2.7.59.9, 2018-10-09 10:11:18

Recycling.

Rohstoffquelle: 95 % Ihres Volkswagen können recycelt & verwertet werden.

Ihr Volkswagen hat nach vielen treuen Jahren an Ihrer Seite die endgültige Stilllegung vor sich? Zertifizierte Recycling-Unternehmen kümmern sich darum, dass Ihr Auto zu 95 % recycelt und verwertet wird. Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Schritte des Verwertungsprozesses und können sich über die gesetzlichen Bedingungen einer kostenlosen Rücknahme informieren.

Recyclingorientierte Konstruktion.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind integraler Bestandteil der gesamten Prozesskette von der Produktplanung über Produktion bis zur abschließenden Verwertung des Altfahrzeugs. Diese Zielsetzung erfordert bereits während der Entwicklung Ihres neuen Volkswagen zahlreiche Aktivitäten und Maßnahmen, die zur Schonung der Umwelt in der Produktion und während der Nutzungsphase beitragen. So sparen wir Ressourcen ein und ermöglichen eine umweltgerechte Verwertung zu 95 %.

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Information.

  • Es wird sichergestellt, dass sämtliche Betriebsflüssigkeiten später aus dem Altfahrzeug vollständig entnommen und auszubauende Teile demontiert werden können.
  • Die Vermeidung von Schadstoffen ist Bestandteil der Umweltziele der technischen Entwicklung.
  • Der Einsatz von Rezyklaten ist für viele nicht sicherheitsrelevante Bauteile freigegeben, wenn sie die gleichen Qualitätsansprüche erfüllen wie Primärmaterial.
  • Alle Bauteile aus Kunststoff werden nach international gültigen ISO-Normen gekennzeichnet, um eine sortenreine Identifizierung zu ermöglichen.
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Rezyklate.

Rezyklate können im aktuellen Polo u. a. bei folgenden Bauteilen eingesetzt werden:

  1. Grundkörper Türverkleidung
  2. Ladeboden
  3. Vekleidung Radhaus
  4. Einstiegsleiste
  5. CW-Bodenverkleidung
  6. Bodenbelag
  7. Radhausschale
  8. Lichtmodul
  9. Zahnriemenschutz

Der Verwertungsprozess.

Wir konstruieren Ihren Volkswagen so, dass er am Ende der Lebensdauer zu 95 % verwertet und recycelt werden kann. Nach der endgültigen Stilllegung Ihres Volkswagen beginnt der anschließende Verwertungsprozess.

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1. Rücknahme.

Die Voraussetzungen.

Egal, wann Ihr Volkswagen zum ersten Mal zugelassen wurde – seit dem 1. Januar 2007 können Sie ihn bei den anerkannten Rücknahmestellen kostenlos zurückgeben, die wir Ihnen nennen. Allerdings muss er für die kostenlose Rücknahme ein paar gesetzliche Bedingungen erfüllen.

  • Ihr Volkswagen war mindestens einen Monat vor der Stilllegung in der EU zugelassen.
  • Ihr Volkswagen ist vollständig, d.h. er enthält wesentliche Bauteile und Komponenten (inklusive Motor, Getriebe, Steuergeräten und allen anderen Teilen).
  • Ihr Volkswagen ist nicht mit Abfällen oder fahrzeugfremden Teilen beladen.
  • Sie geben Ihren Volkswagen zusammen mit dem Original-Fahrzeugbrief oder einem vergleichbaren EU-Zulassungsdokument zurück und erhalten dafür den Verwertungsnachweis, der für die Abmeldung des Fahrzeugs (endgültige Stilllegung) bei der Zulassungsstelle vorgelegt wird.
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2. Vorbehandlung.

Nachdem die Fahrzeugdaten von der Rücknahmestelle erfasst wurden und Sie Ihren Verwertungsnachweis bekommen haben, wird Ihr Altfahrzeug für die Verwertung vorbereitet. Entnommene Bauteile bzw. Flüssigkeiten werden getrennt gesammelt und können wiederverwendet, recycelt oder verwertet werden.

  • Die Batterie wird entfernt.
  • Airbags und Gurtstraffer werden neutralisiert.
  • Alle Betriebsflüssigkeiten (Kraftstoff, Motor-, Getriebe- und Stoßdämpferöl, Bremsflüssigkeit, Kühlflüssigkeit, Kältemittel aus der Klimaanlage) werden entnommen.
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3. Demontage.

Nach dem Demontieren bestimmter Bauteile kann die direkte Rückführung in die Recycling- und Verwertungskreisläufe erfolgen. In der Fahrzeugpresse wird das Fahrzeug platt zusammengedrückt und ist somit optimal vorbereitet für den Shredder.

  • Katalysatoren werden ausgebaut, um die enthaltenen Edelmetalle Platin, Palladium und Rhodium zurückzugewinnen.
  • Räder und Reifen werden demontiert.
  • Bauteile und Aggregate, zur Verwendung als gebrauchte Ersatzteile, werden entnommen.
  • Die Demontage von Kunststoffteilen für das werkstoffliche Recycling ist von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der am Markt vorhandenen Nachfrage nach Rezyklaten abhängig.
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4. Shredder.

Die vorbehandelte Restkarosse wird im Shredder in faustgroße Stücke zerkleinert und dann in einer mehrstufigen Sortierung (Windsichtung, Magnetabscheidung, Wirbelstrom) in mehrere Materialgruppen aufgetrennt. Wieder einsetzbarer Metallschrott macht dabei 75 % des gesamten Fahrzeugs aus.

  • Eisen- und Stahlwerkstoffe dienen als Rohstoff für hochwertigen Stahl.
  • Nichteisenmetalle wie z. B. Kupfer, Aluminium, Zink werden aus der Shrederschwerfraktion abgetrennt und weiter aufbereitet.
  • Die Shredderleichtfraktion enthält unter anderem die Sitze Ihres Altfahrzeugs.
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5. Post-Shredder-Technologie.

Mit dem Shredder ist es noch nicht zu Ende. Die sogenannten Shredderrückstände (Shredderleichtfraktion und nichtmetallische Anteile der Shredderschwerfraktion) enthalten noch wertvolle organische Werkstoffe. In Post-Shredder-Verfahren, wie z. B. dem Volkswagen-SiCon-Verfahren, werden die Rückstände weiter zerkleinert, voneinander getrennt und können somit wiederverwertet werden.

  • Veredeltes Shredder-Granulat, dass aus Hartkunststoffen besteht, kann bei der Herstellung von Stahl als Ersatz für Schweröl bzw. Kohlenstaub verwendet werden.
  • Shredderflusen aus Textilfasern und Sitzschäumen können als Entwässerungshilfsmittel für Klärschlamm hochwertigen Kohlenstaub ersetzen.
  • Shreddersand aus Glas, Rost und Lackresten kann nach weiterer Aufbereitung als Baustoff verwendet werden.