Technik einfach erklärt

Sie wollen wissen, was RDE bedeutet oder Assistenzsysteme wie der Stauassistent funktionieren? Unser Volkswagen Technik-Lexikon hilft bei der Begriffsklärung und vermittelt technisches Know-how auf verständliche Weise.

P

Passive Sicherheit 

Unter passiver Sicherheit versteht man alle konstruktiven Maßnahmen, die dazu dienen, die Fahrzeuginsassen vor Verletzungen zu schützen bzw. Verletzungsgefahren zu mindern. Der Begriff bezieht sich insbesondere auf das Kollisionsverhalten und berücksichtigt über den Selbstschutz hinaus auch den Schutz anderer Verkehrsteilnehmer (Partnerschutz).

Zu den wichtigsten passiven Sicherheitsmerkmalen heutiger Fahrzeuge gehören neben dem Gurtsystem die Airbags, die „verformungssteife"" Fahrgastzelle sowie Deformationszonen in Front und Heck. Sie sorgen für einen weitgehend schützenden Abbau der Aufprallenergie. Zusammen mit den Elementen der aktiven Sicherheit bieten alle Volkswagen Modelle einen ausgezeichneten Rundum-Schutz.

Schematische Darstellung der Airbags in einem Volkswagen

Panorama-Ausstell-/Schiebedach 

Das Panorama-Ausstell-/Schiebedach ist eine Weiterentwicklung des Panoramaschiebedachs (PSD). Das Dachöffnungssystem besteht mindestens aus zwei Glaselementen.

Das vordere Glasteil besitzt eine elektrische Hub- und Schiebefunktion. Es kann gekippt und teilweise oder komplett geöffnet werden. Beim Verschieben wird das vordere Element komplett über das hintere gefahren. Das hintere Glaselement ist feststehend und hat keine Öffnungsfunktion.
Das Panorama-Ausstell-/Schiebedach besitzt ein elektrisches Rollo, das das komplette Dach abdeckt.

Abbildung des Fahrzeughimmels mit Panorama-Austell-/Schiebedach im VW Passat

Parkbremse, elektronisch  

Die elektronische Parkbremse ersetzt die herkömmliche Handbremse durch einen Schalter in der Armaturentafel, der konventionelle Handbremshebel entfällt. Dadurch entsteht mehr Ablagenplatz zwischen den Vordersitzen. Die elektronische Parkbremse arbeitet über zwei Elektromotoren mit Getriebe auf die hinteren Scheibenbremsen. Die mechanischen Bauteile sind dabei so ausgelegt, dass sie auch bei Verlust der Bordnetzspannung das geparkte Fahrzeug sicher halten. Kontrollleuchten im Kombiinstrument sowie im Taster zeigen an, ob die Parkbremse aktiviert ist. Ebenso vermittelt ein Arbeitsgeräusch, dass die Bremse geschlossen wird.

Die elektronische Parkbremse bietet neben einer einfachen Bedienung über einen Taster auch zusätzliche Komfort- und Sicherheitsfunktionen, wie den dynamischen Anfahrassistenten und die Auto Hold Funktion.

Mittelkonsole des VW Golfs, Detail elektronische Parkbremse

Parklenkassistent „Park Assist"  

Der Parklenkassistent „Park Assist"" steuert das Fahrzeug automatisch in Längs- und Querparklücken und parkt zudem aus Längsparklücken aus. Das System unterstützt den Fahrer, indem es selbsttätig die optimalen Lenkradbewegungen durchführt, um auf der Ideallinie rückwärts oder vorwärts (Querparklücken, fahrzeugabhängig) einzuparken. Die Vermessung der Parklücke, die Zuweisung der Startposition und die Lenkbewegungen übernimmt automatisch der „Park Assist"" – der Fahrer muss nur noch Gas geben und bremsen. Dabei behält er jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug.

Der Fahrer aktiviert den Parklenkassistenten über den separaten Taster „Park Assist"" in der Mittelkonsole und fährt dann mit maximal 40 km/h und einer Entfernung von 0,5 bis 1,5 m am Straßenrand entlang. „Park Assist"" scannt in der Vorbeifahrt sowohl die rechte als auch die linke Seite, z. B. in Einbahnstraßen, auf vorhandene Parklücken.

Über das Setzen des Blinkers bestimmt der Fahrer, auf welcher Straßenseite er einparken möchte. Erkennt der Assistent eine Parklücke, die mindestens 0,8 m länger als das Fahrzeug ist (fahrzeugabhängig), erscheint in der Multifunktionsanzeige die Meldung „Parklücke erkannt“. Anschließend wird der Fahrer in die richtige Ausgangsposition dirigiert und aufgefordert, den Rückwärtsgang einzulegen. Mit dem Einlegen des Rückwärtsgangs erfolgt die Lenkungsübernahme durch den Parklenkassistent und die automatische Lenkbetätigung wird aktiviert. Die entsprechende Meldung in der Multifunktionsanzeige lautet „Lenkeingriff aktiv! Umfeld beachten!“. Durch vorsichtiges Gasgeben steuert das Fahrzeug in die Parklücke hinein. Das Ende des Rückwärtsfahrens wird durch die akustische Einparkhilfe und optische Meldungen in der Multifunktionsanzeige signalisiert. Der Fahrer wird durch weitere Bilder im Display aufgefordert, vorwärts, ggf. auch noch einmal rückwärts zu fahren.

