Ein Blick über die Schulter eines Rennfahrers mit rotem Helm auf der Fahrstrecke.

Formel E vs. Formel 1: die größten Unterschiede beider Rennserien

Dass sich der Antrieb von Formel-E- und Formel-1-Boliden grundlegend unterscheidet, liegt in der Natur der Sache. Doch auch sonst sind die Serien alles andere als identisch. Wir vergleichen Autos und Teams von Grand Prix und E-Prix. (Bild: Adobe Stock)

Dass sich der Antrieb von Formel-E- und Formel-1-Boliden grundlegend unterscheidet, liegt in der Natur der Sache. Doch auch sonst sind die Serien alles andere als identisch. Wir vergleichen Autos und Teams von Grand Prix und E-Prix. (Bild: Adobe Stock)

Die Formel E …

  • ... gibt, anders als die Formel 1, einheitliche Chassis für alle Teams vor. 
  • ... veranstaltet Training, Qualifying und Rennen an einem einzigen Tag. 
  • ... genießt erst seit der Saison 2020/21 Weltmeisterschaftsstatus, während die Weltmeisterschaft in der Formel 1 seit 1950 ausgefahren wird.

Formel E und Formel 1 gegenüberzustellen, sei schwierig, betonen Fahrer und Funktionäre. Schließlich verfolgen beide Rennserien unterschiedliche Ansätze. In der Formel 1, der „Königsklasse des Motorsports“, geht es um gigantische Investitionen in das beste Fahrzeug, um Glamour, um Rennen mit Benzingeruch und Motorenlärm. Die Formel E dagegen möchte den Fans das gesamte Potenzial elektrischer Antriebe vorstellen – und das so nachhaltig wie möglich. Bei einem Vergleich beider Serien sollte man die jeweilige Ausrichtung daher stets im Hinterkopf behalten. 

Die Autos: PS-Monster vs. Schwergewicht 

In der Formel 1 baut jedes Team sein eigenes Auto. Das ist zur Saison 2021 etwa fünf Meter lang, zwei Meter breit und 96 Zentimeter hoch. Inklusive Fahrer bringt es ein F1-Bolide auf ein Mindestgewicht von 752 Kilogramm. Mit beinahe 1.000 PS beschleunigt er innerhalb von 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Der Geschwindigkeitsrekord datiert aus dem Jahr 2016. In Mexiko erreichte Valtteri Bottas bei einer offiziellen FIA-Messung 372,5 km/h. Während eines Rennens schluckt ein Formel-1-Auto 45 Liter Treibstoff auf 100 Kilometern – das entspricht 374 kWh. 

Deutlich sparsamer kommt ein Formel-E-Rennwagen daher. Auf 100 Kilometern verbraucht er gerade einmal 56 kWh, und das bei stolzen 900 Kilogramm Gewicht inklusive Fahrer. Die verteilen sich auf 5,16 Meter Länge, 1,77 Meter Breite und 1,05 Meter Höhe. Die Chassis in der Formel E sind für alle Teams gleich, ebenso Batterien und Reifen. Entwicklungsspielraum gibt es dagegen beim Elektromotor, bei Inverter, Getriebe und Hinterradaufhängung sowie bei der Software. 

Mit einer Leistung von „nur“ 340 PS (250 kW) beschleunigt ein Formel-E‑Auto annähernd so gut wie seine F1-Pendants: Von null auf 100 km/h geht es in 2,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 240 km/h niedriger als in der Formel 1 – auch, weil beim Fahren auf engen Straßenkursen kein höheres Tempo möglich ist. Während eines Formel-E-Rennens steht den Fahrzeugen dann eine maximale Leistung von 270 PS (200 kW) zur Verfügung.

