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Abbiegelicht

Bei eingeschlagenem Lenkrad oder gesetztem Blinker wird das statische Abbiegelicht situationsabhängig automatisch an Kreuzungen oder Einmündungen unterhalb von 40 km/h zugeschaltet. Der Fahrer sieht Passanten, die sich besonders häufig in Abbiegesituationen neben dem Fahrzeug befinden, so wesentlich schneller und das Unfallrisiko sinkt. Das Abbiegelicht kann modellabhängig in die Hauptscheinwerfer oder in die Nebelscheinwerfer eingebaut sein.

Siehe auch:
Kurvenfahrlicht

Ein Volkswagen bei nacht auf einer Straße von oben betrachtet. Man sieht das Front- und Abbiegelicht der Scheinwerfer als Lichtkegel.

Abgasnormen

Die europäischen Abgasnormen sind gesetzliche Regelungen der Europäischen Union. Sie bestimmen Grenzwerte der im Abgas enthaltenen Schadstoffe (Stickoxide, Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Partikelmasse und -anzahl). Seit dem 1. September 2017 gilt die Abgasnorm Euro 6d-TEMP für neue Fahrzeug-Typen des Herstellers, ab 1. September 2018 für alle Neuzulassungen. In anderen Regionen weltweit gelten andere Normen (z. B. TIER/LEV in den USA).

Abgasrückführung

Abgasrückführung (AGR, englisch: Exhaust Gas Recirculation, EGR) bezeichnet die kontrollierte Einleitung von Verbrennungsgasen zurück in den Brennraum. Eine wirkungsvolle Methode, um bereits während der Kraftstoffverbrennung Stickoxide (NOx) zu verringern.

Bei der Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemischs nimmt die Bildung von Stickoxiden mit dem Anstieg der Verbrennungstemperatur überproportional zu. Durch die Rückführung eines Teils der Abgase in den Brennraum wird die Verbrennungstemperatur im Zylinder gesenkt und so die Bildung von Stickoxiden verringert. Über eine geregelte Zumischung von Abgas kann also das Abgasverhalten entsprechend den Lastbedingungen des Motors beeinflusst werden. Bei der AGR wird das Abgas über ein Rohrleitungssystem mit Hilfe eines elektronisch vom Motormanagement geregelten Ventils in den Ansaugkanal zurückgeführt und von dort erneut in den Brennraum angesaugt.

Abgasturbolader (ATL)

Durch Verdichtung der zur Verbrennung notwendigen Luft erhöhen Abgasturbolader den Luftdurchsatz eines Motors. So lassen sich durch den Einsatz von Abgasturboladern im Vergleich zu Saugmotoren (bei identischem Hubraum) Leistung, Drehmoment aber auch Wirkungsgrad steigern.

Der Abgasturbolader besteht aus zwei statisch miteinander verbundenen Turbinen, von denen eine durch den heißen Abgasstrom angetrieben wird. Die andere Turbine, das sogenannte Verdichterrad, wird durch die statische Verbindung ebenfalls gedreht und verdichtet die einströmende Frischluft. Die Temperatur der verdichteten Luft wird durch einen Ladeluftkühler abgekühlt, um das Volumen zu verringern und somit mehr Luft beziehungsweise mehr Sauerstoff in den Brennraum zu bekommen. Durch den Einsatz des Abgasturboladers wird nicht nur eine Leistungssteigerung erzielt, sondern in erster Linie Energie gespart und die Emission verringert.

Siehe auch:
Variable Turbinengeometrie

Abgasturbolader vor weißem Hintergrund

Abstandsradar

Der Abstandsradar ist Teil der automatischen Distanzregelung ACC.

Siehe auch:
Automatische Distanzregelung ACC
Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“
Fahrerassistenzsysteme

Zwei Volkswagen Fahrzeuge bei Nacht von oben betrachtet. Man sieht die Sensorik des Abstandradars durch Linien dargestellt.