Die Anzahl der Parkzüge hängt von der Länge bzw. Breite der Parklücke und der vorhandenen Rangierfläche ab. Je kürzer bzw. schmaler die Parklücke und je kleiner die Rangierfläche, desto mehr Parkzüge sind notwendig. Das System erkennt Parklücken jeder Art (z. B. in Kurven, auf Bordsteinen oder zwischen Bäumen).

Der „Park Assist"" kann in jedem Augenblick vom Fahrer übersteuert werden.

Ein Volkswagen von obenbrtrachtet, parkt mit Hilfe des Parkassistenten "Park Assist" rückwärts seitwärts ein.

Pay-per-Use  

Mit dem Service Pay-per-Use wird nur abgerechnet, was auch verbraucht wurde. Das verbrauchsbasierte Abrechnungsmodell basiert auf dem System des Micropayments. Bezahlen kann man über die Volkswagen Dienste We Park, We Deliver und We Rent.

Plug & Charge

Plug & Charge ist ein Verfahren zur Nutzerauthentifizierung an Ladesäulen und zur Abrechnung der bezogenen Energie, bei dem die Authentifizierung zwischen Fahrzeug und Ladestation automatisch erfolgt.

Illustration einer Karte zum Bezahlen mit Plug & Charge Nutzerauthentifizierung

Post-Lithium-Ionen-Akku

Oberbegriff für alle Nachfolgetechnologien der heutigen Lithium-Ionen-Akkumulatoren, u.a Festelektrolyt-, Lithium-Schwefel und Lithium-Luft Batterien mit potentiell deutlich höheren Energiedichten als heute.

Proaktives Insassenschutzsystem  

Das Proaktive Insassenschutzsystem erfasst mit Hilfe der Sensoren von ESC und dem Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist"" kritische Situationen mit erhöhtem Unfallpotenzial.

Erkennt das System eine solche Situation, werden die Fahrzeuginsassen und das Fahrzeug auf einen möglichen Unfall vorbereitet, indem die vorderen angelegten Sicherheitsgurte gestrafft, Fahrer und Beifahrer fixiert sowie offen stehende Fenster und Schiebedach bis auf einen Spalt geschlossen werden.
Ist der Sollzustand wieder erreicht und das Fahrzeug fahrdynamisch stabilisiert, werden die vorderen Sicherheitsgurte entspannt. Die Seitenscheiben und das Schiebedach können in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht werden."
 

Blick auf einen Volkswagen von oben, Pfeile zeigen die Funktion des proaktiven Insassenschutzsystems

Progressivlenkung  

Die Progressivlenkung entlastet den Fahrer beim Lenken. Im Vergleich zu einer konventionellen Lenkung werden deutlich weniger Lenkradumdrehungen bis zum Volleinschlag benötigt. Das progressive Übersetzungsverhältnis reduziert zum Beispiel die Lenkarbeit beim Einparken. Die Progressivlenkung bietet zudem ein optimiertes, direkteres und kontrolliertes Lenkverhalten, das für Komfort im Alltag sorgt und die Fahrdynamik auf kurvenreichen Straßen erhöht.

Schematische Darstellung der Funktionweise der Progressivlenkung

Q

Querbeschleunigungssensor 

Um den tatsächlichen Fahrzustand zu ermitteln, nutzt das elektronische Stabilisierungsprogramm einen Beschleunigungssensor zur Messung der auf das Fahrzeug einwirkenden Querbeschleunigung. Die Querbeschleunigung wirkt quer zur Fahrtrichtung auf ein Fahrzeug ein. Beim Durchfahren einer Kurve ist sie zum Beispiel als Fliehkraft zum Kurvenäußeren hin spürbar. Der Querbeschleunigungssensor ist zusammen mit dem Drehratensensor in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht (Duosensor).

Schematische Darstellung der Funktionsweise des Querbeschleunigungssensor

Querneigung 

Als Querneigung werden Schräglagen des Fahrzeugs am Hang bezeichnet.

Schematische Darstellung der Querneigung am Beispiel des Touareg

Quasi-monovalenter Antrieb  

Quasi-monovalente Konzepte arbeiten im Primärbetrieb mit Erdgas, besitzen aber darüber hinaus zusätzlich einen Benzintank als Mobilitätsreserve mit maximal 15 Litern Fassungsvermögen. Lediglich bei Außentemperaturen unter minus zehn Grad und unmittelbar nach einem CNG-Tankvorgang ist ein Start mit Benzin notwendig. Die Umschaltung in den Gasbetrieb erfolgt nach kurzer Zeit, sobald die Randbedingungen für den störungsfreien Erdgasbetrieb erfüllt sind.

Siehe auch:
TGI

Schematische Darstellung des Quasi-monovalenten Antriebs in einem Volkswagen

R

Raddrehzahlsensor  

Raddrehzahlsensoren messen die Drehzahl der Räder bzw. einen pro Zeiteinheit zurückgelegten Weg oder Winkel. Mit den Signalen der Raddrehzahlsensoren arbeiten die unterschiedlichsten Systeme. So sind die Wirkungsweisen sowohl des Antiblockiersystems als auch der Antriebsschlupfregelung und des elektronischem Stabilisierungsprogramms von den Informationen über die Raddrehzahl abhängig. Auch Navigationssysteme profitieren von den Signalen dieser Sensoren. Sie errechnen daraus die zurückgelegte Wegstrecke.

