Ein norwegisches Dorf in der Dämmerung, direkt am Wasser, im Hintergrund Berge
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Norwegen hängt bei der Elektromobilität alle ab

„Elbil“ heißt das Elektroauto auf Norwegisch, erkennbar an den Buchstabenkombinationen EL, EK oder EV auf den Nummernschildern. Wer einmal die Kennzeichen der vorbeifahrenden Autos auf den Hauptstadtstraßen oder an einer der vielen Ladesäulen beobachtet, erkennt im Land schnell die rasende Entwicklung in Sachen Elektromobilität.

 

„Elbil“ heißt das Elektroauto auf Norwegisch, erkennbar an den Buchstabenkombinationen EL, EK oder EV auf den Nummernschildern. Wer einmal die Kennzeichen der vorbeifahrenden Autos auf den Hauptstadtstraßen oder an einer der vielen Ladesäulen beobachtet, erkennt im Land schnell die rasende Entwicklung in Sachen Elektromobilität.

 

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  • In Norwegen werden schon heute deutlich mehr Elektroautos als Verbrenner zugelassen.
  • In Norwegen müssen E-Autofahrer derzeit beim Kauf eines E-Autos keine Mehrwertsteuer zahlen.
  • Elektroautos genießen in Norwegen viele Vorteile: Es fällt keine City-Maut an und sie laden gratis.

Das Wachstum der Elektro-Flotte in NorwegenOpens an external link kann man gut auf der Internetseite ElbilstatistikkOpens an external link beobachten. Hier registrieren Neuwagen-Besitzer ihr Elektrofahrzeug. Vor sieben Jahren waren es gerade mal 10.000 Autos. Im Juni 2021 liegt der Zähler bei knapp 410.000 – das macht bei einem Gesamtbestand von rund drei Millionen Fahrzeugen bereits über 13 Prozent Marktanteil. Schon lange hat das E‑Auto bei Neuzulassungen die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor im Land überholt. Alleine im April 2021 wurden in dem nordeuropäischen Land mehr als 9.000 neue Elektro-Pkw zugelassen, fast doppelt so viele wie im Mai des Vorjahres.

Stromnetz hält dem Ansturm an E-Autos stand

Mit hohem Engagement hat das nordeuropäische Land in den vergangenen Jahren den Umbau hin zur Elektromobilität bewerkstelligt. Gelassen wurde abgewartet, ob sich kritische Prognosen wirklich bestätigen. Die bewahrheiteten sich in der Praxis nicht: Weder ist das Stromnetz angesichts der wachsenden Zahl von E-Mobilen zusammengebrochen, noch sind Elektrofahrzeuge massenhaft wegen leerer Batterien liegengeblieben.

Da erscheint das vom Parlament ausgegebene Ziel realistisch, dass ab 2025 überhaupt keine neuen Pkw und leichten Lastwagen mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden sollen. Man kann also mit Fug und Recht feststellen: In Norwegen ist das Elektroauto in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es hat längst die Pionierrolle verlassen und sich zu einem Massenmarkt entwickelt. Und das E‑Auto macht die Menschen glücklich: Wer eines besitzt, wird bereitwillig zum Botschafter für Elektromobilität, das haben Umfragen ermittelt.

91 Prozent sind mit ihrem Elektroauto zufrieden

Danach sind 91 Prozent „positiv vom Elektromobil überrascht“ und nur zwei Prozent „sehr unzufrieden“. Bei immerhin einem Drittel der Befragten wurde das Elektrofahrzeug nicht nur als Zweitwagen angeschafft, sondern löste den Wagen mit Verbrennungsmotor vollständig ab. Und da der Strom zu 100 Prozent aus sauberer Wasserkraft stammt, verbessert dies zusätzlich die CO2-Bilanz.

Ein künstlicher See, fotografiert vom Staudamm
Wasserkraft ist die Hauptenergiequelle der Norweger.

Mehrwertsteuer-Verzicht macht Elektroautos günstiger als Verbrenner

Der Umstieg zum alternativen Antrieb wurde ohne Verbote erreicht. Vielmehr setzte der reiche norwegische Staat lieber auf Anreize. So finanziert die alte Energie mit sprudelnden Erlösen aus Nordsee-Öl die Verkehrswende. Durch die Befreiung von Einfuhrabgaben und Mehrwertsteuer sind E-Fahrzeuge in der Anschaffung meist sogar preiswerter als vergleichbare Benzin- oder Diesel-Modelle. Weitere Vorteile des lokal CO2-freien Antriebs: anfangs keine, inzwischen nur die halbe Kfz-Steuer, bei Maut-Zonen oder Fähren sind die Tarife niedriger oder gleich kostenlos. In vielen Städten kann man frei parken und dabei sogar die Batterie an einer Stromstation laden, ohne bezahlen zu müssen. Das spart Geld und unterstützt den E-Boom.