Active Info Display

Das Active Info Display liefert Daten und Informationen rund ums Fahrzeug direkt ins Cockpit. Der hochauflösende Screen ersetzt den herkömmlichen Tachometer und ermöglicht es, fünf verschiedene Ansichten an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen.

So rücken beispielsweise im Navigationsmodus Tachometer und Drehzahlmesser an den Rand, um der Landkarte mehr Raum zu geben. Wenn gewünscht, können Informationen wie Fahr-, Navigations- und Assistenzfunktionen jedoch auch in die Grafikflächen des Tachometers und Drehzahlmessers integriert werden. Darüber hinaus ist das Active Info Display auch mit anderen Assistenzsystemen im Fahrzeug vernetzt. So können die in der Mittelkonsole dargestellten Daten des Infotainment-Systems wie Telefon-Kontaktbilder oder CD-Cover auch direkt in das Sichtfeld des Fahrers übertragen werden.

Blick durch das Lenkrad auf das Active info Display

Adaptive Fahrwerksregelung DCC  

Die adaptive Fahrwerksregelung DCC verbessert die Fahreigenschaften wesentlich. Der Fahrer ist nicht mehr auf eine bestimmte Fahrwerksauslegung festgelegt, sondern kann sein Fahrzeug individuell anpassen. Die Auswahl erfolgt bequem über Knopfdruck in der Mittelkonsole.

Das Fahrwerk kann normal, sportlich oder komfortabel ausgerichtet werden. Die elektrisch verstellbare Dämpfung passt sich dabei automatisch an. Die DCC reagiert permanent auf unterschiedliche Fahrsituationen.

Schematische Darstellung der adaptiven Fahrwerksregelung DCC am Beispiel eines VW Golfs

Adaptivfahrwerk mit aktiver Wankstabilisierung

Das Adaptivfahrwerk mit elektromechanischer aktiver Wankstabilisierung kann das Wankverhalten in Kurven reduzieren. Da es nicht – wie herkömmliche Stabilisatoren – hydraulisch arbeitet, sondern elektromechanisch, kann das System im Rahmen seiner Grenzen deutlich schneller reagieren und schon bei niedrigem Tempo aktiv werden. Lenkpräzision, Agilität und Stabilität sowie die Traktion in unebenem Gelände können so spürbar gesteigert werden.

Schematische darstellung eines Adaptivfahrwerks mit elektromechanischer aktiver Wankstabilisierung am Beispiel eines Touareg.

AdBlue®  

Der SCR-Katalysator (Selective Catalytic Reduction) wandelt die Abgaskomponente Stickoxid (NOx) ohne Bildung von unerwünschten Nebenprodukten selektiv zu Stickstoff und Wasser um. Die Umwandlung erfolgt dabei unter Verwendung der synthetischen 32,5 prozentigen Harnstofflösung AdBlue® (ISO 22241-1 / AUS 32), die in einem Zusatztank mitgeführt wird. Die Dosierung richtet sich nach dem Abgasmassenstrom; das Motormanagement in Verbindung mit einem NOx-Sensor hinter dem SCR-Kat sorgt für die exakte Dosierung.

Je nach Fahrzeug muss der Kunde auch zwischen den Serviceintervallen den Betriebsstoff AdBlue® selbstständig oder durch die Vertragswerkstatt nachfüllen. Für die selbstständige Betankung stellt FindAdBlue.com einen kostenlosen Service zur Verfügung, der bei der Suche nach geeigneten Tankstellen hilft.

Siehe auch:
NOx Abgasnachbehandlung

Ansicht eines Cockpit Displays mit Anzeigen der Füllstände AdBlue

Aerodynamik  

Die Aerodynamik einer Karosserie hat Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch, die Höchstgeschwindigkeit und die Geräuschentwicklung. Die aerodynamischen Eigenschaften fasst der im Windkanal ermittelte Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) zusammen. Den cw-Wert beeinflussen verschiedene Größen, wie u. a. die Karosserieform (Limousine, Kombi oder Schrägheck). Auch die Gestaltung des Unterbodens wirkt sich aus. Der Luftwiderstand entsteht durch die Verdrängung der das Fahrzeug umgebenden Luft und durch deren Reibung an der Fahrzeugoberfläche.

