llustration eines Familienhaueses, mit einer Windkraftanlage im Garten und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, in dessen Garage ein E-Auto lädt.

Private Windkraftanlagen: Lohnt sich selbsterzeugter Windstrom?

Wenn es um die Stromversorgung eines Smart Home und die passende Wallbox für ein Elektrofahrzeug geht, wird schnell über Photovoltaikanlagen gesprochen. Sonnenenergie vom eigenen Dach ist für viele Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos eine gute Option. Was aber ist mit der Windkraft? (Bild: Adobe Stock)

Wenn es um die Stromversorgung eines Smart Home und die passende Wallbox für ein Elektrofahrzeug geht, wird schnell über Photovoltaikanlagen gesprochen. Sonnenenergie vom eigenen Dach ist für viele Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos eine gute Option. Was aber ist mit der Windkraft? (Bild: Adobe Stock)

Wer darüber nachdenkt, sein Elektroauto mit eigenem Windstrom zu laden, sollte beachten:

  • Ein Mini-Windrad im Garten reicht für ein E‑Auto kaum aus.
  • Der Ertrag einer privaten Windkraftanlage hängt stark vom jeweiligen Aufstellort ab.
  • Vertikale Windräder könnten für dicht besiedelte Gebiete interessant werden.

In Deutschland ist grüner StromOpens an external link auf dem Vormarsch. Bei den erneuerbaren Energien spielt Windkraft eine wichtige Rolle: Im Jahr 2020 wurden an Land (Onshore) und auf See (Offshore) 23,5 Prozent des gesamten Bruttostroms durch Windenergie erzeugt. Zum Vergleich: Photovoltaik (PV) trug lediglich neun Prozent bei. Aus der Führungsposition der Windkraft gegenüber der PV-Technologie sollte jedoch nicht vorschnell ein Vorteil für die private Nutzung abgeleitet werden.

Bei den heute aktiven Windrädern handelt es sich fast durchweg um sehr große Anlagen, die den erzeugten Strom ins öffentliche Netz speisen. So erklärt sich auch der hohe Anteil der Windenergie am deutschen Strommix. Bei kleinen Windenergieanlagen verhält es sich allerdings etwas anders: Sie sind bisher eher ein Nischenprodukt und der Markt ist unübersichtlich.  

Ähnliches gilt für den rechtlichen Rahmen. Denn auch wenn immer mehr Bundesländer Windkraftanlagen bis zu einer Höhe von zehn Metern ohne Genehmigung erlauben, sollte beachtet werden: In jedem Bundesland herrschen andere Regeln.

Private Windkraftanlage: Leistung und Größe

Als Kleinwindanlagen werden Installationen mit einer Nennleistung von weniger als 100 Kilowatt (kW) bezeichnet. Ihre Höhe ist baurechtlich auf maximal 50 Meter begrenzt. Die meisten Kleinwindanlagen unterschreiten diese Werte jedoch deutlich: Sie haben eine Leistung unterhalb von 30 kW und übersteigen nur selten eine Höhe von 30 Metern. Als Betreibende solcher kleinen Anlagen kommen sowohl Industrie- und Gewerbebetriebe als auch Privatleute in Frage.

Häufig wird bei kleinen Windkraftanlagen für den privaten Gebrauch als Nennleistung rund fünf Kilowatt (kW) angegeben. Der typische Aufbau sieht wie folgt aus: An einem 15 Meter hohen Mast dreht sich ein etwas mehr als fünf Meter großer Rotor im Wind. Kleinere Windräder bieten zu wenig Ertrag für Wohnhäuser oder das Laden eines E-Autos und kommen daher lediglich für abgelegene Wochenendhäuschen oder bei Segelschiffen zum Einsatz.

Doch nicht nur die Größe der Windkraftanlage entscheidet über ihren lohnenswerten Betrieb. Anders als bei privaten Photovoltaikanlagen ist bei Windkraft eine pauschale Angabe zur durchschnittlichen jährlichen Stromproduktion kleiner Windkraftanlagen kaum möglich. Das liegt am unsteten Charakter des Windes.

