Emissionen und des Verbrauchs im Fahrzyklus
Beim Golf VI ist es uns gelungen, die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren. Insgesamt ergeben sich im direkten Vorgänger-Nachfolger-Vergleich Einsparungen zwischen neun und zwölf Prozent bei den Basismotorisierungen.
So trägt etwa die elektromechanische Servolenkung zur besseren Umweltperformance des Golf bei. Sie reduziert den Energieverbrauch im Vergleich zu einer hydraulischen Servolenkung um bis zu 0,2 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer.
Weitere kraftstoffsparende Maßnahmen sind:
- leistungsoptimierter Starter
- reduzierter Ruhestrom
- Timer für die Heckscheibenheizung
- wirkungsgradoptimierte Generatoren
- Ölpumpe mit geregelter Fördermenge
- insgesamt verbesserter cW-Wert (von 0,327 auf 0,312)
Wie sehr auch die Verbesserung des motornahen Wirkungsgrades dazu beigetragen hat, dass der Golf heute noch besser in punkto Klimaschutz abschneidet, zeigt das Maßnahmenpaket, das beim Golf 1,2 TSI (77 kW) zum Tragen kommt:
- Benzindirekteinspritzung zur Ausnutzung der inneren Gemischbildung
- reduziertes Gewicht und Reibung durch Downsizing
- verbesserte Nutzung der Abgasenergie durch Abgasturbolader
- Zweikreiskühlung
- bedarfsgesteuerte Kraftstoffpumpe
Bei den TDI-Motoren des Golf führt dagegen die Common-Rail-Technologie zu maßgeblichen Verbesserungen: Unter anderem, weil hier mit bis zu 1.800 bar Einspritzdruck der Kraftstoff fein zerstäubt wird, was eine besonders effiziente Verbrennung zur Folge hat.
Erhebliches Sparpotenzial offenbart zudem das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Die Verbrauchsoptimierung beträgt im Vergleich zum Handschaltgetriebe bei gleicher Motorisierung z.B. beim Golf 1,4 TSI annähernd bis zu fünf Prozent.
Ebenso wirkt sich eine Gewichtsreduzierung bei den Aggregaten, beim Fahrwerk, der Karosserie und im Innenraum positiv auf den Verbrauch aus. Hier spielen vor allem Leichtbaumaterialien eine entscheidende Rolle:
- Aluminium (z.B. im Klimakompressor)
- Magnesiumbauteile (z.B. im Lenkradskelett)
- höherfeste Bleche (z.B. in A- und B-Säule)
- warmumgeformte Bleche (z.B. im Stoßfängerquerträger)
Besetzen der Verbrauchsleader-Position
Mit dem 1,2 TSI BlueMotion Technology, dem 1,6 TDI BlueMotion Technology und dem 1,6 TDI BlueMotion ist der Golf sogar Verbrauchsleader. Die drei zählen zu den besten ihrer Klasse. Das kommt nicht von ungefähr. Denn bei den genannten Modellen wirken sich unter anderem die folgenden Faktoren positiv auf die Gesamtumweltperformance aus:
- rollwiderstandsarme Reifen
- Start-Stopp-System
- Rekuperation
Alles in allem verringert sich hier der CO2-Ausstoß gegenüber Vergleichsmotorisierungen ohne BlueMotionTechnologies um bis zu elf Prozent.
Unterstützen kraftstoffsparender Fahrweisen
Kleine, aber feine Hilfsmittel sorgen zusätzlich dafür, dass der Golf durch eine noch kraftstoffsparendere Fahrwiese überzeugt. Hierbei helfen
- eine Multifunktionsanzeige zur Verbrauchskontrolle
- eine Gangempfehlung in der Multifunktionsanzeige (z.B. im BlueMotion-Paket)
Ressourcenschutz
Verbessern der Ressourceneffizienz
Beim Thema Ressourceneffizienz spielt beim Golf der sechsten Generation vor allem das Stichwort „Long-Life“ eine Rolle. Hier einige Beispiele:
- Lifetime-Ölfüllungen für Getriebe
- Longlife-Glühlampen
- lange Ölwechsel- und Wartungsintervalle
- wartungsfreier Siliciumkarbid-Partikelfilter mit integriertem Oxidationskatalysator
- Entfall der Hydraulikflüssigkeit durch die elektromechanische Servolenkung
- reduzierter Stromverbrauch für das Parklicht
Verfolgung der bestmöglichen Verwertungsfähigkeit und Kennzeichnung der verwendeten Werkstoffe
Die Recyclingfähigkeit ausgewählter Komponenten wurde beim Golf VI deutlich verbessert. So ist die pyrotechnische Sicherheitsausstattung heute komplett elektrisch auslösbar, was eine schnellere und damit effizientere Demontage des Airbags sicherstellt
Einsetzen nachwachsender Rohstoffe und Rezyklatmaterialien
Rund sieben Kilogramm nachwachsende Rohstoffe werden in der neuen Fahrzeuggeneration verbaut. Alleine auf den Rohstoff Baumwolle fallen ca. sechs Kilogramm. Weitere nachwachsende Rohstoffe, die im Golf zum Einsatz kommen:
- Papier (Pollen-, Luft-, Ölfilter)
- Olivenkerne (Aktivkohle)
- Baumwollfaservlies-Flocken-Verbund (Bodendämpfung)
Auch der Einsatz von Rezyklaten ist bei Volkswagen Teil einer effizienten Ressourcenschonung. So beläuft sich der Anteil an Sekundärmaterialien pro Fahrzeuge heute auf 40 Prozent – davon sind alleine 95 Prozent Metalle.
