Ein Mann steht mit angelehnten Armen auf der Fahrerseite eines Volkswagen ID.3 Elektroautos. Auf dem Boden schimmert grünes Licht.

Heute und morgen: Rohstoffe für Elektroautos

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf – und mit ihr der Bedarf an speziellen Rohstoffen wie Lithium und Kobalt. Aus welchen Materialien das Elektroauto heute und in Zukunft besteht und wie sich die Rohstoffbedarfe verändern werden.

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ID.3: Stromverbrauch kombiniert: 15,6–13,1 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; Effizienzklasse: A+++

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf – und mit ihr der Bedarf an speziellen Rohstoffen wie Lithium und Kobalt. Aus welchen Materialien das Elektroauto heute und in Zukunft besteht und wie sich die Rohstoffbedarfe verändern werden.

Was Sie hier erfahren über die Rohstoffe für E-Autos:

  • Innovationen in der E‑Mobilität verändern den Bedarf an Rohstoffen.
  • Noch braucht es für E‑Auto-Akkus Graphit, Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt.
  • Das Thema Recycling rückt in den Fokus: Altbatterien werden zunehmend wiederverwendet.
  • Volkswagen forscht bereits an den Batterietechnologien der Zukunft, für die weniger Ressourcen nötig sind.

Vielen E‑Auto-Modellen sieht man auf den ersten Blick an, dass es sich nicht um einen Verbrenner handelt. Das aerodynamische Design und moderne visuelle Elemente lassen schnell auf neue Technologien schließen. Spätestens dann, wenn man einsteigt und zum ersten Mal Gas gibt, ist der Unterschied zu einem Auto mit herkömmlichem Antrieb offenkundig. Denn E-Autos beschleunigen fast geräuschlos, von Anfang an dynamisch und mit vollem Drehmoment. Diesel oder Benziner brauchen hingegen viel länger, um die vom Motor erzeugte Kraft an die Räder weiterzuleiten. Aber nicht „nur“ in Bezug auf Erscheinungsbild, Technik und Fahrverhalten unterscheiden sich Verbrenner und Elektrofahrzeuge deutlich.  

Auch die Rohstoffe, die für die Herstellung der Autos und ihrer Komponenten benötigt werden, sind zum Teil gänzlich andere. Das liegt vor allem an den in Elektroautos verbauten Lithium-Ionen-Akkus, aus denen E-Autos wie die ID. Modelle ihren Strom beziehen – und dank derer sie lokal C02-frei unterwegs sind. Für die Produktion der Batterien braucht es unter anderem Graphit, aber auch Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt. Ohne diese Rohstoffe können keine elektrochemischen Speicher mit vergleichbaren Eigenschaften produziert werden – zumindest noch nicht.

Seltene Erden statt Erdöl: Aber nicht nur für die Batterien, sondern auch für die Motoren der Elektroautos braucht es spezielle Rohstoffe. Wesentlich für die Magnete, die in den E‑Auto-Motoren genutzt werden, sind die Metalle der Gruppe der Seltenen ErdenOpens an external link

Woher die Rohstoffe in der Batterie stammen

Lithium stammt vor allem aus Australien, Chile und China, wo es ihn als in Mineralien gebundenen Feststoff gibt. Gewonnen wird er im herkömmlichen Erzbergbau. Immer seltener kommt Lithium hingegen aus dem südamerikanischen Lithiumdreieck. Dort befinden sich zwar große Reserven in den dortigen Salzseen. Die zur Gewinnung benötigte große Menge an Wasser hat allerdings negative Auswirkungen unter anderem auf die Ökosysteme. Graphit wird vorrangig in China, Mosambik und Brasilien gewonnen. Die Hauptförderregionen für Mangan sind Südafrika, Australien und Gabun und für Kupfer Chile und Peru. Knapp 25 Kilo werden für Kabel und Stromableiter einer 58-kWh-Batterie im ID.3 (Stromverbrauch kombiniert: 15,6–13,4 kWh/100 km (NEFZ); CO₂ Emissionen kombiniert: 0 g/km; Effizienzklasse A+++) gebraucht. Der größte Anteil an Nickel kommt aus Indonesien, verwendet wird der Rohstoff für die Kathode. Und mehr als die Hälfte des weltweit abgebauten Kobalts stammt aus der Demokratischen Republik Kongo.  

