Der Elektroauto-Sportwagen „NIO EP9“
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Platz da: Die 5 außergewöhnlichsten E-Autos der Welt

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Platz da: Die 5 außergewöhnlichsten E-Autos der Welt

10.05.2019
10.05.2019

Ein Auto-Fahrrad, die elektrische Parkplatzlösung zum Zusammenfalten und das Elektroauto aus Zucker – das sind drei E-Autos der besonderen Art, doch es gibt noch mehr. Hier kommt der Beweis.

Das erfahren Sie hier:

  • Warum manche E-Autos nie einen Schrottplatz sehen werden
  • Wie schnell Elektromobilität sein kann
  • Was ein E-Auto-Fahrrad ist
  • Welche E-Auto-Modelle sich aneinander koppeln lassen

„Nobe“: Das dreirädrige E-Auto für Retro-Liebhaber

Das E-Auto „Nobe 100” sieht aus wie ein Oldtimer

Für die estländische Firma „Nobe“ ist ihr New-Vintage-Modell auf drei Rädern mit Allradantrieb, drei Sitzen und zwei Türen eine Herzensangelegenheit: „Wir wollten ein Auto bauen, das jeden dazu bringt, anzuhalten und zu schauen – genau wie es jedem passiert, wenn er einen alten Volkswagen Käfer sieht und dabei diese warmen Gefühle bekommt.“, so der Hersteller. Warm ums Herz soll es Besitzern dieses Elektroautos auch immer bleiben, denn laut den Estländern wird ihr „Nobe 100“ niemals einen Schrottplatz von innen sehen müssen. Bei Schäden sendet der Besitzer einfach alle alten Teile zurück und bestellt neue; der Hersteller recycelt im Anschluss die ausgemusterten Stücke.

Ab 2020 versprüht der „Nobe 100“ Retro-Gefühle serienmäßig – mit neuester Technologie unter der nostalgischen Haube. Das Elektroauto besitzt eine fest eingebaute und eine kleinere mobile Batterie. Die lassen sich bequem überall aufladen, zum Beispiel während eines Besuchs bei Freunden. Beide Batterien zusammen bringen den 390 Kilogramm leichten „Nobe“ bis zu 230 Kilometer weit, bei einer Maximalgeschwindigkeit von 110 km/h.

„Noah“: Das recycelbare Elektroauto aus Flachs und Zucker

Das Elektroauto „Noah“ besteht zum Großteil aus Flachs-Zucker-Platten

Das Elektroauto der niederländischen „TU Eindhoven“ namens „Noah“ besteht zu 90 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen – die Basis bilden Flachsfasern und Zucker. Am Ende seines Lebenszyklus kann „Noah“ also umweltfreundlich recycelt werden. Der effiziente Stadtflitzer wiegt nur 350 Kilogramm zuzüglich einer 60 Kilo leichten Batterie. Auch dank dieser Leichtfüßigkeit fährt das Bio-Elektromobil für zwei Personen mit einem vollen Akku bis zu 240 Kilometer weit – bei maximal 110 km/h. „Noah“ ist aber nicht nur umweltfreundlich gedacht, sondern auch praktisch: Ein leerer Akku zwingt das Elektroauto nicht zur Pause – die Akkueinheit lässt sich einfach austauschen. Auch soll es möglich sein, die bestehenden Akkus später durch neue Akkutechnologien mit mehr Reichweite zu ersetzen. „Noah“ geht vorläufig allerdings nicht in Serie. Das Elektroauto ist von den Studenten der TU als Beispiel für umweltfreundliche Mobilität erdacht.