Windstarke Lage als Grundvoraussetzung

Die Windstärke am Standort der Anlage entscheidet darüber, ob sich ein privates Windrad lohnt. Eine Anlage mit 5 kW Leistung kann pro Jahr zwischen 2.500 und 10.000 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen. Verglichen mit einer Photovoltaikanlage, die pro Kilowatt Leistung durchschnittlich 1.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt, klingt das nach gar nicht mal so wenig. Doch das Problem mit dem Wind ist: Wenn er nicht weht, fließt auch kein Strom.

Die Rechnung ist simpel: Selbst die beste Anlage kann niemals mehr Energie aus dem Wind herausholen, als drin ist. Eine verdoppelte Windgeschwindigkeit bringt zwar den achtfachen Ertrag, allerdings reduziert er sich entsprechend bei halber Windgeschwindigkeit auf ein Achtel.

Schon ein Haus oder ein Baum in der Hauptwindrichtung können ein ernstzunehmendes Hindernis darstellen. Auf Grundstücken inmitten von Wohngebieten herrschen häufig unzureichende Windverhältnisse.

Statt Mast im Garten: Installation auf dem Dach?  

Eine kleine Windkraftanlage auf dem Dach eines Wohnhauses
Auf dem Dach eines Hauses können nur sehr kleine Windkraftanlagen installiert werden. (Bild: Adobe Stock)

Für die private Solaranlage ist die Installation auf dem Hausdach der Standard. Für Windkraftanlagen gelten hier andere Empfehlungen. Denn die Nachteile einer Montage auf dem Dach eines Gebäudes überwiegen: Verwirbelungen durch die Hauswand verhindern eine stetige Windgeschwindigkeit, die Dachstatik setzt der Größe des Windrads enge Grenzen und durch die Vibrationen des Rotors können sich störende Geräusche auf die Wohnräume übertragen.

Alternativer Ansatz: Vertikale Anlagen  

Vertikale Windkraftanlagen “Wind Tulips”
Ihre tulpenähnliche Form gab ihnen den Namen “Wind Tulips”: Vertikale Windkraftanlagen könnten für das private Laden von Elektrofahrzeugen in Wohngebieten interessant sein. (Bild: Adobe Stock)

Auch wenn die Effizienz von vertikalen Windkraftanlagen hinter der von horizontalen bleibt, bieten sie einen entscheidenden Vorteil: Sie sehen schöner aus und genießen dadurch eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung.  

Ein neuartiges Beispiel für vertikale Windkraftanlagen sind die so genannten “Wind Tulips”Opens an external link, deren Form an Tulpen erinnert. Aufgrund ihrer Bauart können ihnen die im bebauten Gebiet typischen Verwirbelungen weniger anhaben. Als innovatives Beispiel einer dezentralen Energieversorgung könnten sie – je nach Größe – zum Laden von Elektrofahrrädern oder auch von Elektroautos interessant sein.

Ob sich eine private Kleinwindanlage lohnt und wann sich die Investition amortisiert, kann mit einem praktischen Online-RechnerOpens an external link herausgefunden werden.

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1.
ID.4: Stromverbrauch (kombiniert): 16,3–15,5 kWh/100 km; CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++. *Der ID.4 Pure ist vorübergehend nicht mit einer individuellen Ausstattung bestellbar.
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    Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

    Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.

    Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+++, A++, A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben. Die hier gemachten Angaben beziehen sich jeweils auf die EG-Typgenehmigung des gewählten Modells und dessen Serienausstattung gem. Richtlinie 2007/46/EG. Von Ihnen im Zuge der Konfiguration gewählte Sonderausstattung kann dazu führen, dass Ihr konfiguriertes Modell aufgrund der gewählten Ausstattung einem anderen genehmigten Typ entspricht, als dies ohne gewählte Sonderausstattung der Fall wäre. Daraus können sich Abweichungen der Angaben für Ihr konfiguriertes Modell ergeben. Bei den angegebenen CO2-Werten handelt es sich um die Werte, die im Rahmen der Typgenehmigung des Fahrzeugs ermittelt wurden.