Ein Mann im Blaumann mit verschränkten Armen und einem Schraubenschlüssel in der Hand. Über ihm ist ein Auto erkennbar.

Verbrenner zum Elektroauto umrüsten

Die Zulassungszahlen von E-Autos steigen kontinuierlich, die Modellvielfalt wächst. Aber auch Fahrerinnen und Fahrer, die an liebgewonnenen älteren Autos hängen, müssen nicht auf die Vorzüge der Elektromobilität verzichten: Die Fahrzeuge können zu Elektroautos umgerüstet werden. (Bild: Adobe Stock)

Die Zulassungszahlen von E-Autos steigen kontinuierlich, die Modellvielfalt wächst. Aber auch Fahrerinnen und Fahrer, die an liebgewonnenen älteren Autos hängen, müssen nicht auf die Vorzüge der Elektromobilität verzichten: Die Fahrzeuge können zu Elektroautos umgerüstet werden. (Bild: Adobe Stock)

Das und mehr erfahren Sie hier über den E‑Auto-Umbau:

  • Grundsätzlich kann jedes Auto zum Elektroauto umgebaut werden.
  • Die Kosten für einen Umbau hängen von mehreren Faktoren ab.
  • Das umgebaute Fahrzeug kann ein E-Kennzeichen erhalten.

Immer mehr Länder planen Verbote für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Sei es, dass für diese Autos keine Zulassungen mehr möglich sein sollen. Oder sei es, dass Städte oder bestimmte Strecken nur noch von Elektroautos befahren werden dürfen. In Paris beispielsweise gilt ab 2024 ein Fahrverbot für Diesel, ab 2030 sind auch Benziner betroffen. Ähnliches plant zum Beispiel Amsterdam.

Die einfachste Lösung, diese Verbote zu umgehen, ist wahrscheinlich der Umstieg auf ein modernes Elektroauto, etwa ein Modell aus Volkswagens ID. Familie. Aber was, wenn in der Garage noch ein geliebter Young- oder Oldtimer steht? Kein Problem, auch diese Fahrzeuge können auf E-Antrieb umgebaut werden. Grundsätzlich kann jedes Auto mit einem elektrischen Motor versehen werden und so lokal CO2-frei fahren. Als Faustregel gilt: Je älter das Modell ist, desto besser ist das in der Regel für den Umbau. Denn ältere Autos sind meist etwas leichter und haben weniger komplexe Technik. Das geringere Gewicht lässt mehr Spielraum für schwere Akkus, die simplere Technik kann den Umbau vereinfachen.

Es gibt einige Anbieter, die aus Verbrennern Elektroautos machen. eClassicsOpens an external link hat sich beispielsweise auf Klassiker von Volkswagen spezialisiert. Das Besondere dabei ist, dass Antriebsstrang, Batterien und weitere Komponenten direkt von Volkswagen kommen. Sie werden baugleich auch in aktuellen Serienfahrzeugen verwendet.

Vorteile des Umbaus

E-Motoren sind nicht nur umweltbewusster, sondern haben noch einige weitere Vorteile gegenüber Verbrennungsmotoren. Zum Beispiel sind sie effizienter und haben einen höheren Wirkungsgrad. Das heißt, dass sie einen größeren Teil – etwa 80 Prozent – der eingesetzten Energie in Bewegung umwandeln. Berücksichtigt man die Verluste, die beim Laden der Batterie und bei der Bereitstellung des Stroms anfallen, liegt der Wirkungsgrad noch immer bei durchschnittlich mehr als 60 Prozent – etwa drei Mal höher, als bei Verbrennern.  

Dank der Rekuperation können sie auch Energie zurückgewinnen: Die kinetische Energie, die beim Verzögern des Fahrzeugs entsteht, wird in Strom umgewandelt, der wieder in die Batterie eingespeist wird.

Trotzdem bieten Elektromotoren eine Menge Fahrspaß, denn sie erreichen sofort ein hohes Drehmoment. Ein Verbrenner muss dafür erst im wahrsten Sinn des Wortes auf Touren kommen. Stichwort Verbrenner: Benzin- und Dieselmotoren haben deutlich mehr Verschleißteile als elektrische. Das heißt: Die Wartungs- und Unterhaltskosten sind für Autos mit E-Motoren geringer.

