Ein Kfz-Mechatroniker kontrolliert den Unterboden eines Elektroautos

TÜV & Co.: Auch Elektroautos müssen zur HU

Elektroautos haben weniger Verschleißteile als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Das macht die Wartung günstiger, heißt aber nicht, dass E-Autos nicht „zum TÜV“ müssen. (Bild: JP Fotodesign)

Elektroautos haben weniger Verschleißteile als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Das macht die Wartung günstiger, heißt aber nicht, dass E-Autos nicht „zum TÜV“ müssen. (Bild: JP Fotodesign)

Das und mehr erfahren Sie hier zum Thema HU:

  • Für Elektroautos und Verbrenner gelten die gleichen Prüffristen.
  • Auch der Prüfkatalog ist in weiten Teilen gleich. Größter Unterschied: Bei E-Autos wird auch das Hochvoltsystem gecheckt.
  • Die Abgasuntersuchung – und damit die Kosten dafür – entfällt bei reinen Elektroautos.

Wie oft muss ein Elektroauto zum TÜV?

Um es einmal ganz korrekt auszudrücken: Ein Auto – ob mit Verbrennungs- oder Elektromotor – muss nicht zum TÜV, sondern zur Hauptuntersuchung. Sie gewährleistet, dass das Fahrzeug sich in einem mangelfreien Zustand befindet, und wird durch staatlich anerkannte Prüforganisationen durchgeführt. Dazu gehört natürlich der TÜV, aber auch Dekra, GTÜ und KÜS können und dürfen die Hauptuntersuchung, kurz „HU“, durchführen.

Die HU ist gemäß §29 StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung) in Deutschland für alle zulassungspflichtigen Kraftfahrzeuge, Krafträder und Anhänger vorgeschrieben und wird durch einen Untersuchungsbericht dokumentiert. Bei bestandener Hauptuntersuchung wird außerdem eine runde Prüfplakette am hinteren Kennzeichen angebracht. Auf ihr ist auch vermerkt, wann die nächste HU fällig ist. Neue Autos müssen zum ersten Mal nach drei Jahren zur Hauptuntersuchung, danach alle zwei Jahre.

Was wird bei der Hauptuntersuchung geprüft?

Die Checkliste der Prüfer ist sehr umfangreich. Unter anderem begutachten sie:

  • Beleuchtungseinrichtungen: Scheinwerfer, Abblend-/Fernlicht, Brems-, Schluss-, Parkleuchten
  • Bremsanlage: Wirkung, Pedalweg, Dichtigkeit, Bremsleitungen und -schläuche, Bremstrommeln und -scheiben, Bremsbeläge
  • Bereifung und Räder: Schäden an Reifen oder Felgen, Profiltiefe
  • Fahrgestell und Karosserie: Bruch, Riss, Korrosion an tragenden Teilen, Unterfahrschutz, Stoßdämpfer, Radlager, Achskörper, Ölverlust
  • Lenkanlage: Leichtgängigkeit, Spiel und Funktion
  • Auspuffanlage (bei Verbrennern) bzw. die Hochvoltkomponenten (bei Elektroautos)

Ein großer Teil der Prüfungen sind bei E-Autos und Verbrennern gleich, auch bei den Kosten tut sich nichts. Trotzdem sind Nutzerinnen und Nutzer von reinen Elektroautos leicht im Vorteil, da für sie die UMA (Untersuchung des Motormanagement- und Abgasreinigungssystems), früher bekannt als Abgasuntersuchung oder AU, entfällt. Klar, denn ein Elektroauto hat keine Auspuffanlage und ist lokal CO2-frei unterwegs. Das ist aber nur einer von vielen Vorteilen der Elektromobilität.

Wann muss die HU durchgeführt werden?

Grundsätzlich ist, wie erwähnt, die erste Hauptuntersuchung für einen Neuwagen nach drei Jahren fällig, anschließend alle zwei Jahre. Wann dieser HU-Termin genau ist, verrät ein Blick auf die Prüfplakette auf dem hinteren Kennzeichen: Die Zahl in der Mitte zeigt das Jahr der nächsten HU, die oberste Zahl im äußeren Kreis den Monat.

Jemand klebt eine orange HU-Prüfplakette auf ein Nummernschild.
Die Prüfplakette zeigt Jahr und Monat der nächsten fälligen Hauptuntersuchung an. (Bild: Getty Images)

Darf der HU-Termin überzogen werden?

Der Termin darf grundsätzlich nicht überzogen werden. Ist der auf der Plakette angezeigte Monat verstrichen, ist das bereits eine Ordnungswidrigkeit. Ist die Frist um mehr als zwei Monate verstrichen, kann etwa bei einer Verkehrskontrolle ein Verwarnungsgeld verhängt werden:

  • Bei zwei bis vier Monaten 15 Euro.
  • Bei vier bis acht Monaten 25 Euro.
  • Bei mehr als acht Monaten 60 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg. 

Und die Prüforganisationen sind verpflichtet, ab einer Fristüberschreitung von mehr als zwei Monaten eine erweiterte Hauptuntersuchung durchzuführen, auch Ergänzungsuntersuchung genannt. Für sie werden 20 Prozent extra berechnet. Allerdings gibt es bei einer verspäteten Hauptuntersuchung seit 2012 keine Rückdatierung mehr. Das heißt, das Fahrzeug muss erst zwei volle Jahre nach der tatsächlichen HU wieder zur Prüfung.

Hängt der Versicherungsschutz von der HU ab?

Die Haftpflichtversicherung deckt die Ansprüche eines Unfallgegners auch ab, wenn der Termin für die HU abgelaufen sein sollte. Aber falls ein Fahrzeugmangel zum Unfall führt, der bei der Untersuchung zu beanstanden gewesen wäre, kann das Auswirkungen auf den Versicherungsschutz haben.

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1.
ID.4: Stromverbrauch (kombiniert): 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++
2.
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  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis.

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  • Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

    Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

    Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.

    Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+++, A++, A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben. Die hier gemachten Angaben beziehen sich jeweils auf die EG-Typgenehmigung des gewählten Modells und dessen Serienausstattung gem. Richtlinie 2007/46/EG. Von Ihnen im Zuge der Konfiguration gewählte Sonderausstattung kann dazu führen, dass Ihr konfiguriertes Modell aufgrund der gewählten Ausstattung einem anderen genehmigten Typ entspricht, als dies ohne gewählte Sonderausstattung der Fall wäre. Daraus können sich Abweichungen der Angaben für Ihr konfiguriertes Modell ergeben. Bei den angegebenen CO2-Werten handelt es sich um die Werte, die im Rahmen der Typgenehmigung des Fahrzeugs ermittelt wurden.