Die Formel für die Berechnung des Luftwiderstands lautet:

Luftwiderstand = Fahrzeuggeschwindigkeit zum Quadrat x Stirnfläche x cw-Wert x ½ Luftdichte.

Die für Volkswagen typische günstige Karosseriegestaltung sowie geringe Spalt- und Fugenmaße reduzieren Verwirbelungen und begünstigen einen niedrigen Luftwiderstand und somit günstige Verbrauchswerte und niedrigere CO2-Emissionen. Wichtigster Einflussfaktor ist jedoch die Fahrzeuggeschwindigkeit, da sich bei einer Verdoppelung der Geschwindigkeit der Luftwiderstand vervierfacht.

Siehe auch:
cw-Wert

VW Golf R steht auf einer Rennstrecke, Frontansicht
Kraftstoffverbrauch Golf R in l/100 km: innerorts 8,2-8,1 / außerorts
6,6-6,5 / kombiniert 7,2-7,1; CO₂-Emission kombiniert, g/km: 164-162;
Effizienzklasse: D

Airbag

In Verbindung mit dem Sicherheitsgurt reduzieren Airbags das Risiko schwerer Kopf- und Brustkorbverletzungen bei Kollisionen mit entsprechender Unfallschwere. Wird von den Crash-Sensoren ein dem Auslösewert entsprechender Aufprall registriert, zündet das Airbag-Steuergerät den Gasgenerator. Er füllt den Airbag innerhalb von 35 bis 45 Millisekunden. Die aktivierten Airbags fangen Kopf sowie Oberkörper ab und verteilen die Belastungen auf eine möglichst große Fläche. Bereits nach 120 Millisekunden ist das Gas entwichen und der Luftsack ist in sich zusammengefallen. Optimaler Schutz ist nur dann gegeben, wenn die Insassen richtig angeschnallt sind, denn die Airbags bilden zusammen mit den Gurtstraffern ein abgestimmtes Sicherheitssystem. Neben den Front-Airbags werden auch noch Seiten-Airbags, Knieairbags sowie ein Kopfairbag-System angeboten.

Siehe auch:
Crashtest

Schematische Darstellung der zwei Kopfairbags in einem Golf

Airbag-Steuergerät

Das Airbag-Steuergerät erkennt und bewertet einen Zusammenstoß und aktiviert entsprechend der Unfallart und -schwere die jeweiligen Rückhaltesysteme. Bis zu sechs externe Beschleunigungssensoren (Crash-Sensoren) versorgen das Steuergerät mit Informationen.

Das Airbag-Steuergerät ist mit Beschleunigungssensoren für die Fahrzeuglängs-, -quer- und -hochachse ausgerüstet. Darüber hinaus verfügt das Steuergerät über einen Drehratensensor, der die Drehung des Fahrzeugs um seine Längsachse registriert. Die Sensoren im Steuergerät dienen dazu, die Signale der anderen Sensoren zu bewerten und abzugleichen. Dies ermöglicht dem Steuergerät, die Richtung des Unfalls und die Schwere einzuschätzen und für die Auslösung der entsprechenden Rückhaltesysteme zu sorgen. Über die Crash-Signalausgänge ist das Steuergerät mit weiteren CAN-Datenbussystemen verbunden, um nach einem Unfall Orientierung und Bergung der Insassen zu erleichtern.

Die umfangreiche Forschung und stetige Weiterentwicklung bei Volkswagen haben die Steuerung der Rückhaltesysteme so weit verfeinert, dass sie eine optimale Schutzwirkung bei den unterschiedlichsten Unfallarten bieten. Die in Abhängigkeit von der Unfallschwere zweistufige Auslösung der Front-Airbags ermöglicht eine weitere Absenkung des Verletzungsrisikos für Fahrer und Beifahrer. Das System kann zwischen einem Unfall und einer starken Erschütterung unterscheiden, die beispielsweise durch einen Steinschlag oder ein tiefes Schlagloch auftreten können. Damit ist sichergestellt, dass kein Rückhaltesystem ohne Crash ausgelöst wird.