Nutzung alternativer Kraftstoffe ermöglichen
Alternative Kraftstoffe und Antriebssysteme rücken, neben der Weiterentwicklung unserer hochmodernen und effizienten Verbrennungsmotoren, weiter in den Fokus. Aus diesem Grund sind alle Ottomotoren des Golf auch E10-fähig. Das heißt, sie können mit Benzin fahren, dem zehn Prozent Ethanol beigemischt sind. Der Golf BiFuel wird mit Autogas (LPG) betankt und gefahren.
Gesundheitsschutz
Reduzieren limitierter und nicht-limitierter Emissionen
Alle Golf-Modelle unterschreiten selbstverständlich die Emissionsgrenzwerte der Abgasnorm Euro 5. Die grüne Umweltplakette und freie Fahrt in innerstädtischen Umweltzonen sind dem Golf somit sicher. Hinzu kommt, dass die Dieselmotorisierungen serienmäßig mit einem motornahen Dieselpartikelfilter ausgestattet sind. Das senkt den Partikelausstoß auf weniger als 0,005 g/km.
Zusätzlich erreichen wir eine Reduzierung der Emissionen aus dem Kraftstofftank unter anderem durch:
- rücklauffreie Kraftstoffleitungssysteme bei allen Benzinmotoren
- Be- und Entlüftung des Kraftstoffbehälters durch Aktivkohle
Vermeiden von Gefahr- und Schadstoffen
„Weniger ist mehr“, lautet das Motto beim Golf immer dann, wenn es um Gefahr- oder Schadstoffe geht. So erfüllen seine Reifen den aktuellen PAH-Standard. Denn bei ihrer Produktion wurde auf Weichmacheröle, die polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH) enthalten, verzichtet. Weitere positive Eigenschaften des Golf auf einen Blick:
- antimonfreie Bremsbeläge
- lösemittelfreier Heißwachs
- schwingendes Airbagmodul statt Bleischwingungstilger im Lenkrad
- aceton- und methanolfreie Scheibenreinigungsflüssigkeit
- Halogenreduzierung
Minimieren der Innenraum-Emissionen
Die VW-Norm 501 80 regelt bei Volkswagen die Minimierung von Innenraumemissionen – genauer gesagt regelt sie das Messen der Innenraumbelastungswerte. So setzt Volkswagen unter anderem auf die Vermeidung von Formaldehydemissionen. Hinzu kommt, dass der Innenraum heute vollkommen frei von Phenolharzen ist.
Außen- und Innengeräusche
Lärm kann krank machen. Deshalb haben wir den Golf mit einigen hilfreichen Lärmschutzbauteilen ausgestattet und optimiert. Hierzu gehören:
- spezielle Dämpfungsfolie in der Frontscheibe
- neues Türmodul-Dichtungskonzept
- aerodynamische Außenspiegel zur Windgeräuschminimierung
- Stegblechabsorber zur Dämmung hochfrequenter Rollgeräusche
- neue akustisch optimierte Aggregatlagerung
Doch wie können die Motorisierungen zur Lärmreduzierung beitragen? Indem wir sie kleiner gemacht haben. Denn verkleinerte Grundmotoren verringern die Schall- und Schwingungsanregung gegenüber größeren Triebwerken mit vergleichbarer Leistung. Beispiel TDI: Hier verringern gezielte Mehrfacheinspritzungen den Druckgradienten und tragen erheblich zur Schallreduktion bei.