Eine Reihe von neu gebauten Familienhäusern in einer ländlichen Region.
Eine Reihe von neu gebauten Familienhäusern in einer ländlichen Region.
Eine Reihe von neu gebauten Familienhäusern in einer ländlichen Region.

Energieeffiziente Gebäude: ein Zuhause für die Elektromobilität

Treibhausgase lassen sich nicht nur auf der Straße reduzieren. Auch Immobilien bergen große Einsparpotenziale. Heute sind sie sogar in der Lage Energie zu produzieren – zum Beispiel für Elektroautos.

Treibhausgase lassen sich nicht nur auf der Straße reduzieren. Auch Immobilien bergen große Einsparpotenziale. Heute sind sie sogar in der Lage Energie zu produzieren – zum Beispiel für Elektroautos.

Das erfahren Sie hier:

  • Der Immobiliensektor hat den höchsten Energiebedarf.
  • Stellplätze neuer oder sanierter Immobilien müssen künftig mit Schutzrohren für Elektrokabel vorbereitet sein, damit Ladepunkte nachgerüstet werden können.
  • Über eine Photovoltaikanlage können Sie Ihr Elektroauto mit eigenem Solarstrom laden.

Gebäude benötigen die meiste Energie 

Geht es darum CO2-Emissionen zu reduzieren, konzentrieren wir uns oft nur auf die Mobilität. Ein wichtiges Thema, doch bei Weitem nicht der einzige Weg hin zur Energiewende. Der größte Energiekonsument in Deutschland und der Europäischen Union (EU) wird häufig übersehen: der Gebäudebereich. Zwischen 35 und 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs gehen auf Immobilien zurück. 

Energieeffiziente Neubauten allein können das nicht ändern. Deshalb ist die energetische Sanierung des älteren Gebäudebestandes wichtig. Denn er verbraucht bis zu fünf Mal mehr Energie als nach 2001 errichtete Häuser. Das liegt unter anderem daran, dass hierzulande 80 Prozent der Heizungen und Gebäudetechnik nicht auf dem neuesten Stand sind, zwei Drittel der Fassaden sind sogar ohne Dämmung. Der Deutschen Energie-AgenturOpens an external link (dena) zufolge wird jährlich allerdings nur knapp ein Prozent der Gebäude in Deutschland und der EU saniert. 

Energieeffizienz ist das Ziel: klimaneutral bis 2050

Um den Klimaschutz voranzubringen, will die Bundesregierung bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand vorweisen. Neben Wohnungen und Häusern für Privatpersonen schließt dieses Vorhaben sogenannte Nichtwohngebäude ein. Dazu zählen beispielsweise Schulen und Universitäten, Krankenhäuser, Hotels oder Büro- und Verwaltungsgebäude. Die Deutsche Energie-Agentur rechnet vor, dass der Primärenergiebedarf von Immobilien um 80 Prozent sinken müsste, um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen. Daher gilt es, die Energieeffizienz der Gebäude zu verbessern und den Anteil erneuerbarer Energien beim Strom- und Wärmeverbrauch zu erhöhen.

Die energetische Gebäudesanierung kostet Geld. Ökonomisch und ökologisch macht sich die langfristige Renovierungsstrategie aber bezahlt:

  • geringerer Energieverbrauch (oftmals weniger als halb so viel wie vor der Sanierung)
  • niedrigere Betriebskosten
  • mehr Wohnkomfort, zum Beispiel durch ein besseres Raumklima
  • nachhaltige Wertsteigerung des Wohnhause

 

Wie energieeffizient ist mein Gebäude? Orientierung bietet der Energieausweis

Auskunft über den energetischen Zustand eines Hauses gibt der Energieausweis. Er enthält allgemeine Angaben wie den Energieverbrauch des Gebäudes oder die darin verwendeten Heizstoffe. In neueren Ausweisen ist die Energieeffizienzklasse des Wohnhauses aufgeführt. Ähnlich wie bei Elektrogeräten reicht die Skala von A+ bis H. Sie gibt die Energieeffizienz des Gebäudes wieder, die anhand verschiedener Kennwerte ermittelt wird. Dadurch lässt sich das energetische Niveau besser vergleichen. Je niedriger die Klasse, umso höher sind üblicherweise Heizkosten und CO2-Emissionen.

Eine grün leuchtende Neonlampe in Form eines Hauses.

Wird das Gebäude energetisch saniert, kann es innerhalb der Effizienzklassen aufsteigen. Zum Beispiel, indem die Gebäudehülle modernisiert oder die Heizung ausgetauscht wird; ebenso sinnvoll sind neue Fenster. Auf diese Weise lassen sich CO2-Einsparungen erzielen, die benötigte Energie wird effizient genutzt. 

Förderung durch die KfW

Heute kann ein Gebäude so gebaut werden, dass es im Jahr mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Solche Bauten werden Plusenergiehäuser genannt. Für effiziente Gebäude gibt es weitere Bezeichnungen wie Passiv-, Nullenergiehaus oder energieautarkes Haus. Wer seinen Altbau energieeffizienter und damit fit für die Zukunft machen möchte, kann sich am Begriff Effizienzhaus orientieren. Das ist ein Qualitätszeichen, das von der Deutschen Energie-Agentur zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entwickelt wurde. Die KfW nutzt dieses Siegel im Rahmen ihrer Förderprogramme „Energieeffizient Bauen“ und „Energieeffizient Sanieren“. Unterstützung erhalten Hausbesitzer_innen dabei in Form von Darlehen und ZuschüssenOpens an external link.