Raddrehzahlsensoren teilen sich in so genannte passive und aktive Sensoren auf, wobei heute die aktiven Sensoren aufgrund ihrer technischen Eigenschaften wie Genauigkeit und geringe Baugröße im Einsatz überwiegen. Aktive Sensoren benötigen für den Betrieb eine zusätzliche Stromquelle, passive Sensoren kommen ohne eine externe Energiequelle aus.  

Radio Data System (RDS)  

RDS steht für Radio Data System und ist ein Service der Rundfunkanstalten. Neben dem hörbaren Sendeprogramm werden Informationen in Form verschlüsselter Digitalsignale ausgesendet, welche von RDS-fähigen Radios ausgewertet werden können. Somit ist die Übermittlung von Zusatzdiensten wie Sendername (PSN), Radiotext (RT) oder die Kennzeichnung von Verkehrsprogrammen (TP) bzw. Verkehrsstörungen (z. B. Staus, Unfälle, Sperrungen via TMC) möglich. Die Übertragung von alternativen Frequenzen (AF) in RDS ermöglicht die Abstimmung auf die am besten empfangbare Frequenz des aktuell gehörten Sendeprogramms. Das Radio wechselt hierfür bei einem schwächer werdenden Signal automatisch auf eine bessere Sendefrequenz der gleichen Station.

Traffic Announcement (TA) stellt Verkehrsfunkmeldungen in voreingestellter Lautstärke durch, auch wenn gerade andere Quellen (CD, SD oder anderen Medien) gehört werden oder das Radio stumm geschaltet ist. Außerdem wird innerhalb einer Senderkette automatisch von einem Nicht-Verkehrsfunksender auf den entsprechenden Verkehrsfunksender umgeschaltet (EON, Enhanced Other Network).

Die Richtigkeit der RDS-Informationen liegt dabei in Verantwortung der Betreiber der Rundfunkstationen. In Europa wird RDS bereits flächendeckend eingesetzt. Aber auch in anderen Weltregionen (z. B.: Nordamerika, China) spielt RDS gerade im Zusammenhang mit Sendername (PSN) und Verkehrsinformationen (TMC) eine immer größere Rolle.

Volkswagen Boardcomputer mit Fokus auf das Radio Data System

Radio-Navigationssystem  

Das Radio-Navigationssystem kombiniert Navigation mit Multimedia-Entertainment.

Darstellung des Radio-Navigationssystems im Boardcomputers des VW Passats

Rampenwinkel  

Der Rampenwinkel ist der Winkel, bis zu dem das Fahrzeug mit langsamer Geschwindigkeit über eine Rampe fahren kann, ohne dass es mit dem Unterboden auf der Rampenkante aufsetzt.

Schematische Darstellung des Rampenwinkel am Beispiel des Touareg

RDE  

Ergänzend zu WLTP wird in Europa nach dem RDE-Prüfverfahren gemessen. RDE steht für Real Driving Emissions (Reales Abgas-Emissionsverhalten). Im Gegensatz zu NEFZ und WLTP erfolgen die Emissionsmessungen nicht auf dem Prüfstand, sondern im laufenden Straßenverkehr. Die ermittelten Schadstoffemissionen während der Fahrt im Straßenverkehr nennt man Realemissionen.

RDE-Fahrzyklus
Bei der RDE-Messung wird ein Streckenmix mit zufälliger Beschleunigung und Abbremsung gefahren, der zwischen 90 und 120 Minuten in Anspruch nimmt. Das Fahrzeug ist mit einer PEMS-Messbox (Portable Emission Measurement System - mobiles Emissionsmessungssystem) ausgestattet. Dieses Gerät misst den Schadstoffausstoß (Stickoxide und Kohlenstoffmonoxid) zusammen mit den zugehörigen Motor-, Fahrzeug- und Umgebungsparametern auf einer vordefinierten Strecke. Durch die Verbindung mit GPS-Daten lässt sich ein genauer Zusammenhang zwischen Fahrsituation und Abgasergebnis feststellen.   

Siehe auch:
NEFZ
WLTP

Ein VW Golf fährt bei Dämmerung duch eine Stadt, Frontalansicht

Rear Seat Entertainment (RSE)  

Das Rear Seat Entertainment Volkswagen Exclusive bietet den Fondpassagieren multimediale Unterhaltung auf hohem Niveau. Die Hauptkomponenten sind ein TFT-Flachbildschirm im Dachhimmel oder zwei Bildschirme in den Kopfstützen der Vordersitze, ein DVD-Player und eine zusätzliche Bedieneinheit an der Mittelkonsole im Fond. An dieser befinden sich auch Kopfhöreranschlüsse, um die anderen Mitreisenden nicht zu stören sowie ein extra Video- und Audioeingang. Hier kann eine externe Quelle angeschlossen werden, zum Beispiel eine Spielkonsole.

Die Wiedergabe des DVD-Tons erfolgt entweder über Kopfhörer oder über die Lautsprecher der Radioanlage. Damit Fahrer und Mitreisende bei laufender DVD-Wiedergabe dennoch Radio hören können, ist auch ein separater Betrieb von Rear Seat Entertainment und Radiogerät möglich.

Grafische Darstellung von dem Bildschirm des Rear Seat Entertainments im VW Touareg

Recycling  

Recycling bedeutet Rückführung von Rohstoffen in den Materialkreislauf, das heißt deren Wiederverwendung in neuen Produkten.