„NIO EP9“: Nach einem Blinzeln schon auf 100 km/h

Der Elektroauto-Sportwagen „NIO EP9“

Der erste Blick verrät: Dieses Elektroauto ist kein alltagstauglicher Stadtwagen. Vier austauschbare Akkus bringen beim chinesischen „NIO EP9“ insgesamt 1 Megawatt auf die Straße. Im normalen Fahrbetrieb kommt der elektrische Zweisitzer laut Hersteller auf 427 Kilometer maximale Reichweite. Doch schleichen will mit diesem rasanten Antrieb wohl keiner. Auf der Rennstrecke beschleunigt das E-Auto mit Allradantrieb in weniger als 3 Sekunden auf 100 km/h, in 7,1 Sekunden auf 200 – und das Ende der rasanten Fahnenstange erreicht der „NIO EP9“ bei 313 km/h. Peitscht der Fahrer das E-Fahrzeug so voran, ist der Fahrspaß nach etwa 20 Minuten auch schon vorbei. Was bleibt sind Herzrasen und ein knackiger Preis. Denn der Hersteller bezeichnet den „NIO EP9“ zwar als Serienauto, produziert ihn aber nur auf Bestellung – für die Wenigen, die um die 1,3 Millionen Euro übrig haben.

„PodRide“: Das E-Auto-Fahrrad, nicht nur für Schönwettersportler

Schlüssel im Zündschloss drehen und los geht’s? Nicht mit „PodRide“. Um das E-Fahrzeug zu starten, muss der Besitzer erstmal in die Pedale treten. Denn der „PodRide“ ist eine ganz besondere Form des Hybrids: halb Fahrrad, halb Elektroauto. Der schwedische Tüftler Mikael Kjellman stattet ihn mit einem autoähnlichen Fahrgestell, 250-Watt-Motor, Tretpedalen und Tretunterstützung aus. Laut Kjellman beträgt die Reichweite des 70 Kilogramm leichten, 1,80 Meter langen und 1,45 Meter hohen Elektrofahrzeugs bis zu 60 Kilometer – bei maximal 25 km/h. Vor Wind und Wetter schützt eine wasserabweisende Hülle über dem Gestell, mit Windschutzscheibe und angedeuteter Tür. Einsteigen kann dadurch allerdings niemand – zum Platznehmen klappt das elektrische Auto-Fahrrad nach vorne auf. In Deutschland zählt das Gefährt zu den Elektrofahrrädern der Gruppe Pedelecs.

Es dürfte also theoretisch auf den Fahrradweg. Damit das auch irgendwann praktisch möglich ist, hat Mikael Kjellman über ein Fundraising rund 90.000 Euro eingesammelt. Er will mit dem Gefährt so schnell wie möglich in Produktion gehen.

„EO smart connecting cars“: Das E-Mobil zum Zusammenfalten

In der Stadt einen Parkplatz zu bekommen, ist manchmal wie ein Sechser im Lotto. Das haben die Wissenschaftler des „Robotics Innovation Center“ am „Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz“ (DFKI) in Bremen wohl auch schon erlebt. Sicher ist zumindest: Ihr robotisches Elektroauto „EO smart connecting car“ schafft Abhilfe. Seitliches Einparken, das Querstellen der Reifen und Zusammenschrumpfen der Karosserie auf eine Länge von zirka 1,80 Meter sind für das Elektroauto kein Problem. Und damit ist auch die Parkplatzsuche keines mehr. Denn so gefaltet passt das E-Auto in die kleinsten Lücken, ohne dass sich der Besitzer während der Fahrt wie in einer Streichholzschachtel fühlt. Doch das „DFKI“ stattet das Elektrofahrzeug mit noch mehr Möglichkeiten aus: Mehrere Fahrzeuge können sich zu einer Kette zusammenschließen und so bei der Fahrt Strom sparen. Geht einem der Fahrsegmente im Verbund der Strom aus, teilen die anderen ihre Energie mit ihm. Das koppelbare Elektroauto fährt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h und einer (Einzel-)Reichweite von bis zu 70 Kilometern. Damit ist das elektrische Roboterfahrzeug definitiv auf den Stadtverkehr ausgelegt. Mit der Möglichkeit des autonomen Fahrens und mit flexiblen Dockingstellen zum Laden sind die „EO smart connecting cars“ Teil der Zukunft der Elektromobilität – allerdings erst der von übermorgen. Denn das Elektrofahrzeug ist ein Konzeptauto zum Test autonomer Fahrfunktionen für Elektroautos im Stadtverkehr und soll Einblicke in die Möglichkeiten der Mobilität geben, vor allem für die ständig wachsenden Megacitys der Zukunft.

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