Gerade der Abbau von Kobalt im industriellen Tagebau und auch die Lithium-Förderung geschehen zum Teil unter kritischen Umwelt-, Sozial- und Sicherheitsbedingungen. Diese sind für Volkswagen nicht akzeptabel. Volkswagen arbeitet deshalb im Rahmen eines Projekts zur Zertifizierung von Rohstoffen (CERA) an der Entwicklung eines Nachhaltigkeitsstandards für den Rohstoffabbau mit, um die Lage vor Ort prüfen und vor allem auch verbessern zu können. Volkswagen unterstützt auch die Global Battery AllianceOpens an external link, die ebenfalls dieses Ziel verfolgt. Darüber hinaus wurden die direkten Lieferanten in einem Code of ConductOpens an external link vertraglich zu hohen Umwelt- und Sozialstandards verpflichtet.

Das Recyclingsymbol mit den grünen Pfeilen schlängelt sich in dieser Grafik um das Batteriemodul eines E-Autos.
Wie umweltverträglich E‑Mobilität ist, hängt auch von den Rohstoffquellen ab. Volkswagen hat deshalb mit seinen Lieferanten in einem Code of Conduct die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards vereinbart. (Bild: Adobe)

Rohstoffbedarf senken, Recycling steigern

Aber wie viel von den Rohstoffen braucht es eigentlich? Laut der Studie „Gigafactories für Lithium-Ionen-Zellen – Rohstoffbedarfe für die globale Elektromobilität bis 2050Opens an external link“ des Öko-Instituts wurden 2016 circa 10.000 Tonnen Lithium für den Einsatz in E-Fahrzeugen verwendet. Im Jahr 2050 könnte laut Schätzung der Studie der Bedarf bis auf 1,1 Millionen Tonnen steigen. Allerdings könnten bis dahin bis zu 40 Prozent des Bedarfs durch Recyclingmaterial abgedeckt werden.

Denn da künftig weniger Rohstoffe benötigt werden sollen, rückt das Thema Recycling mehr und mehr in den Fokus. So soll der Bedarf an Rohstoffen und Energiespeichern durch Altbatterien, deren Anteil kontinuierlich steigt, gedeckt werden. Stichwort: zweites Leben. Ältere, aber noch funktionierende Batterien könnten damit weiterverwendet werden. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die in den Elektroauto-Akkus enthaltenen Rohstoffe zu recyceln. Ende der 2020er Jahre kommen voraussichtlich die ersten großen Stückzahlen an Batterien zurück. Um perfekt darauf vorbereitet zu sein, hat Volkswagen 2020 eine Pilotanlage zur Weiterentwicklung seines innovativen Recycling-Verfahrens gestartet. 

(Elektro-)Auto der Zukunft

Aber auch im technischen Bereich arbeitet Volkswagen an Lösungen: So wird bereits an den Batterietechnologien der Zukunft geforscht und mit Hochdruck daran gearbeitet, die benötigte Menge Kobalt in den nächsten Jahren deutlich zu reduzieren. Studien zeigen, dass die Bilanz in puncto CO2-Emissionen von Elektrofahrzeugen über die komplette Lebenszeit hinweg bereits heute deutlich besser ausfällt als die von Verbrennern: So kommen aktuelle Berechnungen auf eine 50 bis 80 Prozent bessere CO2-Bilanz der E-Autos.

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ID.4: Stromverbrauch (kombiniert): 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++
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Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.

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Volkswagen AG Disclaimer

  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis.

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  • Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

    Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

    Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.

    Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+++, A++, A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben. Die hier gemachten Angaben beziehen sich jeweils auf die EG-Typgenehmigung des gewählten Modells und dessen Serienausstattung gem. Richtlinie 2007/46/EG. Von Ihnen im Zuge der Konfiguration gewählte Sonderausstattung kann dazu führen, dass Ihr konfiguriertes Modell aufgrund der gewählten Ausstattung einem anderen genehmigten Typ entspricht, als dies ohne gewählte Sonderausstattung der Fall wäre. Daraus können sich Abweichungen der Angaben für Ihr konfiguriertes Modell ergeben. Bei den angegebenen CO2-Werten handelt es sich um die Werte, die im Rahmen der Typgenehmigung des Fahrzeugs ermittelt wurden.