Schaubild Lebenszyklus eines Elektrofahrzeug-Akkus

Recycling und mehr: Zweites Leben für Rohstoffe und gebrauchte Batterien

Nach dem Einsatz in E-Autos ist die Leistung von Akkus meist noch mehr als ausreichend, um sie wieder fit zu machen und ihnen ein neues Arbeitsleben zu schenken. Oder ihre wertvollen Rohstoffe können durch Recycling wiedergewonnen und -verwendet werden.

Nach dem Einsatz in E-Autos ist die Leistung von Akkus meist noch mehr als ausreichend, um sie wieder fit zu machen und ihnen ein neues Arbeitsleben zu schenken. Oder ihre wertvollen Rohstoffe können durch Recycling wiedergewonnen und -verwendet werden.

Das und mehr erfahren Sie hier über Akku-Recycling:

  • Wenn Akkus von E-Autos altern, sinken Reichweite, Beschleunigungswirkung und Ladeleistung des Fahrzeugs.
  • Re-use und Remanufacturing helfen dabei, Ressourcen zu sparen.
  • Werden Akkus recycelt, können Rohstoffe wieder eingesetzt werden – zum Beispiel bei neuen Batteriezellen.

Anforderungen an E‑Auto-Batterien

Beschleunigen nach einer roten Ampel, ein Zwischenstopp an einer Schnellladestation oder nächtliches Aufladen an der heimischen Wallbox: Aktivitäten wie diese fordern Akkus heraus. Ebenso der Wechsel zwischen Minustemperaturen im Winter und 30 Grad Sommerhitze. Eingesetzt in einem Elektroauto arbeiten die Energiespeicher unter extremen Bedingungen wie Feuchtigkeit, Kräfteeinfluss und Erschütterungen. Daher sind die Anforderungen an Akkus in Elektroautos außerordentlich hoch. Die Qualitätsansprüche bei Volkswagen an diese Hightech-Produkte ebenfalls. Der Konzern gibt den Käufer_innen eines fabrikneuen elektrisch betriebenen ID. Modells die Garantie, dass nach acht Jahren beziehungsweise 160.000 gefahrenen Kilometern noch 70 Prozent der anfänglichen Batteriekapazität zur Verfügung stehen.1 Wenn Akkus altern, macht sich das an drei Effekten bemerkbar: Aufgrund der verringerten Kapazität sinken die Reichweite sowie die Beschleunigungswirkung und die Ladeleistung des Fahrzeugs. 

Ansätze für die Wiederverwendung von Batterien

Weil die Verlängerung der Lebensdauer in der Konzern-BatteriestrategieOpens an external link von Volkswagen eine zentrale Rolle spielt, werden in verschiedenen Ansätzen weitere Verwendungsmöglichkeiten für die Akkus nach ihrem ersten Einsatz geprüft. Die Weiterverwendung außerhalb von Elektroautos und das Recycling der Lithium-Ionen-Batterien sind zwei Ansätze, die ökologisch sinnvoll sind. Denn: Mit dem Zuwachs an elektrischen Fahrzeugen steigt der globale Bedarf an Batterien. Und damit auch die Nachfrage bei Rohstoffen, die für die Akku-Herstellung benötigt werden, wie etwa Lithium, Kobalt und Nickel. Grund genug also, sich intensiv mit der Wiederverwendung und dem Recycling der ausrangierten Lithium-Ionen-Akkus zu beschäftigen.

Einsatzmöglichkeiten von Second-Life-Batterien

Nachdem Akkus in Elektroautos eingesetzt wurden, ist die Leistung der Stromspeicher für andere Anwendungen noch mehr als ausreichend. Daher wird nach anderen, weniger anspruchsvollen Einsatzmöglichkeiten gesucht, bei denen die geringere Kapazität kein Hindernis darstellt. Lithium-Ionen-Batterien aus dem Auto können – nachdem sie dort ihren Zweck nicht mehr erfüllen – zum Beispiel zur Speicherung von erneuerbaren Energien verwendet werden. Oder sie dienen als „Batteriefarm“ in der Industrie oder als Hausbatterie für die heimische Photovoltaikanlage. Die Batterien der Elektroautos kommen auf diese Weise erst nach mehreren Jahren einer zusätzlichen Second-Life-Anwendung zum Recycling. 

