Volkswagen Mitarbeiter mit Virtual Reality Brille
Nachhaltigkeit

Fit für die Zukunft

Nachhaltigkeit

Fit für die Zukunft

Text von Volkswagen Aktiengesellschaft
Fotografie von Volkswagen Aktiengesellschaft

Volkswagen wird die Mobilität der Zukunft mitgestalten. Für die neuen Herausforderungen wie Elektromobilität, autonomes Fahren und moderne Mobilitätsdienste machen sich auch die Mitarbeiter fit. Sie lernen den Umgang mit Augmented und Virtual Reality, nutzen digitale Tools und vernetzen sich konzernweit mit ihren Kollegen.

Text von Volkswagen Aktiengesellschaft
Fotografie von Volkswagen Aktiengesellschaft

Volkswagen wird die Mobilität der Zukunft mitgestalten. Für die neuen Herausforderungen wie Elektromobilität, autonomes Fahren und moderne Mobilitätsdienste machen sich auch die Mitarbeiter fit. Sie lernen den Umgang mit Augmented und Virtual Reality, nutzen digitale Tools und vernetzen sich konzernweit mit ihren Kollegen.

Volkswagen stellt sich den Herausforderungen von Globalisierung und Digitalisierung. Dabei geht nicht nur das Management mit der Entwicklung entsprechender Strategien und Maßnahmen neue Wege. Die gesamte Belegschaft versteht sich als Team, das den Wandel annimmt und moderne Technologien in den Arbeitsalltag integriert. Aus diesem Grund werden nicht nur die jungen, frisch in den Konzern kommenden Auszubildenden hinsichtlich der neuesten Methoden und Innovationen geschult, sondern auch langjährige Mitarbeiter bilden sich für die anstehenden Aufgaben fort. Zur Würdigung vorbildlicher Aus- und Fortbildungskonzepte vergibt der Konzern seit 2016 sogar einen Preis – den Education Award, der herausragende Bildungsprojekte auszeichnet. 

Eine internationale, über 100-köpfige Jury wählte dafür auch in diesem Januar wieder die jeweils besten Projekte der Kategorien digitale Lernformen in der Berufsausbildung, digitale Lernformen in der Weiterbildung, technische Transformation und kulturelle Transformation.  „Die Transformation der Automobilindustrie gelingt nur, wenn die Belegschaften passgenau für ihre neuen Aufgaben qualifiziert sind“, sagt Volkswagen Personalvorstand Gunnar Kilian. „Dabei geht es nicht nur um die Inhalte, sondern auch um die Methoden. Volkswagen verfügt über Top-Know-how in der Kompetenzentwicklung, und unsere Experten arbeiten intensiv an zukunftsweisenden Projekten.“ 

Volkswagen Werk Zwickau als Vorreiter bei der Elektromobilität
Volkswagen macht das Werk Zwickau zur Speerspitze der Elektromobilität.    

Start der Elektromobilitäts-Offensive

Eins dieser ausgezeichneten Konzepte ist das Trainings-Center e-Mobilität mit e-Motion-Room des Volkswagen Werks Zwickau. Anhand von Lernelementen wie Gamification und Virtual Reality werden Grundfertigkeiten für die Arbeit mit den neuen Elektro-Baugruppen erlernt sowie Produkt- und Prozesskenntnisse vermittelt. Überhaupt ist Zwickau ein Paradebeispiel für die Lernbereitschaft und -fähigkeit der Mitarbeiter, findet dort doch die größte Qualifizierungsoffensive in der Geschichte von Volkswagen statt. Nahezu alle Kolleginnen und Kollegen – insgesamt 7.700 – werden darauf vorbereitet, dort ab Ende 2019 die ersten rein elektrischen Fahrzeuge vom Band rollen zu lassen. Umgesetzt werden die Bildungsmaßnahmen gemeinsam mit dem Volkswagen Bildungsinstitut. „Unser Ziel ist es, alle Mitarbeiter bestmöglich zu befähigen, Elektrofahrzeuge in großen Stückzahlen und höchster Qualität zu produzieren“, sagt Holger Naduschewski, Geschäftsführer des Volkswagen Bildungsinstituts in Zwickau.

Die Elektromobilität erfordert  aber nicht nur im Zwickauer Werk besondere Qualifikationen. Weltweit werden 100 Jungingenieure im Rahmen des „Future Electronic Engineer Program“ (FEEP) zu Top-Produktionsexperten qualifiziert. Die FEEP-Absolventen werden quasi Geburtshelfer der neuen e-Autos, die im Rahmen der großen Elektro-Offensive von Volkswagen auf den Markt kommen. Thomas Ulbrich, Markenvorstand für Elektromobilität, verdeutlicht die Dimensionen: „Volkswagen wird innerhalb von rund drei Jahren insgesamt 27 e-Auto-Anläufe von vier Marken in drei Weltregionen stemmen. Allein im Werk Zwickau werden Modelle von drei Konzernmarken vom Band laufen. Wir benötigen an unseren Elektro-Standorten künftig weltweit Jungingenieure, die die Erfordernisse in der Produktion der neuen Fahrzeugarchitektur kennen – und zugleich viel Praxiserfahrung mitbringen.“ Die FEEP-Techniker arbeiten nicht nur an, sondern auch mit den modernsten Werkzeugen und elektronischen Hilfsmitteln.