Keine City-Maut und auf der Busspur ohne Stau fahren

Beim Fahrversuch in der Hauptstadt sind die Vorteile spürbar. Wo Verbrenner bei der Fahrt in die Metropole mit einer Maut von 4,40 bis 5,90 Euro zur Kasse gebeten werden, rollen E-Autos kostenlos durch die elektronischen Schranken. Und in der Rushhour darf man in einem Elektroauto, in dem wenigstens zwei Personen sitzen, auf den Busspuren schnell am Stau der anderen Verkehrsteilnehmer vorbeifahren. Vorteile, die beim Kauf eines Elektromobils eine ausschlaggebende Rolle spielen.  

Kein Wunder, dass sich so die Regionen Bergen und Oslo mit ihren vielen Mautstrecken zu den beiden Hochburgen für Elektromobilität in Norwegen entwickelt haben. Allein in der Hauptstadt fahren inzwischen mehr als 50.000 Fahrzeuge elektrisch.

54 Prozent reine Elektroautos in Norwegen, 6,7 Prozent in Deutschland

Beim Marktanteil der Elektroautos kann weltweit kein anderes Land Norwegen das Wasser reichen. 54 Prozent aller im Jahr 2020 neu zugelassenen Autos sind reine E-Autos, eine atemberaubende Entwicklung der vergangenen Jahre.

Doch auch in ganz Europa tut sich etwas: 2020 hat der Kontinent erstmals China bei den elektrischen Neuzulassungen (inkl. Hybrid) überholt. 1,34 Millionen E-Fahrzeuge wurden 2020 in China neu zugelassen, 1,4 Millionen waren es in Europa. Ganz vorne übrigens Deutschland: Mit rund 398.000 Neuzulassungen von extern aufladbaren Fahrzeugen liegt Deutschland bei den absoluten Zahlen nun auf Platz zwei weltweit. Der Marktanteil von reinen Stromern ist mit 6,7 Prozent aber noch ausbaufähig.

Vorteile für Elektroautos sorgen inzwischen für Staus

Norwegen ist inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem die staatlichen Förderungen für E-Autos in Frage gestellt werden. Dass die Menge der nachhaltigen Fahrer manchmal selbst für stockenden Verkehr auf den Bus- und Taxispuren sorgt, führt zu Kritik. Außerdem setzt sich die Überzeugung durch, dass die Elektromobilität mittlerweile eine steigende finanzielle Belastung verkraften kann. Also wird seit 2019 der halbe Kfz-Steuersatz für ein Elektrofahrzeug erhoben.

 

Verkehrslichter in Oslo bei Nacht
In Oslo werden angesichts der Menge an E-Fahrzeugen deren Privilegien langsam reduziert.

In Oslo steht auch der bisher von der Stadt bezahlte Ladestrom zur Debatte. 1.300 Ladesäulen im Stadtgebiet werden sukzessive umgerüstet. Eine Stunde Laden soll dann samt Parkplatz tagsüber rund einen Euro kosten, in der Nacht nur die Hälfte – was die E‑Mobilität im Vergleich zu Benzin oder Diesel noch immer konkurrenzlos preiswert macht.

Auch in den kalten Landesteilen wird auf E‑Mobilität gesetzt

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Norwegen kommt zügig voran. Die aktuelle Statistik (Stand 2020) weist 16.000 öffentliche Ladestationen aus und das Netz wird weiter ausgebaut. Ziel ist es, dass die Norweger dann auf Autobahnen und Hauptstraßen alle 50 Kilometer eine Möglichkeit zum „Hurtigladere“ finden. Hier müssen neben zwei Schnellladern auch zwei 22 kW-Lader bereitstehen.

Neben den öffentlichen Ladestationen bieten außerdem norwegische Supermarktketten die Möglichkeit, während des Einkaufs die Akkus im Fahrzeug aufzufüllen. Sogar in der dünn besiedelten und meist kalten Finnmark im hohen Norden werden Schnellladestationen installiert. Denn auch unter diesen für Batteriemobilität eher ungünstigen Bedingungen haben die E-Autos inzwischen einen Anteil von fünf Prozent erreicht.

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ID.4: Stromverbrauch kombiniert: 16,9–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+
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1.
Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.
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