Bei Automobilen lag der Recycling-Fokus bisher vor allem auf dem Metallanteil. Die Entwicklung geht jedoch zunehmend dahin, möglichst hohe Anteile des Gesamtfahrzeugs wieder zu verwenden. Die Recyclingfähigkeit eines Fahrzeugs wird heute bereits in der Konstruktionsphase berücksichtigt.
Vor jedem Abfall-Recycling steht bei Volkswagen der Gedanke, Abfälle zu vermeiden. Deshalb werden die meisten Bauteile, Materialien und Rohstoffe von den Lieferanten in Mehrwegverpackungen angeliefert. 95 Prozent aller Produktionsabfälle werden wiederverwertet. Darüber hinaus werden Stoffe und Materialien im Fahrzeug gekennzeichnet, um die eindeutige Zuordnung während des Recyclingprozesses zu erleichtern.

Ein Berg von mehreren alten Felgen

Regensensor

Der Regensensor von Volkswagen regelt automatisch die Wischhäufigkeit des Scheibenwischers je nach Regenintensität. Der Sensor im Fuß des Innenspiegels besteht aus mehreren Infrarot-Leuchtdioden und einer zentral angeordneten Fotodiode. Das von den Leuchtdioden ausgesandte Licht wird von der Windschutzscheibe auf den Fotosensor reflektiert. Je mehr Wassertropfen sich auf der Windschutzscheibe befinden, desto weniger Licht empfängt der Sensor. Diese Information wird an eine Steuerelektronik weitergeleitet, die die Wischfrequenz des Scheibenwischers entsprechend anpasst. Zusätzlich lässt sich die Sensibilität des Sensors über einen Wahlschalter individuell anpassen.

Der Regensensor ist so ausgelegt, dass weder kleine Schäden, Schmutz noch Alterung der Windschutzscheibe die Funktion beeinträchtigen. Der Fahrer kann sich voll und ganz auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren, ohne dass er die Wischfrequenz nachregeln muss. Dies ist besonders bei plötzlichen Sichtbehinderungen, wie zum Beispiel beim Überholen von LKW auf nasser Fahrbahn, ein deutlicher Vorteil.

Darstellung des Regensensors in der Frontscheibe des VW Up!'s

Reichweite

Die Reichweite bezeichnet die Distanz, die man bei vollständig geladener Batterie ohne Nachladen zurücklegen kann. Die tatsächliche Reichweite hängt in der Praxis von Fahrstil, Geschwindigkeit, Einsatz von Komfort- und Nebenverbrauchern, Außentemperatur, Anzahl Mitfahrer und Zuladung sowie Topografie ab.

Illustration einer Landkarte in Europa

Reifendruck-Kontrollsystem  

Das Reifendruck-Kontrollsystem informiert den Fahrer vor und während der Fahrt über den aktuellen Reifendruck. Dazu sind in jedem Rad (auch Reserverad) neben der Radelektronik Sensoren integriert. Per Funk sendet das Rad Signale an ein Steuergerät, das im Heckbereich platziert ist. Diese geben Aufschluss über Druck und Temperatur im Reifen. Um die einzelnen Reifen lokalisieren zu können, übermittelt jede Elektronik ihre eigene Kennung. Bei zu geringem Reifenfülldruck oder schnellem Druckverlust wird der Fahrer durch optische und/oder akustische Signale gewarnt.

Das Kontrollsystem unterstützt den Fahrer bei der Überwachung des Reifendrucks. Durch die permanente Kontrolle wird eine hohe Sicherheit gewährleistet. Mit dem richtigen Reifenfülldruck verlängert sich die Lebensdauer der Reifen und der Kraftstoffverbrauch sinkt.

Hinweis:
Das Reifendruck-Kontrollsystem kann den Fahrer jedoch nicht von seiner Fülldruck-Verantwortung entbinden.

Siehe auch:
Reifenkontrollanzeige

Darstellung des Reifendruck-Kontrollsystems in dem Multi-Funktions-Displays des VW Passats

Reifenkontrollanzeige  

Die Reifenkontrollanzeige arbeitet über die Raddrehzahlsensoren des ABS. Bei abnehmendem Reifenfülldruck verringert sich der Abrollradius des betreffenden Rades und es dreht bei gleicher Fahrzeuggeschwindigkeit schneller.

Die Reifenkontrollanzeige unterstützt den Fahrer bei der Überwachung des Reifenfülldrucks. Durch die permanente Kontrolle wird eine hohe Sicherheit gewährleistet. Durch den richtigen Reifenfülldruck verlängert sich die Lebensdauer der Reifen und der Kraftstoffverbrauch ist geringer.

Hinweis:
Die Reifenkontrollanzeige kann den Fahrer jedoch nicht von seiner Fülldruck-Verantwortung entbinden.

Siehe auch:
Raddrehzahlsensor
Reifendruck-Kontrollsystem

Abbildung der Kontollleuchte der Reifenkontollanzeige

Rekuperation (EGPE)

Bei der Rekuperation (Bremsenergie-Rückgewinnung) wird die beim Bremsen oder im Schubbetrieb freiwerdende Energie in elektrische Energie umgewandelt und in der Batterie gespeichert. Dies geschieht durch Umschalten des Antriebsmotors auf Generatorbetrieb. Die so zurückgewonnene Energie steht dann für kommende Beschleunigungsvorgängen wieder zur Verfügung oder kann elektrische Verbraucher speisen. Das entlastet den Motor und senkt den Verbrauch. Zum System gehört neben geeignetem Generator und Batterie ein intelligentes Batteriemanagement, das zusätzliche Überwachungsfunktionen für den Ladezustand der Batterie enthält.

