Auf einer Straße rollt ein Autoreifen von einem Elektroauto.

Reifen für Elektroautos: Sicher ins Rollen kommen

Die Reifen eines E-Autos sind besonders auf Effizienz ausgelegt. Wir erklären die Unterschiede zum Verbrenner, wie es um den Verschleiß steht und worauf es beim Kauf ankommt. (Bild: Adobe Stock)

Die Reifen eines E-Autos sind besonders auf Effizienz ausgelegt. Wir erklären die Unterschiede zum Verbrenner, wie es um den Verschleiß steht und worauf es beim Kauf ankommt. (Bild: Adobe Stock)

Das und mehr erfahren Sie hier über Reifen für Elektroautos:

  • Der Verschleiß der Reifen ist bei E-Autos höher als bei Verbrennern, deshalb müssen sie besonders widerstandsfähig sein.
  • Wer das hohe Drehmoment des elektrischen Motors gerne ausnutzt, sollte auf besonders guten Grip achten.
  • Bei der Auswahl der Reifen spielt auch die Position des Akkus eine Rolle, denn dieser ist besonders schwer.

Wie bei jedem Auto sind die Reifen auch bei E-Autos wichtig für Sicherheit und Handling. Um nicht nur ohne Abgase, sondern auch effizient und langlebig mit dem E‑Auto fahren zu können, werden allerdings etwas andere Ansprüche an die Reifen gestellt. Das liegt an verschiedenen Faktoren, wie etwa an dem höheren Gewicht des Autos und dem veränderten Schwerpunkt eines Elektrofahrzeugs.

Der Vorderreifen und Teile des Kotflügels eines ID.3 Pro S.
Dank des im Unterboden verbauten Akkus ist die Straßenlage eines E-Autos besser als bei einem Benzinfahrzeug. 

Mehr Gewicht und ein hohes Drehmoment

Die meisten E-Autos bringen gegenüber ähnlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor mehr Gewicht auf die Waage. Je nach Modell im Schnitt zwischen 200 und 300 Kilogramm. Dieses Zusatzgewicht kommt durch die verbauten Batterien zustande. Das bedeutet, dass die Bereifung eine höhere Tragfähigkeit aufweisen muss. Außerdem verstärkt das höhere Gewicht des Wagens auch den Reifenabrieb beim Bremsen.  

Für die Tragfähigkeit wird der Last-Index herangezogen, der normalerweise in den Fahrzeugpapieren (Zulassungsbescheinigung Teil 1) steht. Um diese erhöhte Tragfähigkeit auf lange Sicht zu erhalten, ist die regelmäßige Überprüfung des Reifendrucks Grundvoraussetzung. Der Grund ist einfach: Ist der Druck zu gering, erhöht sich der Rollwiderstand, was zu einem schnelleren Verschleiß des Reifens führt. Ist er zu hoch, geht das auf Kosten der Bodenhaftung.

Die Bereifung von Elektroautos leidet außerdem unter dem hohen Drehmoment eines Stromers, das zu einer unmittelbaren Beschleunigung führt. Das macht zwar den besonderen Fahrspaß eines E-Autos aus, geht aber auch mit einer höheren Belastung der Pneus einher. Deshalb sollten deren Seitenwände verstärkt sein. Viele Reifenhersteller haben bereits entsprechende Angebote im Programm, die für mehr Grip und Sicherheit auch spezielle Gummimischungen nutzen. 

ein fahrender Volkswagen ID.3 am Abend ist zu sehen.
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ID.3: Stromverbrauch in kWh/100 km: 15,6-13,1 (kombiniert); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++
Sparsam unterwegs: Durch den geringen Rollwiderstand der Reifen kann der Akku geschont und die Leistung verbessert werden.

