Raddrehzahlsensor  

Raddrehzahlsensoren messen die Drehzahl der Räder bzw. einen pro Zeiteinheit zurückgelegten Weg oder Winkel. Mit den Signalen der Raddrehzahlsensoren arbeiten die unterschiedlichsten Systeme. So sind die Wirkungsweisen sowohl des Antiblockiersystems als auch der Antriebsschlupfregelung und des elektronischem Stabilisierungsprogramms von den Informationen über die Raddrehzahl abhängig. Auch Navigationssysteme profitieren von den Signalen dieser Sensoren. Sie errechnen daraus die zurückgelegte Wegstrecke.

Raddrehzahlsensoren teilen sich in so genannte passive und aktive Sensoren auf, wobei heute die aktiven Sensoren aufgrund ihrer technischen Eigenschaften wie Genauigkeit und geringe Baugröße im Einsatz überwiegen. Aktive Sensoren benötigen für den Betrieb eine zusätzliche Stromquelle, passive Sensoren kommen ohne eine externe Energiequelle aus.  

Radio Data System (RDS)  

RDS steht für Radio Data System und ist ein Service der Rundfunkanstalten. Neben dem hörbaren Sendeprogramm werden Informationen in Form verschlüsselter Digitalsignale ausgesendet, welche von RDS-fähigen Radios ausgewertet werden können. Somit ist die Übermittlung von Zusatzdiensten wie Sendername (PSN), Radiotext (RT) oder die Kennzeichnung von Verkehrsprogrammen (TP) bzw. Verkehrsstörungen (z. B. Staus, Unfälle, Sperrungen via TMC) möglich. Die Übertragung von alternativen Frequenzen (AF) in RDS ermöglicht die Abstimmung auf die am besten empfangbare Frequenz des aktuell gehörten Sendeprogramms. Das Radio wechselt hierfür bei einem schwächer werdenden Signal automatisch auf eine bessere Sendefrequenz der gleichen Station.

Traffic Announcement (TA) stellt Verkehrsfunkmeldungen in voreingestellter Lautstärke durch, auch wenn gerade andere Quellen (CD, SD oder anderen Medien) gehört werden oder das Radio stumm geschaltet ist. Außerdem wird innerhalb einer Senderkette automatisch von einem Nicht-Verkehrsfunksender auf den entsprechenden Verkehrsfunksender umgeschaltet (EON, Enhanced Other Network).

Die Richtigkeit der RDS-Informationen liegt dabei in Verantwortung der Betreiber der Rundfunkstationen. In Europa wird RDS bereits flächendeckend eingesetzt. Aber auch in anderen Weltregionen (z. B.: Nordamerika, China) spielt RDS gerade im Zusammenhang mit Sendername (PSN) und Verkehrsinformationen (TMC) eine immer größere Rolle.

Volkswagen Boardcomputer mit Fokus auf das Radio Data System

Radio-Navigationssystem  

Das Radio-Navigationssystem kombiniert Navigation mit Multimedia-Entertainment.

Siehe auch:
Navigationssystem

Darstellung des Radio-Navigationssystems im Boardcomputers des VW Passats

Rampenwinkel  

Der Rampenwinkel ist der Winkel, bis zu dem das Fahrzeug mit langsamer Geschwindigkeit über eine Rampe fahren kann, ohne dass es mit dem Unterboden auf der Rampenkante aufsetzt.

Siehe auch:
Böschungswinkel
Querneigung

Schematische Darstellung des Rampenwinkel am Beispiel des Touareg

RDE  

Ergänzend zu WLTP wird in Europa nach dem RDE-Prüfverfahren gemessen. RDE steht für Real Driving Emissions (Reales Abgas-Emissionsverhalten). Im Gegensatz zu NEFZ und WLTP erfolgen die Emissionsmessungen nicht auf dem Prüfstand, sondern im laufenden Straßenverkehr. Die ermittelten Schadstoffemissionen während der Fahrt im Straßenverkehr nennt man Realemissionen.

RDE-Fahrzyklus
Bei der RDE-Messung wird ein Streckenmix mit zufälliger Beschleunigung und Abbremsung gefahren, der zwischen 90 und 120 Minuten in Anspruch nimmt. Das Fahrzeug ist mit einer PEMS-Messbox (Portable Emission Measurement System - mobiles Emissionsmessungssystem) ausgestattet. Dieses Gerät misst den Schadstoffausstoß (Stickoxide und Kohlenstoffmonoxid) zusammen mit den zugehörigen Motor-, Fahrzeug- und Umgebungsparametern auf einer vordefinierten Strecke. Durch die Verbindung mit GPS-Daten lässt sich ein genauer Zusammenhang zwischen Fahrsituation und Abgasergebnis feststellen.   

