Noch gibt es eine Karte, kommt bald schon der digitale Führerschein?

Führerschein im Elektroauto: Ohne Lärm zum neuen „Lappen“

Seit April 2021 lässt sich die Führerscheinprüfung auch nur in Automatik-Fahrzeugen ablegen, also auch in reinen Elektroautos. Seit dieser Änderung setzen immer mehr Fahrschulen auf Elektromobilität – sei es komplett oder als zusätzliches Angebot. (Bild: Adobe Stock)

Seit April 2021 lässt sich die Führerscheinprüfung auch nur in Automatik-Fahrzeugen ablegen, also auch in reinen Elektroautos. Seit dieser Änderung setzen immer mehr Fahrschulen auf Elektromobilität – sei es komplett oder als zusätzliches Angebot. (Bild: Adobe Stock)

Das erfahren Sie hier über den Führerscheinerwerb in einem E‑Auto:

  • Wer in einem E‑Auto die Führerscheinprüfung ablegt, hat seit dem 1. April 2021 unter gewissen Voraussetzungen keine Einschränkungen mehr.
  • Fahrschulen sollen mit der neuen Regelung motiviert werden, mehr Elektroautos einzusetzen.
  • Somit können Fahrschülerinnen und -schüler von Beginn an ohne Motorlärm und lokal CO2-frei unterwegs sein.
  • Bis spätestens Januar 2033 müssen alle alten Führerscheine aus Papier, im Volksmund „Lappen“ genannt, gegen neue EU-Kartenführerscheine eingetauscht werden.

Immer mehr Fahrschulen in Deutschland setzen Elektrofahrzeuge in der Ausbildung ein. Besonders der ID.3 von Volkswagen ist ein beliebtes Elektromobil für Lernende. Denn seit dem 1. April 2021 lohnt sich der Erwerb eines E-Autos für die Fahrschulen wesentlich mehr: Seitdem kann auch eine Prüfung in einem Automatik-Auto zu einem vollwertigen Führerschein führen.

Lernen im Automatik-Auto

Bis dato galt die Regel, dass eine Ausbildung in einem Automatik-Auto einen entsprechenden Eintrag in den Führerschein nach sich zog. Damit durfte man kein Fahrzeug mit Schaltgetriebe führen. Mit Wegfall dieser Einschränkung für die Fahrerlaubnisklasse B können Fahrschülerinnen und Fahrschüler nun also auch Autos mit Gangschaltung steuern. Sie müssen nur mindestens zehn zusätzliche, 45-minütige Fahrstunden in einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe absolvieren und im Anschluss ihre Fahrtauglichkeit in einer mindestens 15-minütigen Testfahrt (keine Prüfung) nachweisen, bei der das Anfahren am Berg, Abbiegen, Vorfahrtsituationen sowie eine umweltschonende Fahrweise gezeigt werden sollen. Diesen Test kann man auch noch später absolvieren. Auch Menschen, die bisher einen reinen Automatikführerschein hatten, können die Erweiterung in einer Fahrschule absolvieren.

Ob wirklich viele Fahrnovizen davon Gebrauch machen werden, bleibt abzuwarten. Schließlich ist davon auszugehen, dass Gangschaltungen künftig eine immer kleinere Rolle spielen werden: In Deutschland werden inzwischen mehr Automatikwagen als Schaltwagen neu zugelassen. Immer mehr Autohersteller verabschieden sich bei den Verbrennern schrittweise vom handgeschalteten Getriebe. Bei Volkswagen wird zum Beispiel ab 2023 in Tiguan und Passat kein Kupplungspedal mehr verbaut. Elektromotoren kommen ohnehin ohne Getriebe aus.  

Reform der Fahrerlaubnis

Bereits seit Anfang 2021 gilt die neue „Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung“ (OPFEP) in Deutschland. Für Führerscheinprüflinge erscheint diese Reform auf den ersten Blick nicht sonderlich vorteilhaft: höhere Kosten, längere Prüfungsfahrt, erweiterter Aufgabenkatalog. Die neue Fahrerlaubnis-Verordnung ist jedoch nicht ohne Grund eingeführt worden und bietet einige Pluspunkte.  

Allen voran steht eine angestrebte höhere Verkehrssicherheit, die von einer objektiveren Bewertung durch Fahrlehrer oder -lehrerin herrühren soll. Ein elektronisches Prüfprotokoll hilft den Prüfenden, die Leistungen in der Prüfung exakter zu beurteilen. Davon profitieren letztlich auch die Prüflinge, die sich gezielter auf die praktische Fahrprüfung vorbereiten können – immerhin lag die Durchfallquote im Jahr 2019 bei 29,8 Prozent von 1,7 Millionen praktischen Fahrprüfungen. Außerdem ebnet die OPFEP mittelfristig den Weg zur Einführung eines digitalen Führerscheins. Mit ihm soll man künftig bei Verkehrskontrollen seine Fahrerlaubnis einfach per Smartphone vorlegen können. 