Der Rollwiderstand

Die Bereifung des Elektrofahrzeugs sollte auch durch einen geringen Rollwiderstand die Leistung des Akkus unterstützen. Ist der Widerstand zu hoch, muss mehr Akkuleistung aufgebracht werden, um das Auto in Bewegung zu setzen. Das kann die Reichweite des Elektrofahrzeugs minimieren, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist – ein nicht zu unterschätzendes Argument, wenn es um eine entsprechende Bereifung geht. Reifen, die speziell für Elektroautos bestimmt sind, sind im Vergleich zu „Standardmodellen“ länger haltbar und sorgen für energieeffizientes Fahren

Winterreifen: Das gibt es zu beachten

Wenn nasses Laub, Eis oder Schnee die Straßen bedecken, wird es Zeit für Winterreifen. Auch hier stellen E-Autos spezielle Anforderungen. Der erwünschte geringe Rollwiderstand steht dann in Konflikt mit der sogenannten Traktion, der Haftung zur Straße. Je besser der Grip der Pneus ist, desto sicherer wird das Fahren von Oktober bis Ostern. Auch die Assistenzsysteme moderner Fahrzeuge können nur optimal funktionieren, wenn die Kräfte zum Lenken und Bremsen optimal übertragen werden. Reifenhersteller tüfteln also an einer guten Balance zwischen niedrigem Widerstand und hoher Traktion. Es ist anzunehmen, dass sich das Angebot an winterlicher Bereifung für Elektroautos in Zukunft noch weiter vergrößern wird.  

Nach einem Wechsel auf Winterreifen gilt: Tragfähigkeitsindex überprüfen! Die höchste zugelassene Last finden Sie auf der Seitenwand des Reifens. Es könnte sein, dass sie niedriger als bei den Sommerreifen ist. Das hängt damit zusammen, dass sich ein schwer beladenes Fahrzeug vor allem auf winterlichen Straßen, schwerer kontrollieren lässt. 

Geräuscharme Bereifung für E-Autos

Beim Elektroauto fehlen nicht nur die Abgase – der Motor macht auch keine Geräusche. Daher erscheint das Abrollgeräusch der Pneus während der Fahrt ungewohnt laut. Um diese Geräusche zu minimieren, bieten Hersteller besonders geräuscharme, spezielle Reifen, die das Fahrgeräusch erheblich reduzieren, egal bei welchem Fahrbelag. Das Rauschen entsteht durch Schwingung im Inneren der Pneus. Eine Schaumstoffeinlage im Inneren der Lauffläche des Reifens schafft Abhilfe und minimiert den Lärmpegel. Sie absorbiert Schwingungen und sorgt für mehr Laufruhe. Für den Fahrkomfort ein echter Gewinn.

Worauf beim Kauf geachtet werden sollte

Um mit dem Elektroauto sicher, effizient und umweltbewusst fahren zu können, sind spezielle Reifen notwendig. Beim Kauf sind daher ein paar besondere Fakten zu beachten. Erstens sollte der Lastindex des Fahrzeugs geklärt werden. Je nach E‑Auto sind Reifen mit verstärkten Seitenwänden am besten, da diese für schwerere Fahrzeuge gedacht sind. Auch die Position des Akkus spielt eine Rolle. Ist er über den Unterboden verteilt eingebaut oder im hinteren Bereich des Fahrzeugs? Des Weiteren sollte der Grip des Reifens genauer betrachtet werden. Die Gummimischung macht hier den Unterschied und kann dafür sorgen, dass sich der Verschleiß in Grenzen hält. Natürlich spielt auch die Fahrweise eine Rolle: Wer sportlicher unterwegs ist, braucht entsprechende Reifen, die weniger Abrieb zulassen. Wer Ruhe im Pkw schätzt, sollte beim Kauf auf die Schaumstoffeinlagen im Reifeninneren achten.  

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ID.4: Stromverbrauch (kombiniert): 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++
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Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.

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Volkswagen AG Disclaimer

  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis.

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  • Bitte beachten Sie die allgemeingültigen Corona Regelungen. 
  • Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

    Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

    Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.

    Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+++, A++, A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben. Die hier gemachten Angaben beziehen sich jeweils auf die EG-Typgenehmigung des gewählten Modells und dessen Serienausstattung gem. Richtlinie 2007/46/EG. Von Ihnen im Zuge der Konfiguration gewählte Sonderausstattung kann dazu führen, dass Ihr konfiguriertes Modell aufgrund der gewählten Ausstattung einem anderen genehmigten Typ entspricht, als dies ohne gewählte Sonderausstattung der Fall wäre. Daraus können sich Abweichungen der Angaben für Ihr konfiguriertes Modell ergeben. Bei den angegebenen CO2-Werten handelt es sich um die Werte, die im Rahmen der Typgenehmigung des Fahrzeugs ermittelt wurden.