Siehe auch:
NEFZ
WLTP

Ein VW Golf fährt bei Dämmerung duch eine Stadt, Frontalansicht

Rear Seat Entertainment (RSE)  

Das Rear Seat Entertainment Volkswagen Exclusive bietet den Fondpassagieren multimediale Unterhaltung auf hohem Niveau. Die Hauptkomponenten sind ein TFT-Flachbildschirm im Dachhimmel oder zwei Bildschirme in den Kopfstützen der Vordersitze, ein DVD-Player und eine zusätzliche Bedieneinheit an der Mittelkonsole im Fond. An dieser befinden sich auch Kopfhöreranschlüsse, um die anderen Mitreisenden nicht zu stören sowie ein extra Video- und Audioeingang. Hier kann eine externe Quelle angeschlossen werden, zum Beispiel eine Spielkonsole.

Die Wiedergabe des DVD-Tons erfolgt entweder über Kopfhörer oder über die Lautsprecher der Radioanlage. Damit Fahrer und Mitreisende bei laufender DVD-Wiedergabe dennoch Radio hören können, ist auch ein separater Betrieb von Rear Seat Entertainment und Radiogerät möglich.

Grafische Darstellung von dem Bildschirm des Rear Seat Entertainments im VW Touareg

Recycling  

Recycling bedeutet Rückführung von Rohstoffen in den Materialkreislauf, das heißt deren Wiederverwendung in neuen Produkten.

Bei Automobilen lag der Recycling-Fokus bisher vor allem auf dem Metallanteil. Die Entwicklung geht jedoch zunehmend dahin, möglichst hohe Anteile des Gesamtfahrzeugs wieder zu verwenden. Die Recyclingfähigkeit eines Fahrzeugs wird heute bereits in der Konstruktionsphase berücksichtigt.
Vor jedem Abfall-Recycling steht bei Volkswagen der Gedanke, Abfälle zu vermeiden. Deshalb werden die meisten Bauteile, Materialien und Rohstoffe von den Lieferanten in Mehrwegverpackungen angeliefert. 95 Prozent aller Produktionsabfälle werden wiederverwertet. Darüber hinaus werden Stoffe und Materialien im Fahrzeug gekennzeichnet, um die eindeutige Zuordnung während des Recyclingprozesses zu erleichtern.

Ein Berg von mehreren alten Felgen

Regensensor

Der Regensensor von Volkswagen regelt automatisch die Wischhäufigkeit des Scheibenwischers je nach Regenintensität. Der Sensor im Fuß des Innenspiegels besteht aus mehreren Infrarot-Leuchtdioden und einer zentral angeordneten Fotodiode. Das von den Leuchtdioden ausgesandte Licht wird von der Windschutzscheibe auf den Fotosensor reflektiert. Je mehr Wassertropfen sich auf der Windschutzscheibe befinden, desto weniger Licht empfängt der Sensor. Diese Information wird an eine Steuerelektronik weitergeleitet, die die Wischfrequenz des Scheibenwischers entsprechend anpasst. Zusätzlich lässt sich die Sensibilität des Sensors über einen Wahlschalter individuell anpassen.

Der Regensensor ist so ausgelegt, dass weder kleine Schäden, Schmutz noch Alterung der Windschutzscheibe die Funktion beeinträchtigen. Der Fahrer kann sich voll und ganz auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren, ohne dass er die Wischfrequenz nachregeln muss. Dies ist besonders bei plötzlichen Sichtbehinderungen, wie zum Beispiel beim Überholen von LKW auf nasser Fahrbahn, ein deutlicher Vorteil.

Darstellung des Regensensors in der Frontscheibe des VW Up!'s

Reichweite

Die Reichweite bezeichnet die Distanz, die man bei vollständig geladener Batterie ohne Nachladen zurücklegen kann. Die tatsächliche Reichweite hängt in der Praxis von Fahrstil, Geschwindigkeit, Einsatz von Komfort- und Nebenverbrauchern, Außentemperatur, Anzahl Mitfahrer und Zuladung sowie Topografie ab.

Illustration einer Landkarte in Europa

Reifendruck-Kontrollsystem  

Das Reifendruck-Kontrollsystem informiert den Fahrer vor und während der Fahrt über den aktuellen Reifendruck. Dazu sind in jedem Rad (auch Reserverad) neben der Radelektronik Sensoren integriert. Per Funk sendet das Rad Signale an ein Steuergerät, das im Heckbereich platziert ist. Diese geben Aufschluss über Druck und Temperatur im Reifen. Um die einzelnen Reifen lokalisieren zu können, übermittelt jede Elektronik ihre eigene Kennung. Bei zu geringem Reifenfülldruck oder schnellem Druckverlust wird der Fahrer durch optische und/oder akustische Signale gewarnt.

