2.2.0.4_0, 2017-05-15 14:52:25

Technik auf den Punkt gebracht.

Was bedeutet MPI? Was ist eine Diversity-Antenne? Was ist der Unterschied zwischen Easy Entry und Easy Open? Das Technik-Lexikon hilft Ihnen bei der Begriffsklärung und stellt Ihnen technisches Know-how zur Verfügung.

Überrollschutzsystem

Überrollschutzsystem

Das aktive Überrollschutzsystem sorgt bei einem Fahrzeugüberschlag für zusätzliche Insassensicherheit.

Das Überrollschutz-System besteht aus zwei separaten Kassetten, die hinter den Fondsitzen über jeweils sechs Anlenkpunkte zwischen der doppelt ausgeführten Gepäckraumrückwand befestigt sind. Dank der effizienten Profilbauweise und der durchgehenden Verschraubung kann der Überrollschutz wesentlich höhere Kräfte als bereits bekannte Systeme aufnehmen. Sowie die Crashsensoren die Gefahr eines möglichen Überschlags oder eines Aufpralls (Front, Heck und Seite) ermitteln, wird das Schutzsystem über das Airbagsteuergerät aktiviert.

Ein Entriegelungssystem bewirkt, dass die Stützprofile innerhalb von 0,25 Sekunden um maximal 265 Millimeter hochschnellen. In ihrer Endposition werden die Profile arretiert und sichern zusammen mit dem extrem steifen Frontscheiben-Rahmen alle vier Sitzplätze ab. Sollte das Verdeck geschlossen sein, fährt das Überrollschutzsystem federbelastend gegen den Verdeckhimmel. Falls kein Überschlag erfolgt, können die Bügel wieder von Hand in die Kassetten eingeschoben werden. Auf diese Weise werden mögliche Reparaturkosten vermieden.

Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“

Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“

Das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ erkennt mittels eines Sensors (Radar/Laser) kritische Abstandssituationen und hilft, den Anhalteweg zu verkürzen. In Gefahrensituationen warnt das System den Fahrer optisch und akustisch sowie mit einem Bremsruck. „Front Assist“ arbeitet unabhängig von der „automatischen Distanzregelung ACC“.

„Front Assist“ reagiert in zwei Stufen auf kritische Annäherungssituationen: in der ersten Stufe warnt das Assistenzsystem den Fahrer mit akustischen und optischen Signalen vor plötzlich stark verzögernden oder langsam vorausfahrenden Fahrzeugen und der damit verbundenen Kollisionsgefahr. Parallel dazu wird das Fahrzeug auf eine Notbremsung „vorbereitet“. Die Bremsbeläge werden an die Bremsscheiben angelegt, ohne dass es zu einer Fahrzeugverzögerung kommt. Das Ansprechverhalten des hydraulischen Bremsassistenten wird sensibler geschaltet.

Sollte der Fahrer nicht auf die Warnung reagieren, wird er in der zweiten Stufe durch einen einmaligen kurzen Bremsruck auf einen drohenden Auffahrunfall hingewiesen und das Ansprechverhalten des Bremsassistenten weiter erhöht. Tritt der Fahrer dann auf die Bremse, steht sofort die volle Bremsleistung zur Verfügung. Ist die Bremsung nicht stark genug, erhöht „Front Assist“ den Bremsdruck auf das erforderliche Maß, damit das Fahrzeug vor dem Hindernis zum Stehen kommen kann.

Fahrzeugabhängig bietet „Front Assist“ zwei weitere Funktionen: In diesem Fall leitet „Front Assist“ nach der Kollisionswarnung selbstständig eine automatische Teilbremsung ein, die ausreicht, um das Fahrzeug abzubremsen und die Aufmerksamkeit des Fahrers wieder herzustellen. In Situationen, in denen eine Kollision unvermeidbar ist, wird der Fahrer zusätzlich mit einer automatischen Vollbremsung unterstützt. Dabei bremst „Front Assist“ das Fahrzeug maximal ab, um die Aufprallgeschwindigkeit zu verringern und die Kollision so gering wie möglich zu halten.