Re-Use bei Volkswagen

„Abgesehen von einem optimalen RecyclingverfahrenOpens an external link spielt die Verlängerung der Lebensdauer bei uns eine zentrale Rolle. Grundsätzlich sollen die Batterien in erster Linie repariert beziehungsweise aufbereitet oder zur vollständigen Weiterverwendung in Second-Life-Projekte überführt werden“, sagt Tobias Enge, Konzernstratege im Geschäftsfeld E‑Mobilität und Infrastruktur. „Die Weiterverarbeitung in alternativen Umfeldern – zum Beispiel in Großspeichern – wird erforscht und zu praxistauglichen Einsätzen vorangetrieben.“ So gibt es innerhalb des Konzerns eine Vielzahl von Second-Life-Großspeicherprojekten. Dort kommen die gebrauchten Stromspeicher im Verbund als riesige Batterie zum Einsatz – sowohl in den Werken von Volkswagen als auch in Kooperationsprojekten mit Versorgungsgesellschaften und Städten. Ihre Lebensdauer kann durch derartige Einsätze verlängert werden. 

Schaubild Wiederverwertung eines Elektrofahrzeug-Akkus
Wiederverwertung eines Elektrofahrzeug-Akkus als Energiespeicher.

Remanufacturing

Neben Re-Use, der Weiterverwendung außerhalb des Fahrzeugs, setzt Volkswagen außerdem auf Remanufacturing. Bei dieser Anwendung werden die gebrauchten Lithium-Ionen-Akkus durch den Austausch einzelner Bauteile wieder für einen Einsatz im Elektrofahrzeug fit gemacht. Alternativ bietet sich auch hier nach einer Teilzerlegung der Batterie in ihre Module eine Weiterverwendung in stationären Speichern an. 

Schaubild Remanufacturing eines Elektrofahrzeug-Akkus
Wiederaufarbeitung der Batterie zum erneuten Einsatz im Auto.

Recycling von Batterien 

Alle im Konzern eingesetzten Akkus müssen nach ihrem Einsatz früher oder später recycelt werden. Volkswagen baut in Zusammenarbeit mit mehreren Recyclingpartnern ein effektives und sicheres Verfahren zum Recyceln in allen Märkten auf. „Die Stromspeicher werden demontiert, zerkleinert und aufbereitet. Dabei werden wertvolle Rohstoffe wie Nickel, Kupfer und Lithium in großen Mengen zurückgewonnen und können danach zum Beispiel in der Produktion neuer Batteriezellen wieder eingesetzt werden“, sagt Tobias Enge. Ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen mobilen Zukunft. Denn: Ein effektives Recyceln schont die wichtigsten Ressourcen, die für die Herstellung der Akkus benötigt werden.

Schaubild Recycling eines Elektrofahrzeug-Akkus
Recycling eines Elektrofahrzeug-Akkus.

Sobald es mit der steigenden Anzahl von Elektrofahrzeugen auch genügend wiederverwertbare Fahrzeugbatterien gibt, wird die Vorgehensweise zur Wieder- und Weiterverwendung flächendeckend eingesetzt. Der Konzern ist also gut aufgestellt, um wichtige, begrenzte Ressourcen nachhaltig zu schonen und bestenfalls die CO2-Bilanz zu verbessern. Ein umweltbewussterer Ansatz wie dieser zeigt einmal mehr, wie beeindruckend und zukunftsweisend Elektromobilität ist.

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2.
ID.4: Stromverbrauch kombiniert: 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+
3.
Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungszustand abweichen.
5.
Tiguan eHybrid: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,6; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 13,8; CO₂-Emission in g/km: kombiniert 35; Effizienzklasse: A+

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Volkswagen AG Disclaimer

1.
Im Rahmen des Anwendungsbereiches der Garantie und zu den dort aufgeführten Bedingungen und Vorgaben gewährt die Volkswagen AG dem Käufer eines fabrikneuen elektrisch betriebenen BEV-Fahrzeuges für acht Jahren (oder bis zu 160.000 Kilometern Fahrleistung, je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt) eine Garantie, dass der nutzbare Netto-Batterieenergieinhalt 70% nicht unterschreitet.
4.
Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.
  • Die in dieser Darstellung gezeigten Fahrzeuge und Ausstattungen können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen der Fahrzeuge gegen Mehrpreis. Bitte beachten Sie auch unseren Konfigurator für eine Übersicht der aktuell verfügbaren Modelle und Ausstattungen.

    Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.

  • Bitte beachten Sie die allgemeingültigen Corona Regelungen.