Elektromobilität zieht mit ein

Elektroautos tragen dazu bei, die CO2-Emissionen im Verkehr zu senken und die Luftqualität zu verbessern. Um die nötige Infrastruktur zu gewährleisten, sollen daher Ladepunkte auf Parkplätzen von Wohn- und Nichtwohngebäuden gefördert werden. Eine entsprechende EU-Gebäuderichtlinie ist im Gebäude-Elektromobilitätsinfrastrukturgesetz (GEIG) aufgegangen.

Dieses Gesetz sieht vor, dass bei Neubau beziehungsweise größerer Renovierung von Gebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen Schutzrohre für Elektro- und Datenleitungen verbaut werden müssen. In Wohngebäuden gilt diese Vorgabe für jeden Stellplatz, in Nichtwohngebäuden für jeden fünften. Dafür muss hier mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. 

Die Elektromobilität soll bei Immobilien also von Anfang an mitgedacht werden. So fügt sie sich noch besser in den Alltag ein, und Elektroautos werden attraktiver. 

Eine leere Tiefgarage mit Parkplätzen für Elektroautos.
In Zukunft soll in neuen oder sanierten Gebäuden zumindest die Vorverkabelung für Ladestationen gegeben sein.  

Solare Wallbox: günstig und umweltbewusst

Wenn Sie neben Ihrem Zuhause das Elektroauto mit Solarstrom aus der Photovoltaikanlage versorgen, steigert das die Energieeffizienz des Gebäudes. Eine Ladevariante, die weitere Vorteile bringt:

  • Der eigene Solarstrom ist meist günstiger als die Energie aus dem Netz.
  • Das E‑Auto fährt mit grünem Strom aus erneuerbaren Energien. 
  • Sie erhöhen zu Hause den Eigenverbrauch, wodurch sich die Solaranlage eher rechnet. Außerdem sinkt die staatliche Einspeisevergütung. Wer den Strom also selbst verbraucht, anstatt ihn ins Netz einzuspeisen, hat auch finanziell mehr davon.
  • Die eigene Solar-Ladesäule ermöglicht intelligentes sowie schnelles Laden und erspart den Weg zum nächsten öffentlichen Ladepunkt.

Mit einem Stromspeicher können Sie die Energie sammeln und flexibel nutzen, zum Beispiel, um das E‑Auto nachts aufzuladen. Eine Notstromfunktion ist damit ebenfalls möglich. 

Schon bald kann das eigene E‑Auto auch als Stromspeicher dienen. Die große Batterie wird aufgeladen und bei Bedarf gibt sie Energie zurück ans Haus. Das nennt man bidirektionales Laden. Nicht immer muss das Auto komplett vollgeladen losfahren, aber das lässt sich alles über das Lademanagement programmieren. 

Ob ausreichend Solarenergie für das Elektroauto zur Verfügung steht, hängt von zwei Faktoren ab: der Größe der Photovoltaikanlage und dem Stromverbrauch der Elektrogeräte im Haus. An beiden Stellschrauben kann man etwas drehen, um die Strommenge für die Wallbox zu optimieren. Doch wie viel braucht man im Jahr? Das hängt auch von der Fahrleistung und dem Verbrauch des Elektroautos ab. Eine Beispielrechnung zur groben Orientierung: Wenn Sie mit Ihrem E‑Auto jährlich etwa 10.000 Kilometer fahren, benötigen Sie eine Solaranlage mit rund 1,7 Kilowatt-Peak Höchstleistung. Das entspricht ungefähr einer Dachfläche von 10 Quadratmetern.

Eine junge Frau schließt ein Ladekabel an ihr Elektroauto an, im Hintergrund eine Solaranlage.
Erneuerbare Energien spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz. Sie sollen die Elektromobilität noch grüner machen.  

Bei der KfW können Sie eine Förderung der Wallbox beantragen, wenn Sie dafür ÖkostromOpens an external link beziehen oder die Energie aus der eigenen Photovoltaikanlage nutzen. Der Antrag muss vor dem Kauf der Wallbox gestellt werden. Förderberechtigt sind nur Ladestationen an privat genutzten Stellplätzen von Wohngebäuden. Ferner muss die Wallbox fabrikneu, intelligent und steuerbar sein sowie durch ein Fachunternehmen eingerichtet werden. Eine Liste, welche Wallboxes konkret gefördert werden, und die Förderbedingungen gibt es auf der WebsiteOpens an external link der KfW. Dann gibt es für den Kauf und die Installation 900 Euro Zuschuss pro Ladepunkt, zurückzuzahlen brauchen Sie das Geld nicht. Das Angebot richtet sich an Eigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften, an Mieter und Vermieter.

1.
ID.4: Stromverbrauch kombiniert: 16,9–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+
2.
Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.
3.
Tiguan eHybrid: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,6; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 13,8; CO₂-Emission in g/km: kombiniert 35; Effizienzklasse: A+

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