Ein Fahrlehrer steht an einer Tafel und gibt Theorieunterricht.
Fahrschulen stellen sich zunehmend auf Elektromobilität ein. (Bild: Getty Images)

E‑Mobilität von Anfang an

Die neuen Regelungen machen Elektroautos wie die ID. Modelle von Volkswagen – neben verbesserten Reichweiten – nochmal attraktiver für FahrschulenOpens an external link. Es ist damit zu rechnen, dass in der Fahrausbildung und in der praktischen Fahrerlaubnisprüfung schon bald häufiger E-Autos zum Einsatz kommen werden. Zumal junge Menschen zunehmend nach einer klimabewussteren Alternative für ihre Fahrausbildung fragen. Inzwischen haben die TÜV-Unternehmen einige Elektromodelle als Prüffahrzeuge zugelassen, darunter auch den ID.3 und ID.4. Auch jene Fahrschülerinnen und -schüler, die regulär in einem Verbrenner mit Schaltgetriebe Fahrstunden nehmen, sollen vermehrt Erfahrungen mit E‑Mobilität in den Fahrschulen sammeln, zum Beispiel was den Umgang mit der Rekuperation oder den Prozess des Ladens angeht.

Ab 2022 Umtausch alter Lappen

Eine Umstellung kommt auch auf Führerscheinbesitzerinnen und -besitzer zu: Bis zum 19. Januar 2033 müssen nach Vorgaben der Europäischen Union alle alten Führerscheine in neuen EU-Kartenführerscheine umgetauscht werden. Ziel ist eine europaweite Vereinheitlichung und Erhöhung der Fälschungssicherheit. Vom Pflichtumtausch, der 2022 beginnt, sind in Deutschland alle vor dem 19. Januar 2013 ausgestellten Fahrerlaubnisse betroffen. Der neue „Lappen“ ist dann für 15 Jahre gültig.

Wann umgetauscht werden muss, richtet sich nach dem Ausstelldatum. Für Dokumente, die vor dem 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden, gilt eine Zeitstaffel, die sich nach den Geburtsjahren der Besitzenden richtet. Für EU-Kartenführerscheinen, wie sie ab dem 01. Januar 1999 ausgestellt wurden, richtet sich der Zeitpunkt für den Umtausch nach dem Ausstellungsjahr. 

Aus einer Jeanstasche guckt eine Ecke eines Kartenführerscheins heraus.
Spätestens 2033 sind nur noch EU-Kartenführerscheine im Umlauf. (Bild: Adobe Stock)

Führerscheine bis einschließlich 31. Dezember 1998

Führerscheine bis einschließlich 31. Dezember 1998

Geburtsjahr

Umtausch bis 

vor 1953

19.01.2033

1953 bis 1958

19.01.2022

1959 bis 1964 

19.01.2023

965 bis 1970

19.01.2024

2012 bis 18.01.2013

19.01.2033

vor 1953

1953 bis 1958

1959 bis 1964 

965 bis 1970

2012 bis 18.01.2013

Führerscheine ab 1. Januar 1999

Führerscheine ab 1. Januar 1999 <br>

Ausstellungsjahr

Umtausch bis 

1999 bis 2001

19.01.2026

2002 bis 2004

19.01.2027

2005 bis 2007

19.01.2028

2008

19.01.2029

2009

19.01.2030

2010

19.01.2031 

2011

19.01.2032

2012 bis 18.01.2013 

19.01.2033

1999 bis 2001

2002 bis 2004

2005 bis 2007

2008

2009

2010

2011

2012 bis 18.01.2013 

Klimabewusster Verkehr beginnt künftig vermehrt schon in der Fahrausbildung. Ein positives Signal, denn ein Fahrerlebnis mit einem E‑Auto kann Begeisterung für E‑Mobilität wecken, Vertrauen in die neue Technologie stärken und die Kaufentscheidung erleichtern. Hatten Sie solch ein Erlebnis schon? Nein? Dann vereinbaren Sie doch eine Probefahrt in einem ID. Modell bei einem Volkswagen Händler in Ihrer Nähe.

Haben Sie Lust, mehr Fakten zu einem unserer Elektroautos zu erfahren? Unser Online-Konfigurator bietet Ihnen einen Überblick über alles, was die ID. Modelle von Volkswagen so besonders macht. Stellen Sie sich einfach online Ihren Traumwagen ganz nach Ihren Wünschen zusammen.

1.
ID.4: Stromverbrauch (kombiniert): 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++
2.
Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.
2.
Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.
4.
Tiguan eHybrid: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,6; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 13,8; CO₂-Emission in g/km: kombiniert 35; Effizienzklasse: A+++

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Volkswagen AG Disclaimer

  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis.

    Bitte beachten Sie auch unseren Konfigurator für eine Übersicht der aktuell verfügbaren Modelle und Ausstattungen.Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.
  • Bitte beachten Sie die allgemeingültigen Corona Regelungen. 
  • Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

    Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

    Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.

    Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+++, A++, A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben. Die hier gemachten Angaben beziehen sich jeweils auf die EG-Typgenehmigung des gewählten Modells und dessen Serienausstattung gem. Richtlinie 2007/46/EG. Von Ihnen im Zuge der Konfiguration gewählte Sonderausstattung kann dazu führen, dass Ihr konfiguriertes Modell aufgrund der gewählten Ausstattung einem anderen genehmigten Typ entspricht, als dies ohne gewählte Sonderausstattung der Fall wäre. Daraus können sich Abweichungen der Angaben für Ihr konfiguriertes Modell ergeben. Bei den angegebenen CO2-Werten handelt es sich um die Werte, die im Rahmen der Typgenehmigung des Fahrzeugs ermittelt wurden.