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Mobilität und Nachhaltigkeit.

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15.02.2008 | Erste internationale Unternehmensinitiative für den Schutz der biologischen Vielfalt


Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stellt Initiative “Business & Biodiversity“ vor


Erstmals hat sich eine Gruppe international führender Unternehmen aus verschiedenen Branchen zu ihrer Verantwortung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt bekannt. Der von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel angestoßenen Initiative „Business and Biodiversity“, die heute in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, hat sich inzwischen ein gutes Dutzend namhafter Firmen angeschlossen, darunter die Volkswagen AG, Heidelberger Cement und die Otto Group. In einer gemeinsamen Erklärung verpflichten sich die Unternehmen zu weit reichenden Aktivitäten, um dem Schutz der biologischen Vielfalt in ihrer Unternehmenspolitik einen besonderen Stellenwert zu geben.
Zu den Erstunterzeichnern der Initiative gehören mehr als ein Dutzend Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. Die Bandbreite reicht von Firmen wie Bionade und Weleda aus Deutschland über Kajima Construction und Oji Paper aus Japan bis hin zur Orsa-Gruppe aus Brasilien, einem Unternehmen der Holzwirtschaft. Die Mitgliedsfirmen verpflichten sich unter anderem dazu, die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf die biologische Vielfalt zu analysieren und ihr Umweltmanagementsystem entsprechend auszurichten. Zur Berichterstattung und Steuerung aller Aktivitäten im Bereich Biodiversität soll eine verantwortliche Stelle bei der Unternehmensleitung eingerichtet werden. Auch Zulieferer sollen über die Biodiversitätsziele des Unternehmens informiert und schrittweise eingebunden werden.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Wenn wir die Ziele der Konvention über die Biologischen Vielfalt umsetzen und damit die natürlichen Lebensgrundlagen für künftige Generationen bewahren wollen, ist es entscheidend, alle Teile der Gesellschaft einzubinden, gerade auch die Wirtschaft. Denn die Erhaltung der Biodiversität ist nicht nur eine ethisch-moralische Verpflichtung, sondern auch eine ökonomisch notwendige und zentrale Aufgabe. Die Initiative ,Business & Biodiversity’ ist ein entscheidender Schritt vorwärts.Hier zeigen Unternehmen Flagge und übernehmen Verantwortung im Naturschutz. Diese Firmen sind Vorreiter in ihren jeweiligen Branchen.“ „Die Vielfalt an Arten ist auch für Unternehmen von unschätzbarem Wert“, erklärte Prof. Dr. Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG. Deshalb engagiere sich Volkswagen auch „an seinen Standorten in aller Welt seit Jahren in konkreten Projekten für den Natur- und Artenschutz“.

Deutschland ist vom 19. bis 30. Mai 2008 Gastgeber der 9. UN-Konferenz der internationalen Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt, zu der 5.000 Teilnehmer aus 190 Staaten in Bonn erwartet werden. Erklärtes Ziel der UN-Naturschutzkonferenz ist, die Wirtschaft stärker in die Erreichung der Ziele der Konvention einzubinden. Während der Konferenz wird die Initiative „Business & Biodiversity“ der Weltöffentlichkeit vorgestellt und weitere herausragende Beispiele von Unternehmen und Unternehmensgruppen sollen in Ausstellungen und Workshops präsentiert werden.

Bislang sind folgende Unternehmen der Business & Biodiversity Initiative beigetreten: Bionade, HeidelbergCement, Hipp, Kajima Construction (Japan), Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Krombacher, Miramonte Mining (Schweiz), Natura (Kosmetik, Brasilien), Otto-Group, Oji Paper (Japan), Orsa-Gruppe (Holzwirtschaft, Brasilien), Volkswagen AG und Weleda. Brasilien als Ausrichter der letzten Vertragsstaatenkonferenz 2006 und Japan als Gastgeberland 2010 sowie die EU-Kommission sind in die Initiative eingebunden.

Bis zum Beginn der UN-Naturschutzkonferenz sollen noch weitere Firmen gewonnen werden, die weltweit ein Signal setzen und deren Einsatz für die Artenvielfalt glaubwürdig ist. Unter dem internationalen Motto „Biodiversity In Good Company“ stellen sie sich in Bonn gemeinsam der Weltöffentlichkeit vor.

Das Bundesumweltministerium hat die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH beauftragt, die Initiative „Business and Biodiversity“ in die Tat umzusetzen. Kontakt: Marion Frank/Michaela Wilczek, E-Mail: business-biodiv@gtz.de , Tel. 030-72614-144.

Weitere Informationen zur Initiative im Internet unter
http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/downloads/doc/40622.php

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