Ein Batteriekomplex eines Elektroautos ist zu sehen, der aus vielen einzelnen Lithium-Ionen-Akkus besteht.
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Elektromobilität: Ressourcen beschaffen  

Die E‑Mobilität gilt als der Schlüssel zu einer nachhaltigen Mobilität. Für die Produktion von Elektroautos und insbesondere der Lithium-Ionen-Batterien braucht es allerdings spezielle Rohstoffe. Woher diese kommen, wie Volkswagen Verantwortung für Mensch und Umwelt übernimmt und was die Zukunft bringt.  (Bild: Adobe Stock)

 

Die E‑Mobilität gilt als der Schlüssel zu einer nachhaltigen Mobilität. Für die Produktion von Elektroautos und insbesondere der Lithium-Ionen-Batterien braucht es allerdings spezielle Rohstoffe. Woher diese kommen, wie Volkswagen Verantwortung für Mensch und Umwelt übernimmt und was die Zukunft bringt.  (Bild: Adobe Stock)

 

Das erfahren Sie hier über die Rohstoffe der E‑Mobilität:

  • Elektrofahrzeuge haben über den gesamten Lebenszyklus hinweg im Vergleich zu Verbrennern einen geringeren Gesamtenergiebedarf.
  • Die Vorkommen an Lithium und Kobalt sind so groß, dass der Bedarf auch künftig gedeckt werden kann.
  • Dennoch verfolgt Volkswagen das Ziel: Minimierung der kritischen Rohstoffe bis hin zur vollständigen Vermeidung in E‑Auto-Batterien.
  • Batterietechnologien der Zukunft sollen helfen, unabhängiger von Ressourcen zu werden.

Mit der Energiewende hat sich auch der Bedarf an Rohstoffen gewandelt: Es braucht zum Beispiel Seltene Erden statt Erdöl und Kobalt statt Kohle. Auch die Elektromobilität, die als der Schlüssel der Verkehrswende gilt, erfordert eine andere Ressourcenbeschaffung als noch für Verbrenner. Aber welche Ressourcen werden für die Produktion von Elektroautos benötigt? Woher kommen sie? Welche Konsequenzen haben diese Rohstoffbedarfe für die Umwelt? Gibt es Konzepte, die Beschaffung und Co. nachhaltiger zu gestalten? Und wie umweltbewusst ist es eigentlich, ein E‑Auto zu fahren?

Antworten auf diese Fragen verspricht unter anderem eine sogenannte Ressourcenbewertung, bei der in der Regel zwei Maße verwendet werden: der kumulierte Rohstoffaufwand sowie der kumulierte Energieaufwand – und damit der Energieaufwand, der insgesamt anfällt. Bei Letzterem machen Elektroautos im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor klar das Rennen. Warum das so ist? Dank des effizienten E-Motors mit hohem Wirkungsgrad brauchen Elektroautos deutlich weniger Energie zum Fahren. Zum Vergleich: E-Fahrzeuge kommen mit derselben Menge an Energie drei- bis viermal weiter als Verbrenner.  

Woher die Rohstoffe für E-Autos stammen

Vergleicht man Verbrenner mit Elektrofahrzeugen im Hinblick auf den kumulierten Rohstoffaufwand, haben derzeit noch Autos mit Verbrennungsmotoren die Nase vorn. Grund dafür ist, dass der Bedarf an Rohstoffen für die Produktion von E-Autos höher ist als bei konventionellen Fahrzeugen. Denn ihren Strom beziehen Elektroautos, wie der ID.3, der ID.4 oder der ID.5 von Volkswagen, aus einem Lithium-Ionen-Akku. Dieser bedeutet zum einen zusätzliches Gewicht und zum anderen werden eine Reihe spezieller Rohstoffe für dessen Produktion benötigt. Die Zellen der Auto-Akkus bestehen aus jeweils zwei Elektroden, einem Separator und Elektrolytflüssigkeit. Die Elektroden wiederum bestehen zum einen aus Graphit, zum anderen aus Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt. Bisher sind elektrochemische Speicher mit vergleichbaren Eigenschaften ohne diese Rohstoffe nicht produzierbar.

