Elektrofahrzeuge werden die Zukunft der individuellen Mobilität entscheidend prägen. Bis sie ihren Durchbruch erleben, müssen noch zahlreiche Hürden aus dem Weg geräumt werden. Aber schon 2010 bietet Volkswagen zwei Hybrid-Fahrzeuge an. Dabei handelt es sich bewusst um SUV-Modelle. Denn nur bei ihnen stehen die hohen Kosten für den Hybridantrieb einer entsprechenden Verbrauchsreduzierung gegenüber – und werden die Kosten von den Kunden akzeptiert. 2013 planen wir mit dem E-Up!, einem Derivat der neuen Kleinwagenfamilie, einen rein elektrisch betriebenen Cityspezialisten – vorerst in einer Kleinserie – auf den Markt zu bringen.
Das Herz von Volkswagen schlägt auch elektrisch
Im Dezember 2009 hat Volkswagen eine Initiative zum Thema Elektromobilität gestartet. Unter dem Projektnamen „e.Motion“ werden darin konzernweit und strategisch die Elektrotraktionskompetenz und alle damit verbundenen Aktivitäten der verschiedenen Unternehmensbereiche gebündelt. Ein Konzernmarken übergreifendes Team unter der Leitung von Dr. Karl-Thomas Neumann, Konzernbeauftragter für Elektrotraktion, erarbeitet die Strategie des Konzerns.
Die damit verbundenen Ziele kündigte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, auch gleich an: „Volkswagen wird die Elektromobilität in die Großserie bringen. 2011 bauen wir unsere Testflotte durch 500 Golf-Modelle mit Elektroantrieb aus. 2012 folgt eine Hybridversion des Jetta für den US-Markt. Ab 2013 geht der E-Up! in Serie. Ziel ist die Marktführerschaft in der E-Mobilität bis 2018. Wir wollen einen Anteil von drei Prozent Elektrofahrzeugen innerhalb unserer gesamten Angebotspalette erreichen.“ Winterkorn betonte außerdem: „Wir werden den Hybrid mit unseren Volumenmodellen aus der Nische holen. Das Herz der Marke schlägt in Zukunft auch elektrisch.“
Teamarbeit bringt den Elektroantrieb in Bewegung
Ausgerichtet an diesem Ziel, wird das Projektteam nach einer umfassenden Bewertung der bereits vorliegenden Analysen sowie einer Abschätzung des Marktentwicklungspotenzials eine Konzernstrategie erarbeiten und deren Umsetzung kontinuierlich vorantreiben. In einem ersten Schritt wurde das Konzernteam aus Vertretern verschiedener Unternehmensbereiche der Marken Volkswagen und Audi gebildet; später soll es mit Vertretern weiterer Konzernmarken ergänzt werden. Die inhaltliche Arbeit erfolgt in Markenteams und in 15 markenübergreifenden Handlungsfeldern, wie z.B. Fahrzeug- und Modulkonzept oder Qualität und Kundenzufriedenheit. Unterstützung erhalten die Teams vom Projektbüro, das dezentrale Aktivitäten koordiniert und den Gesamtprozess moderiert.