Auf einer Platine mit leuchtenden Schaltkreisen sitzt ein Chip mit einem Symbol für ein vernetztes Auto.

Car Hacking: Sind E-Autos gefährdet? 

Elektronische Assistenzsysteme und digitale Vernetzung spielen eine immer größere Rolle bei der Herstellung moderner Fahrzeuge. Kritische Stimmen warnen davor, dass Hacker Autos kapern könnten. Theoretisch ist Car Hacking denkbar, es gibt aber zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen. Der Schutz vor Auto-Hackern hat für Autohersteller höchste Priorität bei der Entwicklung neuer Features und Systeme. (Bild: Getty Images)

Elektronische Assistenzsysteme und digitale Vernetzung spielen eine immer größere Rolle bei der Herstellung moderner Fahrzeuge. Kritische Stimmen warnen davor, dass Hacker Autos kapern könnten. Theoretisch ist Car Hacking denkbar, es gibt aber zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen. Der Schutz vor Auto-Hackern hat für Autohersteller höchste Priorität bei der Entwicklung neuer Features und Systeme. (Bild: Getty Images)

Das und mehr erfahren Sie hier über Auto-Hacker: 

  • Das Auto per App steuern und mit anderen Fahrzeugen vernetzen: Smarte Technik macht's möglich. 
  • Die Vernetzung bietet jedoch Angriffsflächen für Hacker-Angriffe: Diese haben dank Verschlüsselungsalgorithmen aber kein leichtes Spiel. 
  • Ein spektakulärer Fall aus Australien zeigt, wie vernetzte Autos Diebstähle sogar effektiv verhindern können. 

Effektiver Schutz vor Car Hacking 

Autos verfügen heute über zahlreiche Anbindungen an das Internet und sind zum Teil auch schon untereinander vernetzt. Viele Assistenzsysteme basieren beispielsweise auf Informationen, die andere Fahrzeuge sammeln, oder die in Datenbanken verfügbar sind. So warnen sich Fahrzeuge gegenseitig vor rutschigen Straßenabschnitten oder Unfällen auf der geplanten Route. Dies erhöht maßgeblich die Sicherheit und entlastet die Autofahrerin oder den Autofahrer. Die Möglichkeit, Smartphones oder Tablets per Bluetooth mit dem Wagen zu verbinden, oder eine vorhandene SIM-Karte sind ebenfalls potenzielle Einfallstore für Angreiferinnen oder Angreifer. Darüber hinaus verfügen heutige Fahrzeuge über komplexe Betriebssysteme, die auf regelmäßige Software-Updates angewiesen sind. Die ID. ModelleOpens an external link von Volkswagen bekommen solche Aktualisierungen bereits als Over-the-Air-Updates automatisch aufgespielt.  

Die einzelnen Faktoren führen dazu, dass Kraftfahrzeuge ebenso von außen manipulierbar sind wie Computer, Smartphones oder Tablets. Doch es besteht kein Grund zur Panik. Im Vergleich zu einem Angriff auf einen PC ist das Hacken eines vernetzten Wagens nur mit großem technischem Aufwand möglich, wie fingierte Manipulationen von IT-Sicherheitsexperten zeigten. Gleichzeitig arbeiten die Autohersteller kontinuierlich an verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen, um derartige Angriffe zu unterbinden.

Ein schwarz gekleideter Mann steht mit einem Laptop vor einem Auto und versucht, mit einem manipulierten Funkschlüssel den Wagen aufzumachen.
Die digitale Manipulation von Funkschlüsseln, um das Auto aufzuknacken, gehört auch zum Car Hacking. (Bild: Getty Images)

Verschlüsselungsalgorithmen und weitere Technologien schützen die Daten und das System des Fahrzeugs gegen einen Zugriff von außen. Es gibt noch einen weiteren Sicherheitsaspekt: Da für Over-the-Air-Updates kein Werkstattbesuch nötig ist, können Hersteller in vielen Fällen Fahrzeugoptimierungen umgehend vornehmen und die Sicherheit des Autos weiter verbessern. Unter anderem können so im Fahrzeug verbaute Steuergeräte aktualisiert werden, ohne dass die Kundin oder der Kunde in die Werkstatt muss.

Das sind potenzielle Angriffspunkte

Dennoch lohnt es sich zu verstehen, inwiefern eine Vernetzung Hackern Angriffspunkte bieten kann. Hierbei gilt es zunächst, einen entscheidenden Punkt zu berücksichtigen: Egal ob Elektrofahrzeug oder herkömmlicher Verbrenner – moderne Autos sind Computer auf vier Rädern. Elektronik und Software spielen eine immer größere Rolle und helfen den Herstellern dabei, sich von der Konkurrenz abzugrenzen.  