Die Fahrer: Starkult vs. Ausgeglichenheit 

Die Formel 1 bringt immer wieder absolute Superstars des Motorsports hervor. Aktuell ist Lewis Hamilton das Maß aller Dinge. Neben dem Briten, der bis 2020 sieben Weltmeistertitel eingefahren hat, begeistern auch Piloten wie Sebastian Vettel (jüngster Weltmeister, Stand September 2021) oder Max Verstappen. Aber: Es gibt deutliche Leistungsunterschiede im Teilnehmerfeld, neben einigen Topfahrern sind auch einige „Mitfahrer“ dabei. 

Die Formel E dagegen steht seit ihrer Gründung für Ausgeglichenheit. Im Zeitraum zwischen der ersten Saison 2014 und der Saison 2021 erlebten die Fans sechs verschiedene Meister. Lediglich Jean-Eric Vergne gelang das Kunststück, zweimal den Titel zu holen (2017/18 und 2018/19). Und auch, wenn es in der Formel E noch nicht den ganz großen Starkult gibt, haben Fahrer wie Sebastien Buemi (Meister 2015/16), Lucas di Grassi (Meister 2016/17), Stoffel Vandoorne oder Mitch Evans ihre Klasse im Motorsport bereits bewiesen. 

Ein Rennwagen bei hoher Geschwindigkeit auf einer Rennstrecke.
Mit einer Leistung von 340 PS (250 kW) sind Formel-E-Autos in Sachen Beschleunigung nahezu gleichauf mit ihren F1-Pendants: Von null auf 100 km/h geht es in 2,8 Sekunden. (Bild: Adobe Stock)

Die Teams: zwölf vs. zehn 

In der Formel E sind zur Saison 2021/22 zwölf Teams am Start, die meisten davon gehören zu einem bestimmten Hersteller. Pro Saison sollen Formel-E-Teams über ein Budget von 30 bis 40 Millionen Euro verfügen. 

In der Formel 1 wäre ebenfalls Platz für zwölf Teams, allerdings kommt man dort schon seit Jahren mit zehn aus. Darüber hinaus fahren die Rennställe mit Motoren von lediglich vier Herstellern. Zur Saison 2021/22 wurde das Budget für die Teams erstmals gedeckelt, auf 145 Millionen US-Dollar. Nicht darin enthalten sind u. a. die Kosten für Marketing oder das Gehalt für Fahrer. 

Die Rennen: permanente Strecke vs. Innenstadt 

Ein Rennwochenende in der Formel 1 beginnt mit dem Medientag am Donnerstag. Es folgt das Training am Freitag sowie Training und Qualifying am Samstag. Das Rennen selbst, der Grand Prix, findet sonntags statt. Schauplatz ist meist eine permanente Rennstrecke. Eine Ausnahme bildet etwa das Formel-1-Rennen in Monte Carlo – der Große Preis von Monaco ist ein Stadtkurs.

Im Fürstentum bestritt die Formel E 2021 zum ersten Mal ein Rennen. Ansonsten fahren die Rennwagen inmitten einiger der aufregendsten Metropolen der Welt – von New York City über London und Marrakesch bis hin zu Berlin. Der gesamte E-Prix dauert nur einen Tag, an dem Training, Qualifying und Rennen über die Bühne gehen. Bei sogenannten Double-Headern wiederholt sich der Ablauf inklusive Rennen am Folgetag noch einmal.

Die Saison: Weltmeisterschaft als Ziel

Die Formel-1-Weltmeisterschaft wird seit 1950 ausgetragen, seit 1980 unter dem Namen FIA Formula One World Championship. Zur Saison 2021 besteht sie aus 22 Einzelrennen. Opens an external link

In der Formel E umfasste der Rennkalender 2020/21Opens an external link insgesamt 15 E-Prix, bis auf Monaco alle als Doubleheader. In dieser Saison wurde erstmals ganz offiziell um den Weltmeistertitel der FIA gefahren. Zuvor ging es lediglich um die FIA-Formel-E-Meisterschaft. Den ersten Weltmeistertitel der Formel E schnappte sich Nyck de Vries beim Finale in Berlin. 

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