Blick auf ein Infotainment-System, Anzeige der Rekuperation

Reparaturfreundlichkeit  

Die Reparaturfreundlichkeit ist ein wichtiges Kriterium im Konstruktionsstadium bei Volkswagen. Entscheidend ist dabei, welche Teile bei welcher Unfallform beschädigt werden und wie schnell und mit welchem Materialaufwand sich diese Beschädigungen reparieren lassen.

Eine hohe Reparaturfreundlichkeit wirkt sich in zweifacher Hinsicht positiv auf die Unterhaltskosten aus. Zum einen, weil davon Teilepreise und Arbeitslohn bei Reparaturen entscheidend beeinflusst werden, zum anderen richtet sich die Kasko-Einstufung beim Versicherer nach der Reparaturfreundlichkeit des entsprechenden Modells.

Transparenter Volkswagen mit sichtbaren Achsen

Rückfahrkamera „Rear View“

Die Rückfahrkamera „Rear View"" unterstützt den Fahrer beim Rückwärtsfahren. Das Kamerabild im Display des Radio- oder Radio-Navigations-Systems zeigt den Bereich hinter dem Fahrzeug an.

Bei einigen Modellen unterstützt „Rear View"" den Einparkvorgang zusätzlich, indem Fahrspuren über das Kamerabild geblendet werden. Diese zeigen, in welche Richtung das Fahrzeug mit der aktuellen Lenkradstellung fahren würde oder wann ein Lenkradeinschlag erfolgen muss. Je nach Ausstattungsvariante kann die Darstellung im Display variieren.

Das Fahrzeug lässt sich damit sicher an jedes Hindernis heranfahren – ganz gleich, ob es sich um einen Stoßfänger oder eine Bordsteinkante handelt. Auch das Ankuppeln eines Anhängers ist kein Problem mehr.

Darstellung der Rückfahrkamera im Boardcomputer des VW Polos

Rückhaltesystem  

Rückhaltesysteme haben die Aufgabe, im Innenraum der Fahrgastzelle das Verletzungsrisiko der Insassen zu minimieren. Das Rückhaltesystem für den Frontcrash besteht aus den richtig angelegten Sicherheitsgurten mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern, dem Fahrer- und Beifahrer-Airbag und ggf. einem Knieairbag, der Sicherheitslenksäule und den richtig eingestellten Sitzen und Kopfstützen.

Schematische Darstellung des Rückhaltesystems im VW Golf

S

Schaltsaugrohr  

Die für die Verbrennung im Motor notwendige Luft strömt durch das Saugrohr zum Einlassventil. An die Länge des Saugrohrs werden in unterschiedlichen Leistungszuständen des Motors unterschiedliche, eigentlich sich widersprechende Anforderungen gestellt. Nur so kann eine bei allen Drehzahlen möglichst hohe Einströmgeschwindigkeit der Luft und gute Füllung des Zylinders gewährleistet werden. Während in niedrigen Drehzahlen möglichst schnell Drehmoment bereitstehen soll, was am besten durch ein langes Saugrohr erreicht wird, erfordert die maximale Leistungsabgabe bei hohen Drehzahlen kurze Saugrohr-Bauformen. Das Schaltsaugrohr erfüllt durch ein elektronisch gesteuertes Klappensystem beide Anforderungen, indem die Luft bei niederen Drehzahlen über den langen Weg des Saugrohrs herangeführt wird, bei hohen Drehzahlen der kurze Weg verfügbar ist.

Abbildung des Schaltsaugohrs in einem Volkswagen

Schaltwippen

Für die mit fünf oder sechs Schaltstufen erhältlichen Automatikgetriebe mit Tiptronic gelten alle Vorteile und technischen Besonderheiten des Automatikgetriebes.

Die Tiptronic erlaubt nach Umschalten des Automatik-Wählhebels in eine zweite Schaltgasse (Tiptronic-Gasse) den manuellen Eingriff in den Automatikbetrieb. Die Gangstufen werden durch Drücken des Schaltknüppels nach vorne hoch- und durch Ziehen nach unten geschaltet. Die Schaltung erfolgt teilweise auch über Schaltpadels am Lenkrad.

Die Tiptronic bietet den Komfort einer Automatik sowie den Fahrspaß und die Sportlichkeit eines Schaltgetriebes. Für Sicherheit bei Überholvorgängen sorgt das automatische Hochschalten bei Erreichen der Drehzahlgrenze. Der sportliche Fahrer profitiert durch das Herunterschalten und Motorbremsen vor einer Kurve oder bei Bergfahrten.

Darstellung des Schaltwippen vom VW Golf A6 GTI Capriolet

Scheinwerferreinigungsanlage  

Bei der Scheinwerferreinigungsanlage spritzt eine elektrisch angetriebene Kreiselpumpe Wasser beziehungsweise Reinigungsflüssigkeit mit hohem Druck von außen auf die Scheibe des Scheinwerfers. Damit erhöht sich die Sicht bei Regen, Schnee und aufgewirbeltem Schmutz erheblich. Bei Xenon-Scheinwerfern ist die Reinigungsanlage gesetzlich vorgeschrieben.

Bei einigen Modellen werden diese in zwei Stufen seitenweise gereinigt. Beim Ausfahren der Waschdüsen löst der erste Reinigungsgang den Schmutz. Der zweite Gang spült die gelöste Verschmutzung ab. So wird das Leuchtfeld nur unwesentlich durch den Reinigungsvorgang beeinträchtigt und die optimale Wirkung der Reinigung auch bei hohen Geschwindigkeiten gewährleistet.

