Eine junge Frau greift an einer Ladestation von IONITY nach dem CCS-Stecker.

(Lade-) Säulen der Elektromobilität: Ladeinfrastruktur wächst

Mehr Ladesäulen, stärkerer Strom: Wer Elektroauto fährt, soll sein Fahrzeug künftig noch einfacher laden können. Hilfe beim Ausbau der Ladeinfrastruktur versprechen neue Gesetze und Förderprogramme. Auch Volkswagen will seinen Beitrag leisten.

Mehr Ladesäulen, stärkerer Strom: Wer Elektroauto fährt, soll sein Fahrzeug künftig noch einfacher laden können. Hilfe beim Ausbau der Ladeinfrastruktur versprechen neue Gesetze und Förderprogramme. Auch Volkswagen will seinen Beitrag leisten.

Der Markt für E-Autos boomt. Doch wie attraktiv Elektromobilität letztlich ist, hängt auch von der Einfachheit ab, mit der man Elektroautos im täglichen Verkehr nutzen kann. Also auch davon, wie komfortabel sie zu laden sind. Verschiedene Maßnahmen sollen den Energieschub für Stromer künftig an noch mehr Orten bereitstellen.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos  

  • wird in Deutschland von der Bundesregierung im privaten, betrieblichen und öffentlichen Bereich gefördert,
  • sieht bundesweit 1.000 neue Schnellladestationen vor,
  • schreitet in Europa noch ungleichmäßig voran.

Über den Erfolg der Elektromobilität, da sind sich viele Experten einig, entscheidet der private Bereich. Dort finden aktuell rund 85 Prozent aller Ladevorgänge statt. Nun sollen zwei neue Gesetze den Ausbau privater Ladepunkte für E-Autos voranbringen. Laut WohneigentumsmodernisierungsgesetzOpens an external link (WEMoG) haben Wohnungseigentümer und Mieter grundsätzlich einen Anspruch darauf, in der Tiefgarage oder auf einem Grundstück vor dem Haus eine Ladesäule auf eigene Kosten zu installieren. Zudem sollen bauliche Maßnahmen leichter zu genehmigen und Wohnungseigentümergemeinschaften effizienter zu verwalten sein.  

Darüber hinaus schreibt das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-GesetzOpens an external link (GEIG) vor, dass beim Neubau von Wohngebäuden mit mehr als fünf Stellplätzen künftig jeder, beim Neubau von Nichtwohngebäuden mit mehr als sechs Stellplätzen jeder dritte Stellplatz über Schutzrohre für den Anschluss von für Ladestellen verfügen muss. Bei Nichtwohngebäuden muss mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Bei aufwändigeren Renovierungen bestehender Wohngebäude mit mehr als zehn Stellplätzen müssen alle davon die Schutzrohre für Elektrokabel erhalten. Finden die Renovierungsarbeiten an einem Nichtwohngebäude mit mehr als zehn Stellplätzen statt, erhält jeder fünfte davon die Vorrichtungen. Außerdem muss mindestens ein Ladepunkt errichtet werden.

Förderung für Wallboxen an privat genutzten Stellplätzen

Seit November 2020 können private Ladestationen über die Förderbank KfWOpens an external link mit 900 Euro pro Ladepunkt bezuschusst werden. Das betrifft die Kosten für Anschaffung, Einbau und Anschluss sowie für ein Energiemanagementsystem. Bei der Volkswagen Group Charging GmbH (Elli) etwa sind die Wallboxen ID. Charger Connect und ID. Charger ProOpens an external link förderfähig.1 Wer den Zuschuss erhalten möchte, benötigt unter anderem eine Wallbox, die 11 kW Ladeleistung liefert oder auf diesen Wert eingestellt ist. Außerdem darf sie ausschließlich erneuerbare Energien nutzen.

Ein ID.3 wird über eine private Wallbox von Volkswagen aufgeladen.
Die Volkswagen Group Charging GmbH (Elli) bietet mit den Modellen ID. Charger Connect und Pro zwei verschiedene Wallboxen für den privaten Gebrauch an, die mit 900 Euro bezuschusst werden können. 1
2.
ID.3: Stromverbrauch kombiniert: 15,6–13,1 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; Effizienzklasse: A+

Hilfe für Einzelhandel und Hotelgewerbe

Seit April 2021 stellt der Bund auch Mittel für kleinere und mittlere Unternehmen sowie kleine Stadtwerke zur Verfügung, um sie im Rahmen des Förderprogramms „Ladeinfrastruktur vor OrtOpens an external link“ bei der Anschaffung von Ladesäulen zu unterstützen. Laut Bundesverkehrsministerium seien insbesondere Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes sowie kleine Stadtwerke und kommunale Gebietskörperschaften zur Antragsstellung aufgerufen. Dabei würden bis zu 80 Prozent der Investitionskosten übernommen und im “WindhundverfahrenOpens an external link” bewilligt.   

Für Investitionen in AC- und DC-Ladestellen mit 3,7 bis 22 kW Ladeleistung gibt es demnach bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten, allerdings maximal 4.000 Euro pro Ladepunkt. Die Anschaffung von DC-Schnellladeinfrastruktur mit 22 bis 50 kW wird ebenfalls mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten gefördert, hier liegt der Maximalbetrag bei 16.000 Euro pro Ladepunkt. Auch der Anschluss an Nieder- oder Mittelspannung wird bezuschusst.  