Fahrzeugabhängig unterstützt „Front Assist“ auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Übersieht der Fahrer ein Hindernis, bremst „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion das Fahrzeug automatisch ab und sorgt für eine Verringerung der Aufprallgeschwindigkeit. Im Idealfall werden Auffahrunfälle so gänzlich vermieden.

Siehe auch:
Automatische Distanzregelung ACC
City-Notbremsfunktion

Umgebungsansicht „Area View“

Umgebungsansicht „Area View“

Area View“ liefert Bilder rund um das Fahrzeug live ins Cockpit. Der Fahrer kann die unmittelbare Umgebung damit hervorragend einsehen. Das System bietet eine Vielzahl von Perspektiven und Ansichten, um den Fahrer in jeder Verkehrssituation optimal zu unterstützen.

Vier Kameras sorgen für die sichere Rundumsicht. Mit den 180° Weitwinkelobjektiven im Front- und Heckbereich erweitert sich das Blickfeld des Fahrers sogar vom vordersten oder hintersten Punkt des Fahrzeugs um 90° nach links und rechts. Er ist so in der Lage, gewissermaßen „um die Ecke“ zu schauen. Das System unterstützt bei schwierigen Manövern wie dem Ankuppeln und Rangieren mit einem Anhänger oder im Gelände. Oder beim Einfädeln in unübersichtlichen Situationen.

Die Bilder der Kameras werden digital verarbeitet und in Echtzeit im Display des Radio- oder Radio-Navigations-Systems angezeigt.

Umluftschaltung, automatisch

Umluftschaltung, automatisch

Der Luftgütesensor ist bei Volkswagen Bestandteil der automatischen Klimaanlage "Climatronic". Er hat die Aufgabe, Schadstoffe in der Außenluft festzustellen, die in Form von oxidierbaren oder reduzierbaren Gasen vorkommen. Oxidierbare Gase sind beispielsweise Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffe (Dämpfe von Benzol oder Benzin) oder andere unvollständig verbrannte Bestandteile von Kraftstoffen. Reduzierbare Gase sind Stickoxide (NOx).

Bei schlechter Luft, etwa im Stau oder bei der Fahrt durch einen Tunnel, aktiviert die Steuerung die Umluftschaltung der Climatronic und vermeidet so, dass belastete Außenluft die Luftgüte im Innenraum verschlechtert.

Siehe auch:
Climatronic
Klimaanlage

Umweltschutz

Umweltschutz rund um das Automobil umfasst alle Maßnahmen zu Sicherung und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Vorsorgender Umweltschutz verhindert bereits das Entstehen negativer Einflüsse wie beispielsweise Lärm und Emissionen mittels vorausschauender Planung oder neuer Technologien (wasserlösliche Lacke, fortschrittliches Motormanagement, spritsparende Fahrweise).

Nachsorgender Umweltschutz vermeidet die negative Einwirkung bereits existierender Potenziale (wie Abwasserbehandlung, Katalysator, Schalldämmung). Im Automobilbau beginnt Umweltschutz bei Planung und Bau neuer Fahrzeuge und Fertigungsanlagen und reicht bis zu Verwertung und Recycling der verbauten beziehungsweise eingesetzten Stoffe. Durch sparsamen und bedachten Gebrauch kann auch der Fahrer während der Nutzungsphase einen Beitrag leisten.

Siehe auch:
Katalysator
Recycling

Unterbodenbeplankung

Unterbodenbeplankung

An Stelle des klassischen Unterbodenschutzes kommt bei Volkswagen mittlerweile vermehrt eine Beplankung aus Kunststoff zum Einsatz. Sie schützt den Unterboden wirksam vor Beschädigungen durch Steinschlag, ist leichter, lässt sich gut aus recyceltem Material herstellen und auch ihrerseits gut recyceln und ist somit umweltverträglicher.

Außerdem begünstigt die Unterbodenbeplankung auch das Strömungsverhalten der Karosserie. Der Luftwiderstand verbessert sich und der Kraftstoffverbrauch sinkt.