Bereits seit Längerem sind beispielsweise SD-Kartenleser oder USB-Schnittstellen standardmäßig verbaut. Hierüber lassen sich grundsätzlich auch Schadprogramme übertragen. Neuerdings verfügen viele Autos über eine eigene SIM-Karte oder lassen sich über eine App auf dem Handy steuern. Hierdurch ist es Hackern theoretisch möglich, über das Mobilnetz Zugriff zu erlangen. Keyless-Schlüsselsysteme oder Reifenkontrollsysteme, die über Funk arbeiten, stellen ebenfalls theoretisch eine Schwachstelle dar. Erlangen Hacker Kenntnis von den entsprechenden Frequenzen könnten sie in die Lage kommen, über Funk die Kontrolle zu übernehmen. Die Ziele der Angreifer sind dabei sehr unterschiedlich. Sie könnten es beispielsweise auf persönliche Daten des Fahrers abgesehen haben.

Elektronik rettet in der Not

Vernetzte Kraftfahrzeuge sind durchaus imstande, die Gefahr eines unerlaubten Zugriffs drastisch zu reduzieren. Dies zeigt ein eindrucksvoller Fall aus Australien: Dort stahlen Diebe das Auto einer Frau und fuhren davon. Zum Leidwesen der Angreifer handelte es sich jedoch um ein Elektroauto mit zahlreichen technologischen Finessen. Bereits als die Täter in die Nähe des Fahrzeugs kamen, aktivierte sich ein spezielles Sicherheitssystem. Die 360-Grad-Außenkamera überwachte die Täter auf Schritt und Tritt.

Gleichzeitig erhielt die Eigentümerin des gestohlenen E-Autos eine entsprechende Warnung auf ihrem Handy. Sie konnte das Auto lokalisieren, fuhr mit einem Freund zu dem Standort und kontrollierte ihr Auto per Fernsteuerung: Aus der Ferne betätigte sie die Hupe und fuhr die Fenster runter und wieder hoch. Dies verunsicherte die Diebe so sehr, dass sie anhielten und panisch die Flucht ergriffen. Sie wurden gefasst und die Aufnahmen der internen Kamera trugen maßgeblich dazu bei, die Täter später zu identifizieren.  (Achtung: Grundsätzlich sollten Sie sich im Fall eines Diebstahls an die Polizei wenden und sich unter keinen Umständen selbst in Gefahr begeben!)

Das Wort Hacked ist in einer Art Computerschrift auf einem collagenartigen Hintergrund zu lesen.
Um zu verhindern, dass ein unerlaubter Zugriff auf das Auto von außen möglich ist, investieren die Hersteller viel in die Cyberabwehr. (Bild: Adobe Stock)

Der geschilderte Fall macht deutlich, dass Vernetzung von Autos letztendlich die Sicherheit erhöht. Dies betrifft nicht nur den Diebstahlschutz. Viel gravierender ist der Einfluss neuer Assistenzsysteme auf die Sicherheit von anderen Verkehrsteilnehmenden – seien sie im Auto, per Rad oder zu Fuß unterwegs. Die Autos warnen sich per Car-2-X-Kommuniaktion gegenseitig vor Gefahren und werten Daten mithilfe leistungsstarker Cloud-Computer aus. Auf diese Weise lassen sich potenzielle Gefahren und Unfälle drastisch reduzieren.

Raffinierte Schutzmaßnahmen der Hersteller

Um Angriffen vorzubeugen, ergreifen die Autohersteller zudem alle erdenklichen Maßnahmen. Sie arbeiten beispielsweise an verschlüsselten Bordnetzwerken oder bauen Firewalls ein. Darüber hinaus sind bereits bei der Entwicklung IT-Sicherheitsexpertinnen und -experten beteiligt, um die Gefahr durch Hacker zu minimieren. Idealerweise enthalten die Fahrzeuge gleich mehrere Sicherheitssysteme. Fällt eines aus, haben Angreiferinnen oder Angreifer trotzdem keinen Zugriff auf das Fahrzeug.

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1.
ID.4: Stromverbrauch (kombiniert): 16,3–15,5 kWh/100 km; CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++. *Der ID.4 Pure ist vorübergehend nicht mit einer individuellen Ausstattung bestellbar.
2.
Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.
2.
Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.
3.
Tiguan eHybrid: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 2,0–1,8; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 14,0–13,4; CO₂-Emission in g/km: kombiniert 46–42; Effizienzklasse: A+++. Rein elektrische WLTP-Reichweite: Bis zu 45 km.

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Volkswagen AG Disclaimer

  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis.

    Bitte beachten Sie auch unseren Konfigurator für eine Übersicht der aktuell verfügbaren Modelle und Ausstattungen.Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.
  • Bitte beachten Sie die allgemeingültigen Corona Regelungen. 
  • Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

    Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

    Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.

    Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+++, A++, A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben. Die hier gemachten Angaben beziehen sich jeweils auf die EG-Typgenehmigung des gewählten Modells und dessen Serienausstattung gem. Richtlinie 2007/46/EG. Von Ihnen im Zuge der Konfiguration gewählte Sonderausstattung kann dazu führen, dass Ihr konfiguriertes Modell aufgrund der gewählten Ausstattung einem anderen genehmigten Typ entspricht, als dies ohne gewählte Sonderausstattung der Fall wäre. Daraus können sich Abweichungen der Angaben für Ihr konfiguriertes Modell ergeben. Bei den angegebenen CO2-Werten handelt es sich um die Werte, die im Rahmen der Typgenehmigung des Fahrzeugs ermittelt wurden.