Schematische Darstellung des Airbag-Steuergerät in einem Volkswagen

Air Curtains

Der Begriff „Air Curtain“ bedeutet „Luftvorhang“ und bezeichnet sich verengende Lufteinlässe im Stoßfänger der Fahrzeugfront. Die unterhalb der Scheinwerfer angeordneten Lufteinlässe sorgen dafür, dass die Luft durch den Stoßfänger geführt wird und erst hinter den Radhäusern wieder austritt. Die Räder werden nicht berührt. Auf diese Weise wird gleichzeitig die Aerodynamik verbessert und der Anpressdruck des Vorderwagens erhöht.

VW Golf R Ansicht von schräg unten, Detail Air Curtains
Kraftstoffverbrauch Golf R in l/100 km: innerorts 8,2-8,1 / außerorts
6,6-6,5 / kombiniert 7,2-7,1; CO₂-Emission kombiniert, g/km: 164-162;
Effizienzklasse: D

Aktive Rückstellung

Die aktive Rückstellung ist eine Komfort- und Sicherheitsfunktion der elektromechanischen Servolenkung von Volkswagen. Das Mittengefühl und das sich aufbauende Lenkmoment bei kleinsten Lenkwinkeln vermitteln eine bisher nicht da gewesene Präzision. Die aktive Rückstellung verbessert den Lenkkomfort und das Sicherheitsgefühl, da weniger Lenkkorrekturen vorgenommen werden müssen.

Motor und Felge des VW Golf R, Ansicht von unten

Aktive Sicherheit

Unter die aktive Sicherheit fallen alle Systeme, die aktiv in das Fahrgeschehen eingreifen und so helfen, kritische Situationen zu entschärfen. Die wichtigsten Aspekte der aktiven Sicherheit sind:

  • Fahrstabilität: Sie ist das Ergebnis insbesondere der Fahrwerksauslegung hinsichtlich Antriebskonzept, Federung und Kurvenstabilität. Dazu kommen Lenkpräzision, Bremsleistung und Bremsstabilität.
  • Konditionssicherheit: Sie beschreibt die Belastung der Insassen insbesondere durch Schwingungen des Fahrzeugs, Geräusche von Fahrwerk und Motor sowie klimatische Einflüsse.
  • Wahrnehmungssicherheit: Sie wird insbesondere durch eine entsprechend gute Auslegung der Beleuchtungseinrichtungen am Fahrzeug sowie durch Sichtverhältnisse (Rundumsicht, gute Sicht nach hinten bei möglichst kleinem, toten Winkel) verbessert.
  • Bedienungssicherheit: Sie wird insbesondere durch gute Ergonomie und die logisch richtige Anordnung aller Bedienungshebel und Schalter erreicht, z. B. für Beleuchtung, Scheibenwischer, Klimatisierung oder Infotainment. Die Elemente müssen vom Fahrerplatz aus gut und möglichst optimal zu erreichen sein.

Die Kombination der aktiven und passiven Sicherheitseinrichtungen sorgt für einen optimalen Schutz aller Fahrzeuginsassen.

Schematische Darstellung der aktiven Sicherheitssysteme in einem Volkswagen

Aktives Zylindermanagement ACT  

Mit Ressourcen schonend umgehen: Diesen von Volkswagen gelebten Anspruch verdeutlicht besonders die Einführung des aktiven Zylindermanagements ACT. Bei Fahrten im Drehzahlbereich zwischen 1.400 und 4.000 U/min und bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h können, unabhängig vom gewählten Gang, zwei der vier Zylinder unmerklich deaktiviert werden. Das optimiert den Wirkungsgrad des Motors. Die Multifunktionsanzeige informiert Sie darüber, in welchem Modus sich der Motor gerade befindet.