Siehe auch:
Recycling

Untersetzungsstufe

Untersetzungsstufe

Als Offroad-Modus wird eine zusätzliche Untersetzungsstufe bei Getrieben bezeichnet. Sie erleichtert das Fahren in schwierigen Geländeabschnitten sowie bei sehr starken Steigungen. Diese Funktion bietet zusammen mit dem Allradantrieb 4MOTION im Touareg die Voraussetzung für gutes Vorankommen in schwierigem Gelände.

Beim Touareg ist die Untersetzungsstufe von 2,66:1 für den schweren Geländeeinsatz über den Fahrwerkschalter elektronisch zuschaltbar. Sie ermöglicht die maximale Antriebskraft bei geringer Geschwindigkeit. Dadurch erreicht der Touareg eine Steigfähigkeit von bis zu 100 Prozent (45°).

Siehe auch:
4MOTION
Steigfähigkeit

USB-Schnittstelle

USB-Schnittstelle

Mit der USB-Schnittstelle lassen sich Speichermedien wie USB-Sticks und –Player bequem an das Radio- oder Radio-Navigationssystem anschließen.
Die Bedienung erfolgt über das Radio-, Radio-Navigationssystem oder Multifunktionslenkrad.

Die USB-Schnittstelle unterstützt die Formate:
MP3
WAVs
WMA
OGG Vorbis.

Zum Abspielen der Audiodateien wird der USB-Stick oder –Player einfach in die Multimediabuchse MEDIA-IN in der Mittelkonsole oder im Handschuhfach eingesteckt (Größere USB-Player werden über ein Kabel verbunden).

Siehe auch:
Radio-Navigationssystem
Multimediabuchse MEDIA-IN

Variable Turbinengeometrie

Variable Turbinengeometrie

Damit für einen möglichst weiten Drehzahlbereich ein nahezu konstanter Ladedruck ansteht, ist eine Regelung des Turboladers erforderlich. Die variable Ladergeometrie verändert kontinuierlich den Wirkungsgrad der Turbine. Verstellbare Leitschaufeln gewährleisten dies in einem großen Regelbereich bei gleichzeitig gutem Wirkungsgrad. Ist bei kleiner Motordrehzahl der Gasdruck gering, wird durch die Stellung der Leitschaufeln der Querschnitt im Lader verengt und so der Gasdruck verstärkt. Erhöht sich mit steigender Drehzahl der Abgasdruck, wird durch die Stellung der Leitschaufeln der Querschnitt der Zuleitung wieder vergrößert.

Lader mit variabler Turbinengeometrie arbeiten besonders im Teillastbereich sehr effektiv - das "Turboloch" wird vermieden. Sie verleihen dem Motor mehr Leistung, ein deutlich besseres Ansprechverhalten und können seine Emissionen positiv beeinflussen.

Siehe auch:
Abgasturbolader

Verbundlenker-Hinterachse

Verbundlenker-Hinterachse

Die Verbundlenker-Hinterachse hat sich als wirtschaftlichste Bauform bei nicht angetriebenen Hinterachsen bewährt. Zwei führende Längslenker sind über einen Querträger miteinander verbunden, der gleichzeitig als Stabilisator dient. Vorteile dieser Bauweise liegen in der guten Seitenführung bei Kurvenfahrt und einem geringen günstigen Raumbedarf, der eine günstige Raumaufteilung im Heck erlaubt.

Siehe auch:
McPherson-Achse
McPherson-Federbein
Doppelquerlenker-Achse
Schräglenkerachse
Mehrlenker-Hinterachse
Vierlenker-Vorderachse
Trapezlenker-Hinterachse

Verkehrszeichenerkennung

Verkehrszeichenerkennung

Die Verkehrszeichenerkennung informiert den Fahrer über die aktuelle Verkehrssituation. Das System erfasst mit einer Kamera die Verkehrszeichen im Straßenverkehr. Die Darstellung erfolgt in der Multifunktionsanzeige und/oder im Display des Navigationsgeräts.

Der Fahrer kann sich auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren und wird in unübersichtlichen Situationen entlastet. Für eine optimale Anzeige verarbeitet die Verkehrszeichenerkennung die drei unterschiedliche Informationen: „Erkannte Verkehrszeichen“, „Informationen des Navigationsgeräts“ und „Aktuelle Fahrzeugdaten“.