Arbeit am Auto mit Virtual Reality

Moderne Ausbildung für die Industrie 4.0

Doch nicht nur in diesem hochspezialisierten Teilbereich des Automobilbaus bereiten sich Mitarbeiter auf die digitalisierte Welt der Industrie 4.0 vor. Auch in den klassischen Ausbildungsberufen revolutioniert die Digitalisierung das Lehren und Lernen bei Volkswagen. Ralph Linde, Leiter der Volkswagen Group Academy, erläutert: „Wir erneuern die Berufsausbildung mit hohem Tempo. Ausbilder werden Lernbegleiter, sie setzen auf Methodenvielfalt und digitale Medien, und sie fördern selbstbestimmtes Lernen. Unsere Auszubildenden wiederum nutzen ihre Medienkompetenz. Sie erstellen beispielsweise in Projekten selbst Lernmedien und bringen damit ihr Know-how in die Wissensweitergabe ein.“ So erhalten Auszubildende während ihrer Lehrzeit bei Volkswagen iPads, um sich eigenständig Informationen zu beschaffen, Lerninhalte zu bearbeiten und neue zu erstellen. Auch spezielle Datenbrillen, so genannte Augmented-Reality(AR)-Brillen, liegen für die Auszubildenden griffbereit. Diese AR-Brillen ermöglichen es, Lehrgangsabläufe digitalisiert darzustellen. Durch diese sind sie unmittelbar und jederzeit abrufbar. Informationen und Hilfen können somit direkt und gezielt im realen Arbeitsablauf angefordert werden, was die Selbstlernkompetenz fördert. Das versetzt Auszubildende in die Lage, ihr Lernverhalten individuell an die Gegebenheiten im Betrieb anzupassen. Betriebsrat Gerardo Scarpino, Vorsitzender des Bildungsausschusses von Volkswagen, fasst zusammen: „Digitalisierung in der Ausbildung ist keine praxisferne Spielerei, im Gegenteil. Digitalisierung ermöglicht erst eine Ausbildung, die sich eng an den topaktuellen Technologiethemen der Fachbereiche orientiert. Wer aus der Ausbildung in den Fachbereich wechselt, dem bleibt damit der Praxisschock erspart. Dadurch ist jeder dann optimal qualifiziert.“

Neue Roboter für die Produktion von Elektroautos in Zwickau

Digitalisierung in allen Bereichen

Bei den produktionsnahen Berufen liegt es nahe, dass Prozessoren den Arbeitsalltag erleichtern, aber auch aus den Entwicklungsabteilungen und kreativen Bereichen sind sie nicht mehr wegzudenken. Auch das Volkswagen Design setzt auf digitales Arbeiten in einem effizienteren Workflow. Mit LED-Screens, interaktiver Gestaltung und Kollaboration in Virtual Reality treibt dieser Bereich die digitale Transformation voran. Er hat in den vergangenen zwei Jahren seine Arbeitsweise komplett umgestellt. „Die kontinuierliche Mitarbeiter-Qualifizierung und Software-Optimierung führt dazu, dass neben der höheren Entwicklungsgeschwindigkeit und Produktqualität auch die Mitarbeiterzufriedenheit steigt“, sagt Klaus Bischoff, Leiter Volkswagen Design. „Bei Volkswagen wird die Digitalisierung im Design gelebt – und davon profitieren auch die Mitarbeiter: Durch die neuen Prozesse ergeben sich spannende Perspektiven für die persönliche Weiterentwicklung.“

Bei Volkswagen Design wurde in umfangreiche High-End-Präsentationsanlagen investiert – wie beispielsweise in einen 18 Meter breiten hochauflösenden LED-Screen zur Abnahme virtueller Modelle. So wird unter anderem die kosten- und zeitintensive Fertigung von Tonmodellen während des Prozesses drastisch reduziert, da die Modelle nun virtuell dargestellt und optimiert werden können. Auch hier kommen Virtual und Augmented Reality zum Einsatz: Mit hochauflösenden Datenbrillen können seit neuestem mehrere Personen, die sich körperlich an unterschiedlichen Orten befinden, zusammen neue Produktvisionen kreieren, ausarbeiten und in fotorealistischer Qualität beurteilen.

Künstliche Intelligenz im Werk in Zwickau

Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Volkswagen und seinen Mitarbeitern sind gestellt. Doch Hightech-Medien und Innovationen sind nur ein Baustein für die Zukunftsfähigkeit. Entscheidend für den Unternehmenserfolg sind die Mitarbeiter selbst, das, was sie in das Unternehmen einbringen und von den Aus- und Fortbildungen mitnehmen. „Wir haben Mitarbeiter, die fachlich top und Teamplayer sind. Sie können eigenverantwortlich handeln, sind motiviert und fähig, sich auch nach Abschluss ihrer Ausbildung stetig weiterzubilden“, sagt Personalvorstand Kilian. Auch bei Volkswagen gilt also: Man lernt nie aus.

Zusammenarbeit von Mensch und Roboter
Auch in einer digitalisierten Automobilproduktion werden menschliche Mitarbeiter die zentrale Rolle spielen und Hand in Hand mit Roboterkollegen zusammenarbeiten. Für diese Mensch-Roboter-Kooperation werden sie an den Produktionsstandorten aus- und fortgebildet.

/ September 2019

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