mehrere Kobaltsteine liegen auf einem weißen Untergrund.
Derzeit wird an weiteren Batterieinnovationen geforscht, um den Rohstoffverbrauch von Kobalt und anderen Bestandteilen zu reduzieren.  (Bild: Getty Images)

Über 50 Prozent des Lithiums, das weltweit benötigt wird, stammt aus Australien. Immer weniger kommt hingegen aus dem sogenannten südamerikanischen Lithiumdreieck. „Beim dortigen Lithiumabbau steht der Wasserverbrauch besonders im Fokus, da die Lithiumgewinnung aus Salzseen in einem ökologisch sensiblen Raum stattfindet. Kaum bekannt ist dabei, dass der Wasserbedarf für die Lithiummenge einer Antriebsbatterie für ein ganzes Fahrzeugleben nur etwas höher ist als für die Erzeugung von gut einem Kilogramm Rindfleisch. Jedoch kann auch dies ein Problem darstellen, wenn Wasser knapp ist“, heißt es im Bericht „Wie umweltfreundlich sind Elektroautos! Eine ganzheitliche BilanzOpens an external link“, herausgegeben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Die Hauptförderregion für Kobalt ist die Demokratische Republik Kongo, für Graphit China, für Mangan Südafrika, für Kupfer Chile und für Nickel Indonesien.

Mit neuen Technologien Ressourcen sparen  

Dass es irgendwann zu wenig Ressourcen gibt, ist laut BMUOpens an external link und mehreren Studien nicht zu befürchten. Denn das weltweite Vorkommen an Rohstoffen, die für die Elektromobilität relevant sind, ist so groß, dass der Bedarf ohne Schwierigkeiten gedeckt werden kann – selbst, wenn rund um den Globus die Nachfrage und Produktion von E-Autos und anderer Elektrogeräte deutlich steigen würde.  

Nichtsdestotrotz gilt es, die Ressourcenbeschaffung für die Elektromobilität so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Und auch das Thema Recycling spielt im Hinblick auf die E‑Mobilität und insbesondere auf E‑Auto-Akkus eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat das Bundesumweltministerium die Entwicklung von Recyclingverfahren für neue Komponenten gefördert. Darüber hinaus gibt es bereits Vorgaben für die Wiederverwertung von Batterien und Fahrzeugen. Laut BMU können etliche Maßnahmen dazu beitragen, den Bedarf an Rohstoffen zu senken. Dazu zählen neben Prozessfortschritten auch eine höhere Materialeffizienz, technologische Innovationen, die Nutzung von mehr erneuerbaren Energien in der Herstellung sowie Recycling. Gerade bei den Antriebsbatterien gibt es zudem bereits spannende Neuerungen und Innovationen: So forscht Volkswagen an den Batterie-Technologien der Zukunft und arbeitet unter anderem intensiv daran, die benötigte Menge Kobalt in den nächsten drei bis vier Jahren deutlich zu reduzieren. Denn langfristig verfolgt Volkswagen klar das Ziel, kritische Rohstoffe zunächst zu minimieren, um sie letztendlich vollständig in allen Produkten zu vermeiden.

Lithiumerz wird aus einem Rohr auf eine große Halde geschüttet.
Das Lithium für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien wird größtenteils in Australien gewonnen. (Bild: Getty Images)

Lieferketten so transparent wie möglich

Aber auch das Thema Lieferketten spielt eine bedeutende Rolle. Unternehmen sind in der Pflicht, genau zu prüfen, woher ihre Ressourcen stammen und unter welchen Umständen diese gefördert werden. VolkswagenOpens an external link ist sich dieser Verantwortung bewusst – in dem Wissen, dass für die Produktion von Fahrzeugen Rohstoffe benötigt werden, deren Förderung grundsätzlich ein Eingriff in bestehende Ökosysteme ist. Deshalb hat Volkswagen seine direkten Lieferanten in einem „Code of ConductOpens an external link“ vertraglich zu hohen Umwelt- und Sozialstandards verpflichtet und sie darin auch aufgefordert, insbesondere Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten auszuschließen.  