Bei Fahrzeugen mit aktivem Zylindermanagement ACT kann der Kraftstoffverbrauch im kombinierten Fahrzyklus um bis zu 0,5 l/100 km und der CO2-Ausstoß um 10 g/km gesenkt werden. Je nach Fahrsituation kann die Ersparnis sogar bis zu 1 l/100 km betragen.

Zylinder eines VW Golfs

Allradkupplung  

Die Allradkupplung ist eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung. Sie ermöglicht beim permanenten Allradantrieb 4MOTION die variable Verteilung der Antriebskraft zwischen der Vorder- und Hinterachse. Ihre stufenlose Verstellung wird von einem Steuergerät geregelt, das den jeweiligen Schlupf – die fahrdynamischen Zustände und Antriebsmomente – berücksichtigt. Die Regelung der Allradkupplung ist fest in das elektronische Stabilisierungsprogramm integriert und trägt damit zur Fahrzeugsicherheit bei.

Siehe auch:
4MOTION
Elektronisches Stabilisierungsprogramm

Schematische Darstellung der Allradkupplung in einem VW Golf R
Kraftstoffverbrauch Golf R in l/100 km: innerorts 8,2-8,1 / außerorts
6,6-6,5 / kombiniert 7,2-7,1; CO₂-Emission kombiniert, g/km: 164-162;
Effizienzklasse: D

Allradlenkung

Die Allradlenkung beeinflusst im Wesentlichen zwei Fahrzustände:

  • Fahrzustand eins: Bis 37 km/h schlagen die Hinterräder automatisch im entgegengesetzten Winkel zu den Vorderrädern ein. Geht es vorne nach links, schlägt die elektrisch gesteuerte Achse hinten mit einem Lenkwinkel von bis zu fünf Grad nach rechts ein. Das verbessert die Wendigkeit. Besonders beim Parken macht sich der durch die Allradlenkung verkleinerte Wendekreis deutlich bemerkbar. Erleichtert wird auch das Rangieren mit einem Anhänger.
  • Fahrzustand zwei: Steigt die Geschwindigkeit auf über 37 km/h, schlagen die Hinterräder beim Lenken gleichsinnig – also in gleicher Richtung wie die Vorderräder – ein. Dadurch kann das Fahrverhalten insbesondere bei Landstraßen- und Autobahn-Tempo nochmals ruhiger werden, da die Allradlenkung Spurwechsel, etwa beim schnellen Überholen, stabilisieren kann*. Gleiches gilt bei plötzlichen Ausweichmanövern.
* im Rahmen der Grenzen des Systems
Schematische Darstellung der Allradlenkung in einem VW

Ambientebeleuchtung  

Die Ambientebeleuchtung leuchtet den Innenraum nach Wunsch aus. So schaffen illuminierte Einstiegs- sowie Dekorleisten, Leselampen vorn und hinten oder die Beleuchtung des Fußraums eine individuell bevorzugte Atmosphäre.

Ob gemütlich oder hell leuchtend – die Lichteinstellungen lassen sich ganz einfach über das Zentraldisplay steuern. Die Innenraumleuchten sind alle mit fortschrittlicher LED-Technik ausgestattet.

Ambientbeleuchtung in einem VW Golf

Anhängerkupplung, schwenkbar  

Die schwenkbare Anhängerkupplung ist fahrzeugabhängig elektrisch oder manuell ausschwenkbar. Sie wird über einen Schalter oder Griff im Innenraum entriegelt. Der Einschwenkvorgang muss nach der Entriegelung immer manuell vorgenommen werden. Im eingeklappten Zustand verschwindet die Anhängerkupplung vollständig unter dem Fahrzeug.

VW Golf, Detail Anhängerkupplung

Anhängerrangierassistent „Trailer Assist“  

Rangieren mit Anhänger kann für Ungeübte zur Geduldsprobe werden, denn nicht immer reagiert das Gespann so, wie man es vielleicht erwartet: Mitunter erscheint der eingeschlagene Weg spiegelverkehrt. Entscheidend für präzises Rückwärtsfahren ist der Lenkwinkel. Der Anhängerrangierassistent „Trailer Assist“ übernimmt das Lenken. Der Fahrer muss lediglich den Rückwärtsgang einlegen, den Parkhilfetaster drücken und mithilfe des Spiegelverstellschalters die Richtung angeben, die der Anhänger einschlagen soll. Das Fahrzeug lenkt nun automatisch. Der Fahrer ist aber weiterhin für das Schalten, Beschleunigen und Bremsen verantwortlich.