Ein Mann, der sich unter einem Fahrzeug befindet und mit einer Taschenlampe eine Komponente eines Autos beleuchtet.
Der Vorteil eines Umbaus ist unter anderem, dass die Wartungs- und Unterhaltungskosten für Autos mit E-Motoren geringer sind. (Bild: JP Photodesign)

Die Kosten für die Umrüstung

Mit welchen Kosten Sie für einen Umbau rechnen müssen, hängt vom Fahrzeugtyp, der Ausstattung und den persönlichen Anforderungen ab. Für die Umrüstung eines Kleinwagens zum elektrischen Stadtflitzer beispielsweise sind Kosten von rund 15.000 bis 20.000 Euro einzukalkulieren.  

Wichtige Fragen, die vorab zu klären sind und sich auf die Kosten auswirken können, sind:

  • Soll das E‑Auto ein Normalllademodul für AC-Laden bis 22 kW haben oder mit einem Schnelllademodul für DC-Laden ausgerüstet sein?
  • Wieviel Kilometer Reichweite benötigen Sie? Das hängt entscheidend vom Akku ab, der die teuerste Komponente bei einem E‑Auto ist.
  • Legen Sie mehr Wert auf sportliches Fahren mit einem besonders leistungsfähigen Motor oder darauf, eine günstige E-Lösung zu erhalten?

Noch ein Tipp: Setzen Sie sich vor einem Umbau mit dem TÜV oder einer der anderen staatlich anerkannten Prüforganisationen (Dekra, GTÜ und KÜS) in Verbindung. Denn das umgebaute Fahrzeug muss laut Straßenverkehrszulassungsordnung überprüft und abgenommen werden. Eine eingehende Besprechung des geplanten Umbaus kann Beanstandungen und kostspielige Nacharbeiten vermeiden.

H-Kennzeichen oder E-Kennzeichen?

Falls das zukünftige Elektroauto offiziell ein Oldtimer ist und über ein H-Kennzeichen verfügt, stellt sich die Frage, ob das Fahrzeug dieses Kennzeichen behalten kann. Schließlich würdigt es das Auto als historisches Kulturgut und ist mit Vergünstigungen bei Steuern und Versicherung verbunden.

Die klare Antwort: nein. Denn Bedingung für ein H-Kennzeichen ist unter anderem, dass alle vorgenommenen Umbauten „zeitgenössisch“ sein müssen. Das heißt, dass sie innerhalb von zehn Jahren nach Zulassung durchgeführt wurden oder möglich gewesen wären. Das ist beim Umbau auf einen E-Antrieb nicht der Fall. Dafür kann das Fahrzeug ein E-Kennzeichen erhalten, das ebenfalls Vorteile bietet.  

Möchten Sie sich selbst von den Vorteilen der E‑Mobilität überzeugen? Vereinbaren Sie doch eine Probefahrt bei einem Volkswagen Händler in Ihrer Nähe!

Haben Sie Lust, mehr Fakten zu einem unserer Elektroautos zu erfahren? Unser Online-Konfigurator bietet Ihnen einen Überblick über alles, was die ID. Modelle von Volkswagen so besonders macht. Stellen Sie sich einfach online Ihren Traumwagen ganz nach Ihren Wünschen zusammen.

1.
ID.4: Stromverbrauch (kombiniert): 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++
2.
Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.

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Volkswagen AG Disclaimer

  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis.

    Bitte beachten Sie auch unseren Konfigurator für eine Übersicht der aktuell verfügbaren Modelle und Ausstattungen.Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.
  • Bitte beachten Sie die allgemeingültigen Corona Regelungen. 
  • Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

    Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

    Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.

    Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+++, A++, A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben. Die hier gemachten Angaben beziehen sich jeweils auf die EG-Typgenehmigung des gewählten Modells und dessen Serienausstattung gem. Richtlinie 2007/46/EG. Von Ihnen im Zuge der Konfiguration gewählte Sonderausstattung kann dazu führen, dass Ihr konfiguriertes Modell aufgrund der gewählten Ausstattung einem anderen genehmigten Typ entspricht, als dies ohne gewählte Sonderausstattung der Fall wäre. Daraus können sich Abweichungen der Angaben für Ihr konfiguriertes Modell ergeben. Bei den angegebenen CO2-Werten handelt es sich um die Werte, die im Rahmen der Typgenehmigung des Fahrzeugs ermittelt wurden.