Seitenansicht des VW Golfs, Detail Scheinwerfer mit einer Scheinwerferreinigungsanlage

Schiebe-/Ausstell-Solardach  

Die im Solardach unter Glas eingelassenen Photovoltaik-Elemente produzieren bereits bei geringer Sonneneinstrahlung Strom und versorgen das Gebläse im Fahrzeug. Trotz ausgeschalteter Zündung kann der Innenraum so mit Frischluft versorgt und das Temperaturniveau im Wagen um bis zu 50 Prozent abgesenkt werden. Die Fahrzeugbatterie wird nicht belastet. Diese Kühl-Vorleistung erlaubt der Klimaanlage ein schnelleres Absenken auf die gewünschte Innentemperatur bei geringerem Energie- und Gebläseeinsatz.

Das Dach mit Schiebe-/Ausstell-Solardach eines Volkswagens von oben betrachtet

Schnellladung mit CCS /
High-Power-Charging / DC-Laden
 

CCS-Laden (Combined Charging System) ist der Standard für das Schnellladen in Europa. Die speziell dafür ausgerichteten CCS-Ladesäulen vereinen AC- und DC-Laden mit hoher Ladeleistung in einem System. Beim DC-Laden wird der Wechselstrom außerhalb des Fahrzeuges in Gleichstrom umgewandelt, zum Beispiel in der Ladestation. Der Vorteil: Beim Laden ist eine höhere Leistung möglich und die Ladevorgänge verkürzen sich dadurch automatisch.

Schräglenkerachse  

Ausgewogene Komfort- und Fahreigenschaften charakterisieren die Schräglenkerhinterachse. Bei der Schräglenkerhinterachse werden die Räder an Lenkern geführt, die sich beim Ein- und Ausfedern schräg zur Fahrzeug-Längsachse bewegen. Die kompakte Bauweise ermöglicht einen großen Gepäckraum.

Abbildung einer Volkswagen Schräglenkerachse

SCR-Katalysator  

Der SCR-Katalysator (Selective Catalytic Reduction) wandelt die Abgaskomponente Stickoxid (NOx) ohne Bildung von unerwünschten Nebenprodukten selektiv zu Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) um. Die Umwandlung erfolgt dabei unter Verwendung einer synthetisch hergestellten, wässrigen Harnstofflösung, z. B. AdBlue® (ISO 22241-1 / AUS 32), das in einem Zusatztank mitgeführt wird.

Je nach Fahrzeug muss der Kunde auch zwischen den Serviceintervallen den Betriebsstoff AdBlue® selbstständig oder durch die Vertragswerkstatt nachfüllen bzw. nachfüllen lassen. Die Dosierung richtet sich nach dem Abgasmassenstrom; das Motormanagement in Verbindung mit einem NOx-Sensor hinter dem SCR-Kat sorgt für die exakte Dosierung.

Abbildung eines Volkswagen SCR-Katalysators

Seitenaufprallschutz  

Aufgrund des geringen Deformationsraums an der Fahrzeugseite und der unmittelbaren Nähe des Insassen zum Unfallpartner sind die Gegebenheiten beim Seitencrash mit denen beim Frontalcrash nur schwer zu vergleichen. Anders als im Bereich der Front oder des Hecks bietet die Karosserie an dieser Stelle kaum Möglichkeiten, durch Materialverformung Energie aufzunehmen. Damit sich die Fahrgastzelle im Falle eines Crashs möglichst gezielt verformt, muss dieser Bereich daher besonders stabil gestaltet und die eingesetzten Rückhaltesysteme für den Einsatz in wenigen Millisekunden entwickelt werden.

Bei Volkswagen kommen an der Fahrzeugflanke verschiedene Schutzmechanismen zum Einsatz, die das Verletzungsrisiko nachhaltig verringern:

  • Seitenaufprallträger erhöhen die Steifigkeit der Türen und verteilen die bei einem Seitencrash auftretenden Energien.
  • Große Türüberdeckung mit den Säulen erhöht die Verformungssteifigkeit. Die bei einem Crash auftretenden Kräfte können so besser in den Unterboden und die Dachstreben abgeleitet werden.
  • Stabile A-, B- und C-Säulen sorgen für eine deformationsfeste Fahrgastzelle.
  • Stabile Querversteifungen im Fahrzeugboden zur Sicherstellung des notwendigen Überlebensraums.
  • Optimal abgestimmte Seitenairbags und Kopfairbags bilden das Rückhaltesystem beim Seitenaufprall.
Schematische Darstellung des Seitenaufprallschutzes in einem Volkswagen

Seitenwindkompensation  

Die Seitenwindkompensation verleiht der elektromechanischen Servolenkung (EPS) von Volkswagen ein Mehr an Komfort und Sicherheit. Dieses Komfortmerkmal unterstützt den Fahrer bei stetigem Seitenwind oder einseitig geneigter Fahrbahn. Registriert das Steuergerät der EPS ein stetes Gegenlenken durch den Fahrer, so stellt sich die Servolenkung automatisch darauf ein und kompensiert dieses. Dass der Fahrer nicht mehr aktiv gegenlenken muss, führt zu einer Entlastung und einem deutlichen Komfortgewinn.

Ein VW Polo fährt über eine Brücke

Sicherheitsgurt  

Das wesentliche Insassen-Schutzsystem ist der Dreipunkt-Automatiksicherheitsgurt.