Schematische Darstellung des Anhängerrangierassistenten "Trailer Assist" in einem VW Touran

Antiblockiersystem (ABS)  

Das Antiblockiersystem kann bei einer Vollbremsung oder bei glatter Fahrbahn das Blockieren der Räder verhindern und die Lenkfähigkeit des Fahrzeugs erhalten*.

* im Rahmen der Grenzen des Systems

Antiblockiersystem (ABS) Kontrollleuchte in einem Volkswagen

Antriebsschlupfregelung (ASR)  

Für die drehmomentstarken Motoren bietet die Antriebsschlupfregelung mehr Komfort und Sicherheit, insbesondere auf unterschiedlich griffiger oder rutschiger Fahrbahn. Die Antriebsschlupfregelung ermöglicht harmonische Anfahr- und Beschleunigungsvorgänge über den gesamten Geschwindigkeitsbereich ohne durchdrehende Räder oder Seitenversatz.

Die Antriebsschlupfregelung arbeitet gemeinsam mit dem elektronischen Gaspedal (E-Gas) und nutzt die Raddrehzahlsensoren des Antiblockiersystems (ABS). Wird an einem Antriebsrad eine plötzliche Erhöhung der Drehzahl festgestellt (Schlupf), greift das System in die Motorsteuerung ein, reduziert die Motorleistung und verhindert diesen Effekt.

Die Antriebsschlupfregelung gewährleistet Traktion und Fahrstabilität während der Beschleunigungsphase über den gesamten Geschwindigkeitsbereich und unterstützt so die aktive Sicherheit. Zusätzlich verringert es den Reifenverschleiß. Die Antriebsschlupfregelung schließt die elektronische Differenzialsperre mit ein und ist Bestandteil des elektronischen Stabilisierungsprogramms.

Antriebsschlupfregelung (ASR) Warnleuchte in einem VW Golf

Ausgleichswellengetriebe  

Ausgleichswellengetriebe dienen in modernen Motoren dazu, Schwingungen auszugleichen, die Laufkultur zu verbessern und das Betriebsgeräusch zu reduzieren.

Abbildung des Ausgleichswellengetriebes in einem Volkswagen

Ausparkassistent  

Der Ausparkassistent unterstützt im Rahmen der Systemgrenzen beim rückwärtigen Ausparken. Durch Sensoren im Heckstoßfänger kann das System sehr viel früher als der Fahrer den seitlichen Bereich hinter dem Fahrzeug überwachen. Bei einer kritischen Annäherung eines anderen Fahrzeugs wird der Fahrer durch eine Tonausgabe informiert. Sollte der Fahrer nicht reagieren, kann das System bei einer bevorstehenden Kollision durch einen Bremseingriff mögliche Unfallfolgen mindern oder im optimalen Fall verhindern.

Der Ausparkassistent wird in Kombination mit „Blind Spot“-Sensor oder Spurwechselassistent „Side Assist“ angeboten.

Siehe auch:
"Blind-Spot"-Sensor
Spurwechselassistent "Side-Assist"

Schematische Darstellung des Ausparkassistenten von oben anhand eines VW Arteon

Auto Hold Funktion  

Die Auto Hold Funktion von Volkswagen ist eine Erweiterung der elektronischen Parkbremse. Sie verhindert ohne permanente Betätigung der Bremse, dass das Fahrzeug ungewollt im Stillstand oder beim Anfahren wegrollt. Auto Hold bietet auf diese Weise hohen (An-) Fahrkomfort.