Das Kontrollsystem unterstützt den Fahrer bei der Überwachung des Reifendrucks. Durch die permanente Kontrolle wird eine hohe Sicherheit gewährleistet. Mit dem richtigen Reifenfülldruck verlängert sich die Lebensdauer der Reifen und der Kraftstoffverbrauch sinkt.

Hinweis:
Das Reifendruck-Kontrollsystem kann den Fahrer jedoch nicht von seiner Fülldruck-Verantwortung entbinden.

Siehe auch:
Reifenkontrollanzeige

Darstellung des Reifendruck-Kontrollsystems in dem Multi-Funktions-Displays des VW Passats

Reifenkontrollanzeige  

Die Reifenkontrollanzeige arbeitet über die Raddrehzahlsensoren des ABS. Bei abnehmendem Reifenfülldruck verringert sich der Abrollradius des betreffenden Rades und es dreht bei gleicher Fahrzeuggeschwindigkeit schneller.

Die Reifenkontrollanzeige unterstützt den Fahrer bei der Überwachung des Reifenfülldrucks. Durch die permanente Kontrolle wird eine hohe Sicherheit gewährleistet. Durch den richtigen Reifenfülldruck verlängert sich die Lebensdauer der Reifen und der Kraftstoffverbrauch ist geringer.

Hinweis:
Die Reifenkontrollanzeige kann den Fahrer jedoch nicht von seiner Fülldruck-Verantwortung entbinden.

Siehe auch:
Raddrehzahlsensor
Reifendruck-Kontrollsystem

Abbildung der Kontollleuchte der Reifenkontollanzeige

Rekuperation (EGPE)

Bei der Rekuperation (Bremsenergie-Rückgewinnung) wird die beim Bremsen oder im Schubbetrieb freiwerdende Energie in elektrische Energie umgewandelt und in der Batterie gespeichert. Dies geschieht durch Umschalten des Antriebsmotors auf Generatorbetrieb. Die so zurückgewonnene Energie steht dann für kommende Beschleunigungsvorgängen wieder zur Verfügung oder kann elektrische Verbraucher speisen. Das entlastet den Motor und senkt den Verbrauch. Zum System gehört neben geeignetem Generator und Batterie ein intelligentes Batteriemanagement, das zusätzliche Überwachungsfunktionen für den Ladezustand der Batterie enthält.

Siehe auch:
Batterie-Energiemanagement

Blick auf ein Infotainment-System, Anzeige der Rekuperation

Reparaturfreundlichkeit  

Die Reparaturfreundlichkeit ist ein wichtiges Kriterium im Konstruktionsstadium bei Volkswagen. Entscheidend ist dabei, welche Teile bei welcher Unfallform beschädigt werden und wie schnell und mit welchem Materialaufwand sich diese Beschädigungen reparieren lassen.

Eine hohe Reparaturfreundlichkeit wirkt sich in zweifacher Hinsicht positiv auf die Unterhaltskosten aus. Zum einen, weil davon Teilepreise und Arbeitslohn bei Reparaturen entscheidend beeinflusst werden, zum anderen richtet sich die Kasko-Einstufung beim Versicherer nach der Reparaturfreundlichkeit des entsprechenden Modells.

Transparenter Volkswagen mit sichtbaren Achsen

Rückfahrkamera „Rear View“

Die Rückfahrkamera „Rear View"" unterstützt den Fahrer beim Rückwärtsfahren. Das Kamerabild im Display des Radio- oder Radio-Navigations-Systems zeigt den Bereich hinter dem Fahrzeug an.

Bei einigen Modellen unterstützt „Rear View"" den Einparkvorgang zusätzlich, indem Fahrspuren über das Kamerabild geblendet werden. Diese zeigen, in welche Richtung das Fahrzeug mit der aktuellen Lenkradstellung fahren würde oder wann ein Lenkradeinschlag erfolgen muss. Je nach Ausstattungsvariante kann die Darstellung im Display variieren.

Das Fahrzeug lässt sich damit sicher an jedes Hindernis heranfahren – ganz gleich, ob es sich um einen Stoßfänger oder eine Bordsteinkante handelt. Auch das Ankuppeln eines Anhängers ist kein Problem mehr.

Siehe auch:
Fahrerassistenzsysteme

Darstellung der Rückfahrkamera im Boardcomputer des VW Polos

Rückhaltesystem  

Rückhaltesysteme haben die Aufgabe, im Innenraum der Fahrgastzelle das Verletzungsrisiko der Insassen zu minimieren. Das Rückhaltesystem für den Frontcrash besteht aus den richtig angelegten Sicherheitsgurten mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern, dem Fahrer- und Beifahrer-Airbag und ggf. einem Knieairbag, der Sicherheitslenksäule und den richtig eingestellten Sitzen und Kopfstützen.

Siehe auch:
Airbag
Gurtkraftbegrenzer
Gurtstraffer

Schematische Darstellung des Rückhaltesystems im VW Golf

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