Er hat die Aufgabe, die Insassen bei einem Unfall im Sitz zu fixieren, damit sie zusammen mit der Fahrgastzelle möglichst gleichmäßig abgebremst und nicht zu hohen, unkontrollierten Kräften ausgesetzt werden.

Die automatische Aufrollvorrichtung ermöglicht leichtes Anlegen und bietet den höchsten Tragekomfort bei unterschiedlichsten Körpergrößen und Sitzpositionen. Gurtstraffer kompensieren die Gurtlose, indem sie beim Aufprall den Gurt straffziehen, damit er eng am Körper anliegt. Der Gurtkraftbegrenzer verringert die maximale Gurtkraft und reduziert damit das Verletzungsrisiko der Insassen im Oberkörperbereich. Insbesondere bei Frontinsassen wird seine Wirkung durch das Zusammenspiel mit Gurtstraffern und Airbags unterstützt.

Abbildung des Sicherheitsgurts in einem VW Golf

Sicherheitslenksäule  

Die Sicherheitslenksäule verfügt über Elemente, die sich bei einer Kollision ähnlich einem Teleskop zusammenschieben können und somit ein Eindringen der Lenkung in den Innenraum verhindern. Teleskopgestänge und zusätzliche Gelenke sorgen beim Crash für eine weitgehende Entkoppelung der Lenkradbewegung von der Stirnwanddeformation.

Auf diese Weise wird die Verletzungsgefahr für den Fahrer verringert. Das Lenkrad und der Airbag behalten dadurch während eines Crashs, der einen bestimmten Schweregrad nicht überschreitet, eine definierte Position vor dem Fahrer. Eine integrierte Verschiebemechanik mit Dämpfungsfunktion senkt die Belastungen von Brust und Kopf, soweit das technisch möglich ist.

Siehe auch:
Rückhaltesystem

Abbildung der Sicherheitslenksäule in einem VW Scirocco

Sportsitze  

Sportsitze von Volkswagen erhöhen die Sicherheit und überzeugen durch ihren hohen Sitzkomfort sowie ihre ansprechende Optik. Die ausgeprägten Seitenwangen sorgen für guten Halt bei Kurvenfahrten und bewirken in extremen Fahrsituationen eine bessere Kontrolle über das Fahrzeug.

VW Golf Innenausstattung mit Sportsitzen

Sprachbedienung  

Mit der Sprachbedienung lassen sich zahlreiche Funktionen wie Telefon, Radio- oder Navigationssystem ganz komfortabel per Sprachanweisung bedienen. Zum Beispiel im Navigationsmodus: Einfach die Sprachbedienung per Knopfdruck am Lenkrad aktivieren, Adresse nennen und die Route wird automatisch berechnet.

Ist ein Telefon mit dem Infotainment-System gekoppelt, kann per Spracheingabe der genannte Name aus der Telefonliste gesucht und angerufen werden.  

VW Passat Lenkrad mit Fokus auf die Sprachbedienung

Spurhalteassistent „Lane Assist“  

Der aktive Spurhalteassistent „Lane Assist"" hilft innerhalb der Systemgrenzen, Unfälle durch ungewolltes Verlassen von der Fahrbahn zu vermeiden und stellt einen hohen Sicherheitsgewinn auf Autobahnen und gut ausgebauten Landstraßen dar. Falls sich andeutet, dass das Fahrzeug unbeabsichtigt die Spur verlässt, warnt „Lane Assist"" mit einem optischen Signal.

Fahrzeugabhängig lenkt „Lane Assist"" zudem kontinuierlich und weich gegen. Sollte die Gegenlenkkraft nicht ausreichen, um das Fahrzeug in der Spur zu halten, wird der Fahrer ebenfalls durch eine Vibration am Lenkrad gewarnt. Sobald das System längere Zeit keine deutliche aktive Lenkbewegung des Fahrers erkennt, signalisiert es im Kombi-Instrument akustisch und optisch eine sogenannte Übernahmeaufforderung und schaltet dann ab.

Das System erfasst ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h mittels einer Kamera im Bereich des Innenspiegels die Fahrbahnmarkierungen – dies gilt für durchgezogene Linien und Markierungen, die unterbrochen sind (wie Mittelstreifen). „Lane Assist"" erkennt die Spur auch dann, wenn es nur eine Markierung gibt. Darüber hinaus funktioniert die Erfassung auch bei Dunkelheit oder Nebel. Ohne erkennbare Fahrbahnmarkierungen arbeitet das System allerdings nicht. Der Spurhalteassistent reagiert ebenfalls nicht, wenn vor dem Überfahren einer Markierung der Blinker gesetzt wurde.

Der Fahrer kann „Lane Assist"" jederzeit mit geringem Krafteinsatz „überstimmen“ und wird nicht von seiner Verantwortung entbunden, das Auto bewusst zu fahren.

Ein VW Tiguan bei Nacht von oben betrachtet, fährt auf einer Straße. Die Sensorik des Spurhalteassistenten "Lane Assist" wird durch Linien dargestellt

Spurwechselassistent „Side Assist“  

Der Spurwechselassistent „Side Assist"" unterstützt den Fahrer beim Wechseln der Spur. Zwei Radarsysteme im Heck erfassen die Bereiche bis ca. 50 Meter hinter und im toten Winkel neben dem Fahrzeug.

Unabhängig von einem Spurwechsel zeigt „Side Assist"" alle Fahrzeuge an, die sich in einem für den Spurwechsel kritischen Bereich befinden. Das System weist den Fahrer durch ein konstantes Leuchten im jeweiligen Außenspiegel auf die potentielle Gefahr hin. Betätigt der Fahrer trotzdem den Blinker, fängt die jeweilige LED-Leuchte mit erhöhter Helligkeit an zu blinken und macht auf die Gefahr aufmerksam.

