Langzeitbelichtung einer beleuchteten Tankstelle bei Nacht, vom Dach eines fahrenden Autos

So könnte die Tankstelle der Zukunft aussehen

Runter von der Autobahn, die richtige Zapfsäule finden, tanken, ein Getränk aus dem Kühlfach nehmen, bezahlen und weiter geht's – das war lange Zeit eine gewöhnliche Übung für jeden Autofahrer. Der Mobilitätswandel könnte diesen einstudierten Vorgang auf den Kopf stellen. Denn Fahrer von Elektroautos haben andere Wünsche.

Runter von der Autobahn, die richtige Zapfsäule finden, tanken, ein Getränk aus dem Kühlfach nehmen, bezahlen und weiter geht's – das war lange Zeit eine gewöhnliche Übung für jeden Autofahrer. Der Mobilitätswandel könnte diesen einstudierten Vorgang auf den Kopf stellen. Denn Fahrer von Elektroautos haben andere Wünsche.

Im Zeitalter der Elektromobilität könnten Tankstellen künftig zu

  • komfortablen Schnelllade-Stationen,
  • gut sortierten 24-Stunden-Supermärkten und
  • Service-Hubs für neue Mobilitätsdienste werden.

Derzeit gibt es in Deutschland rund 14.500 Tankstellen. Die Zahl ist seit 15 Jahren ziemlich stabil, könnte sich in Zukunft jedoch rasch ändern. Denn wenn immer mehr Elektroautos auf den Straßen unterwegs sind, sinkt der Bedarf nach Zapfsäulen für Benzin, Diesel und alternative Kraftstoffe. Die Elektrifizierung der Mobilität bringt große Herausforderungen für die Tankstellenbetreiber mit sich. Anders ausgedrückt: Die Infrastruktur braucht ein Update.

Verschwindet die klassische Tanke bald aus dem Straßenbild? Dann würde sich Geschichte wiederholen: So wie in den 1970er-Jahren als der Beruf des Tankwarts durch die Idee des „SB-Tankens“ ersetzt wurde. Oder erleben Tankstellen eine Wiedergeburt als Ladestationen, 24-Stunden-Supermärkte und Service-Hubs für neue Mobilitätsdienste?

An der E-Tankstelle Strom tanken

E-Autofahrer benötigen keinen Sprit, sondern ein Angebot zum schnellen und bequemen Laden der Akkus. Bisher befinden sich allerdings nur wenige Ladepunkte an Tankstellen. Eine Möglichkeit, sich für die Zukunft zu rüsten, wäre also: Zapfpistolen abbauen, Ladesäulen aufstellen.

Fast alle Mineralöl-Unternehmen verfolgen inzwischen genau diesen Plan. So hat Shell angekündigt, in Deutschland bis zum Jahr 2030 rund 1.000 Schnellladesäulen an seinen Tankstellen zu errichten. Aral möchte sein Ladeangebot ebenfalls ausbauen: Bis Ende 2021 soll die Zahl von 500 Ladepunkten erreicht sein – verteilt auf mehr als 120 Aral-Tankstellen im Bundesgebiet. 

Ein Mann lädt ein Elektroauto.
An einer ehemaligen Tankstelle in Wolfsburg wurden bereits Lade- statt Zapfsäulen aufgebaut. 

Aral-Studie: Verkehrsforscher sehen Chancen

Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben gemeinsam mit Aral eine Studie zur „Tankstelle der Zukunft“Opens an external link erstellt. Ihre Prognose für das Jahr 2040 nimmt die Elektrifizierung, die Automatisierung sowie neuartige Kundenbedürfnisse in den Blick. Zu den Chancen für das Geschäftsmodell zählt die Aral-Studie: 

  • ultraschnelle Ladesäulen für Pkw und Lkw, 
  • die Wartung von autonomen Flotten, 
  • einen Landeplatz für Lufttaxis sowie
  • Akku-Wechselstationen für E-Bikes und E-Scooter.

Ob es 2040 tatsächlich Flugtaxis gibt, wird sich zeigen. Aber Auto waschen, Brötchen holen, Lotto spielen, Getränke kaufen, Päckchen abgeben – die Nachfrage nach derartigen Produkten und Dienstleistungen wird voraussichtlich auch im Zeitalter der E‑Mobilität anhalten. Das Bedürfnis nach Autowäschen dürfte mit einer Zunahme von Carsharing-AngebotenOpens an external link sogar steigen.

Ein Elektroauto lädt an einer IONITY-Ladesäule, die in der Nähe einer Tankstelle steht
Das Ladenetz wächst: Mit dem ID.3 kann man bereits heute an vielen Orten an Schnellladestationen von IONITY laden.

Elektromobilität: Freie Wahl statt Monopol

Anders beim Benzin: Seit der Erfindung des Automobils mit Verbrennungsmotor hielten Tankstellen mehr oder weniger das Monopol auf den Verkauf von Kraftstoffen. Dem Kunden blieb keine andere Wahl, als seinen leeren Tank bei einer der großen Mineralölgesellschaften aufzufüllen. Heute wird Strom auf höchst unterschiedliche Art ins E‑Auto geladen – an der öffentlichen Ladesäule, beim Arbeitgeber oder an der Wallbox zu Hause.

Sprit aus Wasser, Wind und Sonne?

Apropos Strom: Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)Opens an external link äußerte sich im Jahr 2018 zu dem Thema. Die Schweizer rechnen damit, dass überschüssiger Strom aus regenerativen EnergiequellenOpens an external link direkt vor Ort für die Produktion von synthetischen Kraftstoffen oder Wasserstoff für einen CO2-neutralen Fern- und Güterverkehr genutzt werden könnte.

Tankstellen als Shopping- und Serviceparadies

Wenn Tankstellen künftig mehr sein wollen als eine Ansammlung überdachter Ladepunkte, muss das bisherige Geschäftsmodell weiterentwickelt werden. Kreative Ideen dafür gibt es reichlich. Es gibt einen wahren Ideenwettbewerb rund um die Tankstelle der Zukunft.

Neu anbieten könnten Tankstellen im städtischen Umfeld kurzfristig buchbare Arbeitsplätze und Meetingräume, damit die Kunden ihre Ladezeit sinnvoll nutzen. Für diejenigen, die an einer E-Tankstelle auf ein online gebuchtes Pooling-Fahrzeug warten, wäre das kulinarische Angebot vor Ort ausbaubar. Und schließlich ließen sich die Einkäufe durch autonome Fahrzeuge per „Home Delivery“ nach Hause liefern.

Die Tankstelle der Zukunft wird also voraussichtlich weit mehr als nur schnelle Lademöglichkeiten bieten, sondern zum Service-Hub für neue Mobilitätsdienste ausgebaut werden und damit zu einer Art vernetztem Umschlagplatz für Waren. Das könnte die Nahversorgung verbessern – auch im ländlichen Raum.

1.
ID.4: Stromverbrauch kombiniert: 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+
2.
Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.
4.
Tiguan eHybrid: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,6; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 13,8; CO₂-Emission in g/km: kombiniert 35; Effizienzklasse: A+

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Volkswagen AG Disclaimer

3.
Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.
  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis. Bitte beachten Sie auch unseren Konfigurator für eine Übersicht der aktuell verfügbaren Modelle und Ausstattungen.

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