Siehe auch:
Fahrerassistenzsysteme

Vielwegesitz

Vielwegesitz

Der Vielwege-Sitz gewährleistet komfortables und ermüdungsfreies Reisen - selbst auf langen Strecken. Das Wohlgefühl wird durch die Einrichtung einer individuell passenden Sitzposition erreicht. Dafür lässt sich der Sitz umfassend verstellen und an unterschiedliche Körperstaturen anpassen. Die in der Lehne integrierte Lendenwirbelstütze entlastet die Wirbelsäule und beugt möglichen Beschwerden durch Fehlhaltungen, Verkrampfen oder durch bereits vorhandene Rückenprobleme vor. Die elektrische Bedienung erlaubt eine komfortable und stufenlose Sitzverstellung.

Siehe auch:
Lendenwirbelstütze
Massagefunktion (Sitze)
Memory-Funktion

Vierlenker-Vorderachse

Vierlenker-Vorderachse

Bei dieser Art der Radaufhängung wird das Rad durch vier stabförmige Lenker und die Spurstange geführt. Das Federbein stützt über den Traglenker das Fahrzeuggewicht gegen die Karosserie ab. Dieses Bauprinzip besitzt durch die voneinander unabhängigen Führungs- und Federungselemente ein großes Potenzial zur Optimierung der Komfort- und Kinematikeigenschaften. Die Antriebseinflüsse auf das Lenksystem sind minimal.

Siehe auch:
McPherson-Achse
McPherson-Federbein
Doppelquerlenker-Achse
Schräglenkerachse
Trapezlenker-Hinterachse
Verbundlenker-Hinterachse
Mehrlenker-Hinterachse

Volkswagen Media Control

Volkswagen Media Control

Volkswagen Media Control ermöglicht es von jedem Platz aus für das gewünschte Entertainment zu sorgen. Die kostenlose App verbindet sich via WLAN mit dem Infotainment-System des Fahrzeugs. Über ein mobiles Endgerät lassen sich so ganz komfortabel zum Beispiel Musikprogramme wählen oder Navigationsziele übertragen – sogar von den hinteren Plätzen.

Wärmeschutzverglasung

Wärmeschutzverglasung

Die wärmedämmende und infrarotreflektierende Dämmverglasung sorgt für ein angenehmeres Innenraumklima. Sie reduziert die Aufheizung des Innenraums bei hohen Außentemperaturen und fördert das Wohlbefinden der Insassen. Zudem reduziert sich bei Einsatz einer Klimaanlage der Kraftstoffverbrauch, da weniger Energie zur Kühlung auf die gewünschte Temperatur benötigt wird. Auf diese Weise werden Kosten gesenkt.

Wasserlösliche Lacke

Herkömmliche Lacke enthalten umweltschädliche organische Lösemittel. Sie gelangen bei Verarbeitung und Trocknung in die Luft, die anschließend aufwändig gereinigt werden muss. In den letzten Jahren ist es gelungen, qualitativ hochwertige Lacke zu entwickeln, in denen Wasser weitgehend die Rolle des Lösemediums übernimmt. So wurde der Lösemittelgehalt der Füller- und Basislacke bei Volkswagen um mehr als 85 Prozent vermindert. Parallel dazu nutzen die Lackierereien von Volkswagen zunehmend sparsame, voll automatisierte Aufbringtechniken. Die Verarbeitung verlangt hohe Professionalität, exakte Klimatisierung sowie strengste Sauberkeit der Lackieranlage.

Wattiefe

Wattiefe

Die Wattiefe bezeichnet die Distanz zwischen dem Punkt, der vom Reifen berührt wird, und dem Lufteintritts- oder Luftansaugsystem des Motors.

Siehe auch:
Querneigung
Rampenwinkel
Steigfähigkeit
Böschungswinkel

Wegfahrsperre, elektronisch

Wegfahrsperre, elektronisch

Die Wegfahrsperre ist eine elektronische Diebstahlsicherung. Nach dem Abziehen des Zündschlüssels wird sie aktiv und verhindert über das Motorsteuergerät, dass der Wagen durch Unbefugte gestartet werden kann. Das System nutzt eine im Zündschlüssel integrierte Sende- und Empfangseinheit (Transponder). Diese übermittelt bei jedem Startvorgang einen neuen Code an die Fahrzeugelektronik. Nur wenn der Schlüssel einen entsprechenden Berechtigungscode hat, wird die Sperre aufgehoben. Eine neuartige Verschlüsselungstechnik sichert das System gegen elektronisch kopierte Fahrzeugschlüssel.