Das System arbeitet über die ABS/ESC Hydraulikeinheit. Wird das Fahrzeug bis zum Stillstand abgebremst, so speichert Auto Hold den letzten Bremsdruck. Der Fahrer kann den Fuß vom Bremspedal nehmen, alle vier Radbremsen bleiben geschlossen. Erkennen die ABS-Raddrehzahlsensoren ein Rollen, wird automatisch das Bremsmoment erhöht, bis das Fahrzeug wieder stillsteht. Dies kann etwa der Fall sein, wenn der Fahrer an einer Steigung sachte abbremst. Sobald der Fahrer wieder Gas gibt und beim Schaltgetriebe die Kupplung kommen lässt, löst Auto Hold die Bremse wieder.

Aus Sicherheitsgründen muss die Funktion über einen Schalttaster links neben dem Ganghebel wieder aktiviert werden.

Siehe auch:
Berganfahrassistent
Antiblockiersystem (ABS)
Elektronisches Stabilisierungsprogramm

Innenansicht eines VW Arteons, Detail Mittelkonsole

Automatische Distanzregelung ACC  

Die automatische Distanzregelung ACC misst per Abstandssensor die Entfernung und die Relativgeschwindigkeit zu vorausfahrenden Fahrzeugen.

Der Fahrer stellt dazu den gewünschten zeitlichen Folgeabstand und die Geschwindigkeit ein. Bei Folgefahrt werden Soll- und Ist-Abstand optional vergleichend in der Multifunktionsanzeige dargestellt. Ein Sensor überwacht laufend den Bereich vor dem Fahrzeug. Mit dem Fahrpedal kann der Fahrer die ACC-Regelung unterbrechen und stärker beschleunigen. Das Betätigen des Bremspedals führt zum sofortigen Deaktivieren der ACC-Funktion. Alle Meldungen des Systems erfolgen in der zentralen Multifunktions-Anzeige.

In Verbindung mit einem DSG-Getriebe bremst ACC das Fahrzeug, beispielsweise in Kolonnen oder in Stausituationen, auch bis zum völligen Stillstand ab. Situationsabhängig fährt ACC danach innerhalb einer definierten Zeit selbstständig wieder an.

ACC kann ausstattungsabhängig bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h oder km/h 210 km/h aktiviert werden (Touareg bis zu 250 km/h).

Siehe auch:
Fahrerassistenzsysteme
Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“

Zwei Volkswagen Fahrzeuge bei Nacht von oben betrachtet. Man sieht die Sensorik der automatischen Distanzregelung ACC schematisch dargestellt

Automatische Leuchtweitenregulierung  

Für eine optimale Fahrlichteinstellung und Fahrbahnausleuchtung sorgt die automatische Leuchtweitenregulierung. Sie ermöglicht eine gleichbleibende Leuchtweite und verhindert ein Blenden des Gegenverkehrs. Die Regulierung erfolgt automatisch und passt den Neigungswinkel der Scheinwerfer dem jeweiligen Beladungszustand an.

Bei der automatischen Leuchtweitenregulierung unterscheidet man zwei Systeme: eine statische und eine dynamische Lösung. Während statische Systeme die Zuladung durch Passagiere und Gepäck ausgleichen, korrigieren dynamische Systeme die Scheinwerfereinstellung auch beim Anfahren, Beschleunigen und Bremsen.

Beim statischen System verarbeitet das Steuergerät neben den Signalen von Neigungssensoren auch Signale des elektronischen Tachometers und des ABS-Steuergeräts. Damit kann das System unterscheiden, ob das Fahrzeug steht oder konstant fährt.

Bei der dynamischen Leuchtweitenregulierung differenziert das wesentlich leistungsfähigere Steuergerät zusätzlich die Veränderung der Geschwindigkeitssignale (Beschleunigen und Bremsen). Auch verfügt der Stellmotor über eine höhere Verstellgeschwindigkeit, um die Leuchtweite innerhalb von Bruchteilen von Sekunden zu verstellen. Bei Ausstattung mit Xenon-Licht ist eine automatische Leuchtweitenregulierung gesetzlich vorgeschrieben.

Darstellung des linken Scheinwerfers eines Volkswagen