Auf öffentlicher Seite schafft die Bundesregierung bereits seit 2017 Anreize für den Infrastrukturausbau für Elektrofahrzeuge. Anfang 2021 meldet der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft knapp 40.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland, jeder siebte davon ein DC-Schnelllader. Nun hat der Bund die Neuauflage des Förderprogramms „Ladeinfrastruktur für ElektrofahrzeugeOpens an external link“ gestartet, mit dem bis 2020 schon 30.000 öffentliche Normal- und Schnellladepunkte bewilligt werden konnten. Mittel in Höhe von 500 Millionen EuroOpens an external link sollen in die Fortsetzung der Maßnahme fließen. 

Ziel bis 2023: Nächster Schnelllader nur wenige Minuten entfernt

Großen Wert legt die Bundesregierung auf den flächendeckenden Ausbau des Schnellladenetzes. Die meisten Ladepunkte weisen bisher eine Ladeleistung von maximal 22 kW auf, nur zwei Prozent bringen mindestens 100 kW. Durch eine Ausschreibung sollen bis 2023 bundesweit 1.000 neue Schnellladesäulen mit mehreren Ladepunkten entstehen. Die Standorte für dieses “DeutschlandnetzOpens an external link”, das die Grundversorgung mit Schnellladeinfrastruktur im Mittel- und Langstreckenverkehr gewährleisten soll, können auf öffentlichem oder privatem Grund liegen, müssen aber öffentlich und rund um die Uhr zugänglich sein.  

Den Startschuss für die Ausschreibung, die aufgeteilt ist in Regionallose und bundesweite Lose an Autobahnen, hat das Verkehrsministerium Mitte August 2021 gegeben. Die nächste SchnellladesäuleOpens an external link müsse in zehn Minuten erreichbar sein, heißt es von Seiten des BMVI. Vor Ort sollen Ladeleistungen bis 300 kW ermöglicht werden. Über den Gewinn der Ausschreibung entscheiden Kriterien wie Kosten, Konzept und Kundenfreundlichkeit. Die Gewinner verpflichten sich, die Ladepunkte aufzubauen und den Betrieb zu gewährleisten.   

Mit Schnellladern bis zu 300 kWOpens an external link plant auch Volkswagen in naher Zukunft. Insgesamt möchte der Konzern europaweit 36.000 Ladepunkte bis 2025 errichten, 11.000 davon durch die Marke Volkswagen. In Deutschland verteilen sich bisher mehr als 1.200 Ladepunkte über zehn Standorte des Herstellers. Einen Großteil davon können auch diejenigen nutzen, die nicht bei Volkswagen arbeiten.  

Im Rückblick auf die große E-Offensive von VolkswagenOpens an external link im Jahr 2020 sagt Thomas Ulbrich, Entwicklungsvorstand der Marke Volkswagen: „Auch beim dringend notwendigen Aufbau der Ladeinfrastruktur leistet Volkswagen einen wichtigen Beitrag. Insgesamt brauchen wir in Deutschland und Europa aber deutlich mehr Ladepunkte, wenn sich das Elektroauto schnell etablieren soll. Im kommenden Jahr sind deshalb weitere Anstrengungen aller Beteiligten in Politik und Wirtschaft notwendig.“ Volkswagen ist an dem Joint Venture IONITYOpens an external link der europäischen Automobilindustrie für ein europaweites Schnellladenetzwerk beteiligt. Mehr als 300 dieser Schnellladestationen wurden darüber bereits an europäischen Autobahnen installiert. Tesla hat zudem angekündigt, das Supercharger-Netzwerk, also die eigenen Schnelllader, noch 2021 auch für Autos anderer Hersteller zu öffnen.

Europas Ladestationen konzentrieren sich auf fünf Länder

Betrachtet man ganz Europa, hat sich die Anzahl an öffentlichen Ladestationen zwischen 2015 und Ende 2020 vervierfacht. Aber: 73 Prozent dieser 287.000 Ladestationen entfallen alleine auf die Niederlande, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Norwegen. Gerade in den Niederlanden ist eine dichte Ladeinfrastruktur entstanden. Dort konnten sich die Netzbetreiber früh auf einen technischen Standard einigen, um die Ladesäulen entsprechend unkompliziert ans Verteilnetz zu bringen. 

Dass das Thema Infrastrukturausbau enorm wichtig, aber nicht alles ist, zeigt Norwegen, das vielen als Vorbild in Sachen Elektromobilität dient. Im Land entfallen mittlerweile gut 60 Prozent der Neuzulassungen von Pkw auf vollelektrische Autos. Plug-in-Hybride machen weitere 15 Prozent aus. Diese Werte haben die Skandinavier vor allem durch eine Reihe von Maßnahmen erreicht, die den täglichen Verkehr erleichtern oder Vergünstigungen bieten. So entfällt die Mehrwertsteuer bei der Anschaffung eines E-Autos, die Kfz-Steuer zahlt man nur zur Hälfte. Fährgebühren fallen teilweise geringer aus, teils ganz weg. Wer mit dem Stromer durch Oslo fährt, ist nicht nur von der Maut befreit, sondern kann – mit mindestens einer weiteren Person im Auto – zur Hauptverkehrszeit entspannt über Bus- und Taxispuren rollen. Und in vielen Städten ist nicht nur der öffentliche Parkplatz fürs Elektroauto kostenlos, sondern auch der Strom aus der benachbarten Ladesäule, mit dem man den Akku während des Parkens laden kann. 

3.
ID.4: Stromverbrauch kombiniert: 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+
4.
Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.

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Volkswagen AG Disclaimer

1.
Der ID. Charger ist separat über den Webshop der Volkswagen Group Charging GmbH (Elli) bestellbar und ist nicht im Standardserienumfang enthalten.
5.
Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.
  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis. Bitte beachten Sie auch unseren Konfigurator für eine Übersicht der aktuell verfügbaren Modelle und Ausstattungen.

    Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.

  • Bitte beachten Sie die allgemeingültigen Corona Regelungen.