Hinweis:
Eine 100-prozentige Sicherung gegen Diebstahl kann kein System garantieren. Mit hoher krimineller Energie kann es in Einzelfällen auch gelingen, die elektronische Wegfahrsperre zu überwinden.

Siehe auch:
Diebstahlwarnanlage

WLTP

WLTP

Das WLTP-Testverfahren (Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure - weltweit einheitliches Testverfahren für leichtgewichtige Nutzfahrzeuge), wird den NEFZ-Fahrzyklus ab September 2017 ablösen, um die Abgaswerte und den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen realistischer abbilden zu können. Die Prozedur sieht einen veränderten Fahrzyklus und strengere Prüfvorgaben vor und soll die Ergebnisse weltweit vergleichbar machen. WLTP wird zukünftig die gesetzliche Basis für die Euro-Abgasgesetzgebung sein.

Ab 1. September 2017 müssen die Abgas- und Verbrauchswerte bei allen neu eingeführten Motoren und Modellen angegeben werden. Ab 1. September 2018 müssen die Abgas- und Verbrauchswerte dann bei allen (Neu)-Fahrzeugen nach WLTP angegeben werden.

WLTP-Fahrzyklus
Beim WLTP wird der Fahrzyklus mit einer um 10 km/h höheren Höchstgeschwindigkeit als beim NEFZ gemessen. Die Messung enthält vier Phasen: bis 60, 80, 100 und 130 km/h. Außerdem ist die Durchschnittsgeschwindigkeit mit ca. 47 km/h deutlich höher als beim NEFZ (ca. 33 km/h). Der WLTP-Fahrzyklus dauert etwa 30 Minuten, wohingegen der NEFZ lediglich 20 Minuten vorsieht. Die Streckenlänge liegt bei 23 statt 11 km. Für das Testverfahren ist in der Prüfkammer eine Temperatur von 23° C vorgegeben, bei NEFZ war es bisher 20 - 30° C. Die Schaltpunkte werden nicht mehr statisch vorgegeben, sondern sind fahrzeugspezifisch frei wählbar. Anders als beim NEFZ werden individuelle Sonderausstattungen beim WLTP für Gewicht, Aerodynamik und Bordnetzbedarf (Ruhestrom) berücksichtigt. Stromverbrauchende Sonderausstattungen, wie die Klimaanlage oder Sitzheizung, bleiben für das Prüfverfahren ausgeschaltet.

Beim WLTP gibt es 3 Leistungsgewichtsklassen:
Klasse 1: bis einschließlich 22 Kilowatt pro 1.000 kg Fahrzeuggewicht
Klasse 2: bis einschließlich 34 Kilowatt pro 1.000 kg Fahrzeuggewicht
Klasse 3: ab 35 Kilowatt pro 1.000 kg Fahrzeuggewicht

Die in der EU typischen Fahrzeuge verfügen meistens über Leistungsgewichte größer als 34 kW/t und fallen daher fast ausnahmslos in die Klasse 3. Vans und Busse können auch in die Klasse 2 gehören.

Siehe auch:
NEFZ
RDE

XDS

XDS

Die Elektronische Differenzialsperre (XDS) ist eine Erweiterung der bekannten EDS-Funktion. Allerdings reagiert XDS nicht auf den Antriebsschlupf, sondern auf die Entlastung des kurveninneren Vorderrades bei schneller Kurvenfahrt. Aus der ESP-Hydraulik gibt XDS Druck auf das kurveninnere Rad, um es am Durchdrehen zu hindern. Damit wird die Traktion verbessert und die Neigung zum Untersteuern vermindert. Das Druckniveau bewegt sich dabei ungefähr im Bereich von 5 bis 15 bar. Der Fahreindruck ähnelt dem einer geregelten Differenzialsperre in abgeschwächter Form. Durch den einseitigen, präzisen Bremsdruckaufbau wird das Kurvenverhalten noch sportlicher, schneller und zielgenauer.

