Junge Frau trägt Surfbrett über dem Kopf.
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Hydrofoil und E-Surfboards: Über Wasser schweben

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Hydrofoil und E-Surfboards: Über Wasser schweben

06.06.2019
06.06.2019

Kitesurfen und Windsurfen sind schon lange beliebt. Mit Hilfe des Windes flitzen die Sportler dabei mit teils rasanten Geschwindigkeiten über das Wasser. Profis vollführen sogar Tricks. Die neuen Hydrofoils könnten das Vergnügen noch verstärken. Mit ihnen ist es möglich, über das Wasser zu schweben – auf Wunsch sogar mit elektrischem Antrieb. Doch was genau steckt hinter der Technik?

Das erfahren Sie hier:

  • Warum Foils eigentlich keine Neuheit sind
  • Wie die Technik beim Kitesurfen zum Einsatz kommt
  • Welche Vorteile sie auch für Windsurfer bietet
  • Wie mit E-Surfboards das Foilen sogar ohne Wind möglich ist

Was für viele im ersten Moment nach einer komplett neuen Technologie klingen dürfte, gibt es bereits seit mehr als 100 Jahren. Hinter dem Begriff Hydrofoil steckt schließlich nichts anderes als ein Tragflügel. Die Entwicklung erster solcher Boote begann schon um 1900. Die Idee stammte vom Luftschiffkonstrukteur Enrico Forlanini – der mit dem ersten je gebauten Exemplar sogar eine Geschwindigkeit von 38 Knoten (70 km/h) erreichte. Für Vortrieb sorgte dabei ein Propeller.

Seitdem kommt die Technik in zahlreichen Booten zum Einsatz. Es gibt Hydrofoils zur Beförderung von Passagieren, für den militärischen Einsatz und für den Sport. Letztere kommen dank Segel meist ohne Motoren aus. Die Tragflächen sitzen dabei am Rumpf und heben das Boot während der Fahrt etwas in die Luft. Für die Passagiere entsteht so das Gefühl, über das Wasser zu schweben. Der Vorteil dabei ist, dass der durch Wellen erzeugte Widerstand verringert wird. Das erlaubt höhere Geschwindigkeiten. Zudem ist das Gleiten mit dem Hydrofoil viel ruhiger.

Foils beim Kitesurfen

Nahaufnahme eines Kitesurfers.
Spektakulärer Wassersport: Auch Kitesurfer profitieren von Hydrofoils. 

 

Beim Kitesurfen machen sich die Sportler den Wind auf eine besondere Art zunutze. Statt ihn direkt über ein Segel als Antrieb zu verwenden, lassen sie einen Drachen in die Luft steigen. In luftiger Höhe verstärkt sich die Antriebskraft, was die Kites bei guten Bedingungen sehr schnell macht. Zusätzlich lässt sich der Lenkdrachen dazu nutzen, spektakuläre Sprünge und Tricks auszuführen. Auch ein Kite kann von den Foils profitieren. Bei leichtem Wind sind damit noch immer hohe Geschwindigkeiten möglich. Wer gerne Rennen fährt, hat durch den geringen Widerstand einen großen Vorteil. Das Kitefoilen kann ein großer Spaß sein, setzt jedoch ein wenig Übung voraus. Anfänger sollten deshalb unbedingt Stunden bei einem Profi nehmen, um das sichere Fahren zu erlernen. Wer dann nur selten fährt, mietet sich lieber ein Board. Das Kitefoilen ist sonst eine teure Angelegenheit. Ein Foilboard gibt es ab rund 500 Euro. Das passende Hydrofoil gibt es dann im Set ab rund 800 Euro. Zusammen sind also schnell 1300 Euro und mehr fällig – ohne Lenkdrachen.

Das Hydrofoil beim Windsurfen

Im Vergleich zum Wassersport mit einem Kite ist das Windsurfen noch viel stärker vom Wind abhängig. Das Segel ist dabei mit dem Board verbunden, das in den Abmessungen weit über einem Kite liegt. Mit dem Foil lässt sich dieser Nachteil jedoch sehr gut minimieren. Durch das Abheben vom Wasser reichen auch geringere Windstärken, um mit dem Surfbrett Spaß zu haben. Kann ein Hydrofoil Anfängern beim Kiten etwas zusätzliche Sicherheit geben, sieht es beim Windsurfen schon etwas anders aus. Profis raten dringend dazu, zunächst mit einem normalen Brett das Fahren zu lernen. Erst wer sicher auf dem Board steht, sollte sich an ein Foil wagen. Die Sportler müssen schließlich sehr sicher und gerade darauf stehen, um keinen Abflug ins Wasser hinzulegen. Mit steigender Erfahrung erhöht sich jedoch auch der Spaß. Beim Preis stehen die Boards den Kites in nichts nach. Rund 2000 Euro kostet ein vernünftiges Brett, das Foil dazu etwa 800 Euro. Das Segel ist da aber noch nicht dabei.

E-Surfboards: Der Wind spielt keine Rolle

Trotz Foils: Beim Kiten und Windsurfen sind Sportler immer auf das passende Wetter angewiesen. Herrscht Windstille, bleiben Brett und Nutzer am Ufer. Das kann natürlich zu Frust führen, wenn im Urlaub nur wenig Zeit ist. Auch das Meer ist nicht immer in der Nähe – auf Seen mit weniger Wind und Wellen ist das Surfen schwieriger. Abhilfe sollen E-Surfboards schaffen, die oft auch auf Hydrofoils setzen. Sie sind mit einem Motor ausgestattet, der den Vortrieb übernimmt. Dem Spaß auf ruhigen Gewässern steht so nichts mehr im Wege. Grundsätzlich ist zwischen Brettern mit Jet- und Propellerantrieb zu unterscheiden. Erstere ermöglichen höhere Geschwindigkeiten, brauchen jedoch auch große Akkus. Mit kleineren Batterien sind Propeller-Boards leichter, aber eben auch langsamer. Die Laufzeiten unterscheiden sich stark je nach Hersteller und Preisklasse. Apropos Preis: Ein E-Surfboard kostet in der Anschaffung rund 8000 Euro und mehr. Leihen lässt es sich hingegen schon für etwa 100 Euro. Das ist vielleicht auch die bessere Variante, denn auch auf dem Wasser gelten Regeln. Wer die mit einem nicht angemeldeten oder zu schnellen E-Surfboard bricht, zahlt hohe Strafen.

Fazit: Mehr Spaß mit aktuellen Surf-Trends

Egal ob Hydrofoil oder E-Surfboard: Die neuen Trends auf dem Wasser sind für Einsteiger und Profis gleichermaßen interessant. Wer ein Brett kaufen möchte, muss aber viel Geld investieren. In vielen Fällen lohnt es sich also, die Sportgeräte zu leihen. So lässt sich auch problemlos testen, ob dem Nutzer das Kitefoilen, Windsurfen oder E-Boarden besser liegt. Zudem bieten viele Verleiher Kurse für Einsteiger an.

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