Anstatt den Fahrer mit unnötigen Warnungen abzulenken, wird stets die Differenz der Geschwindigkeiten berücksichtigt. „Side Assist"" signalisiert nur Fahrzeuge, von denen beim Spurwechsel tatsächlich eine Gefahr ausgehen könnte.

Der Spurwechselassistent arbeitet ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h und wird durch Knopfdruck aktiviert. „Side Assist"" ist die ideale technische Ergänzung zum Fahrzeug (Außenspiegel) und für den Fahrer (Schulterblick), um Gefahrensituationen beim Spurwechsel vorzubeugen und den Fahrer zu entlasten.

Zwei Volkswagen fahren bei Nacht auf einer Straße von oben betrachtet. Die Sensorik des Spurwechselassistenten "Side Assist" wird durch Linien dargestellt

Stabilisator  

Der Stabilisator besteht aus einem meist U-förmig gebogenen Rundstab von 10 bis 60 Millimetern Durchmesser. Der mittlere Teil des „U"" ist quer am Fahrzeugaufbau drehbar in Gummilagern befestigt, die abgewinkelten Enden sind mit der Radaufhängung verbunden. Somit wirken Hebelkräfte, die einseitig auftreten, ausgleichend auf die gegenüberliegende Seite.

Stabilisatoren verbessern Spurtreue und damit das Fahrverhalten eines Fahrzeugs. Gleichzeitig vermindern sie die Aufbauneigung der Karosserie und reduzieren seitliche Wankbewegungen. Die verbesserte Spurtreue macht Kurvenfahrten noch sicherer und komfortabler.

Standheizung und -lüftung  

Die Standheizung wärmt den Innenraum vor und sorgt im Winter für freie Scheiben. An heißen Tagen arbeitet die Standheizung als Standlüftung und pustet frische Außenluft in das parkende Fahrzeug.

Startzeit und Dauer der Heizphase lassen sich bequem im Kombiinstrument über den Lenkstockhebel einstellen. Neben der Aktivierung über die Timerfunktion kann die Standheizung auch über die Sofortheiztaste der Klimaanlage oder die Funkfernbedienung (Reichweite bis zu 600 Meter) eingeschaltet werden.

Die Voreinstellung im Kombiinstrument entscheidet, ob der Fahrzeuginnenraum geheizt oder bei warmen Außentemperaturen durchlüftet wird. Die Standheizung sorgt so schon vor der Fahrt für Wohlfühlklima im Auto, egal zu welcher Jahreszeit.

Siehe auch:
Klimaanlage

Ein Volkswagen von vorne betrachtet

Starkstromanschluss

Aus deutschen Haushaltssteckdosen fließt Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt. Möglich sind aber auch dreiphasige Anschlüsse mit 400 Volt – häufig auch als „Starkstrom“ oder „Dreiphasenwechselstrom“ bezeichnet. Er unterscheidet sich vom Strom aus gewöhnlichen Steckdosen durch eine höhere Spannung. Die Stromstärke im Haushalt ist üblicherweise mit entsprechenden Sicherungen auf 16 Ampere begrenzt.

Start-Stopp-System  

Das Start-Stopp-System schaltet den Motor bei Fahrzeugstillstand automatisch ab. Der Motor läuft nur, wenn er auch wirklich gebraucht wird. Der Fahrer fährt an eine rote Ampel und wartet bis zum Stillstand ab.

Anschließend schaltet er (wie gewohnt) in den Leerlauf und nimmt den Fuß von der Kupplung. Damit wird der Motor augenblicklich abgestellt. In der Multifunktionsanzeige erscheint der Hinweis „Start Stopp". Sobald die Ampel wieder gelb wird, tritt der Fahrer die Kupplung und der Motor startet. Der Hinweis „Start Stopp" erlischt.

Abbildung des Start-Stopp-Systems eines Volkswagens

Stauassistent  

Der Stauassistent nutzt bewährte Funktionen wie die automatische Distanzregelung ACC und den Spurhalteassistenten „Lane Assist", um ein komfortables Folgefahren im Stau zu ermöglichen. Bei zähfließendem Verkehr von 0 - 60 km/h reagiert das System auf andere Fahrzeuge und übernimmt innerhalb der Systemgrenzen und unter der ständigen Kontrolle des Fahrers das Lenken, Gas geben und Bremsen. Stockt der Verkehr, hält es das Fahrzeug sogar an und lässt es innerhalb einer gewissen Zeitspanne wieder losfahren. Im Unterschied zu einer reinen Distanzregelung (ACC) nutzt der Stauassistent eine Kamera hinter der Windschutzscheibe, die nach Fahrbahnmarkierungen Ausschau hält. Dadurch wird das Fahrzeug in der Spur gehalten. Der Stauassistent entlastet bei Stop-and-go-Verkehr und kann auf diese Weise helfen, typische Stauunfälle zu vermeiden.

Dreifahrzeuge stehen auf einer Straße, von oben betrachtet, im Stau. Die Sensorik des Stauassistenten wird durch Linien dargestellt

Steckdosen  

12-Volt-Steckdosen in der Mittelkonsole, im Fond oder im Gepäckraum ermöglichen den Anschluss mobiler Geräte. Auch eine 230-Volt-Steckdose ist für viele Modelle erhältlich.