Siehe auch:
Elektronische Differenzialsperre (EDS)

Zentraldifferenzial

Zentraldifferenzial

Um die aus unterschiedlichen Kurvenradien resultierenden oder bei der Geländefahrt auftretenden unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Hinter- und Vorderachsen auszugleichen, gibt es bei Allradantrieben (4MOTION, 4XMOTION) ein Verteilergetriebe mit Differenzialfunktion. Es verhindert Verspannungen im Antriebsstrang und verteilt die Antriebskräfte. So erhalten die Räder mit den besseren Traktionsverhältnissen mehr Kraft.

Das Zentraldifferenzial mit Lamellenkupplung erfüllt diese Funktion im 4XMOTION-Allradantrieb.

Durch unterschiedliche Anforderungen kommen bei 4MOTION verschiedene Bauformen zum Einsatz:

  • Allradkupplung bzw.
  • Torsendifferenzial

Siehe auch:
4MOTION
4XMOTION
Torsendifferenzial
Allradkupplung

Zentralverriegelung

Zentralverriegelung

Höchsten Bedienungskomfort garantiert die Funkfernbedienung der Zentralverriegelung, mit ihr lassen sich über ein Funksignal alle Türen und die Gepäckraumklappe des Fahrzeugs ver- und entriegeln. Ja nach Ausstattung lässt sich über eine einfache Einstellung die Entriegelung auch auf die Fahrertür beschränken (Einzeltüröffnung).

Der Zugang zur Tankklappe wird automatisch durch die Zentralverriegelungsbefehle mit gesteuert. Die Gepäckraumklappe kann bei Bedarf über eine separate Taste auf der Funkfernbedienung einzeln geöffnet werden. Die Schlösser des Fahrzeugs sind so konstruiert, dass nach dem Verriegeln über die Funkfernbedienung auch das Öffnen über die Türinnenhebel nicht mehr möglich ist, dadurch wird der Diebstahlschutz erheblich verbessert. Einen zusätzlichen Schutz vor Überfällen bietet die Lock-Taste im Innenraum, der Fahrer kann hiermit im Gefahrenfall über einen kurzen Tastendruck alle Türen und die Gepäckraumklappe gleichzeitig von innen verriegeln.

Der Zugang zum Gepäckraum wird durch die Zentralverriegelung gesperrt, sobald das Fahrzeug anfährt, unberechtigte Zugriffe bei Ampelstopps oder im Stau werden dadurch ausgeschlossen. Die Sperrung wird automatisch wieder aufgehoben, sobald der Zündschlüssel abgezogen wird oder jemand das Fahrzeug verlässt.

Zusätzlich kann auch die geschwindigkeitsabhängige automatische Komplettverriegelung aktiviert werden, die verriegelt alle Türen und den Gepäckraum, sobald das Fahrzeug schneller als 15 km/h fährt. Auch die Entriegelung erfolgt dann automatisch, nachdem der Zündschlüssel abgezogen wurde oder einer der Insassen eine Tür öffnet.

Zielführung, dynamisch

Zielführung, dynamisch

Mit der dynamischen Zielführung prüft das Navigationsgerät bei Verkehrsmeldungen über Behinderungen, zähfließenden Verkehr, Staus oder Sperrungen, ob ein solcher Engpass umfahren werden kann, und leitet den Fahrer über eine neu errechnete Ausweichstrecke.

Dafür nutzt das Navigationssystem die über Traffic Message Channel (TMC) ausgestrahlten Verkehrsinformationen.

Siehe auch:
Navigationssystem
Traffic Message Channel (TMC)

Zusatzinstrument

Zusatzinstrument

Die Anzeigen im Zusatzinstrument oberhalb der Mittelkonsole - optional erhältlich bzw. Bestandteil von Sonderausstattungen für Scirocco, Beetle und Beetle Cabriolet - informieren den Fahrer über Ladedruck und Motoröltemperatur. Die multifunktionale Stoppuhr misst Stand- und Fahrzeiten.