Aktuell kauft Volkswagen allerdings selbst keine Batterierohstoffe ein, sondern bezieht ausschließlich fertige Batteriezellen. Da zwischen Batterie und Mine in der Regel mehrere Verarbeitungsstufen und Zwischenlieferanten liegen, sind die Lieferketten sehr komplex. Volkswagen stellt sich dieser Herausforderung mit einem risikobasierten Ansatz. Der Konzern hat 2020 ein Rohstoff-Managementsystem eingeführt, durch welches Risiken für insgesamt 16 ausgewählte Rohstoffe in deren Lieferketten identifiziert und bearbeitet werden. Die 16 Materialien sind gegenwärtig die Batterierohstoffe Kobalt, Lithium, Nickel und Graphit, die Konfliktmineralien Zinn, Wolfram, Tantal und Gold sowie Aluminium, Kupfer, Leder, Glimmer, Platingruppenmetalle, Stahl, Naturkautschuk und die Seltenen Erden.  

Gemeinsam mit seinen Lieferanten möchte der Konzern die Transparenz in seinen Lieferketten erhöhen, die spezifischen Risiken identifizieren und Verbesserungsmaßnahmen entwickeln. Um das Material so gut es geht zurückzuverfolgen, werden auch Werkzeuge, wie sogenannte forensische Audits und diverse digitale Instrumente, genutzt. Volkswagen engagiert sich zudem in industrieübergreifenden Initiativen wie zum Beispiel der Drive SustainabilityOpens an external link, der Global Battery Alliance (GBA) und der Responsible Minerals InitiativeOpens an external link (RMI), um gemeinsam mit anderen Herstellern Risiken zu identifizieren, Standards zu setzen und Maßnahmen zur Verbesserung zu entwickeln. Bei Kobalt und Lithium setzt sich Volkswagen in den beiden Vor-Ort Projekten „Cobalt for Development“ und „Responsible Lithium Partnership“ ein, um die Situation für Menschen und Umwelt in Ländern wie dem Kongo und Chile maßgeblich zu verbessern.

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ID.4: Stromverbrauch (kombiniert): 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++
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Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.

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Volkswagen AG Disclaimer

1.
CO2-Emissionen werden – soweit möglich – unmittelbar bei Volkswagen vermieden und reduziert. Vorlieferanten werden entsprechenden zur Vermeidung und Reduktion verpflichtet. CO2-Emissionen, die bei Volkswagen und durch entsprechende Verpflichtungen in der Lieferantenkette nicht vermieden und reduziert werden können, werden in gleicher Höhe durch zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen.
  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis.

    Bitte beachten Sie auch unseren Konfigurator für eine Übersicht der aktuell verfügbaren Modelle und Ausstattungen.Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.
  • Bitte beachten Sie die allgemeingültigen Corona Regelungen. 
  • Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

    Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

    Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.

    Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+++, A++, A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben. Die hier gemachten Angaben beziehen sich jeweils auf die EG-Typgenehmigung des gewählten Modells und dessen Serienausstattung gem. Richtlinie 2007/46/EG. Von Ihnen im Zuge der Konfiguration gewählte Sonderausstattung kann dazu führen, dass Ihr konfiguriertes Modell aufgrund der gewählten Ausstattung einem anderen genehmigten Typ entspricht, als dies ohne gewählte Sonderausstattung der Fall wäre. Daraus können sich Abweichungen der Angaben für Ihr konfiguriertes Modell ergeben. Bei den angegebenen CO2-Werten handelt es sich um die Werte, die im Rahmen der Typgenehmigung des Fahrzeugs ermittelt wurden.