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Autonomer Fahrtest im Golf vor der Elbphilarmonie.
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Mobilität

Modellregion Elektromobilität: Hamburg dreht auf

Mobilität

Modellregion Elektromobilität: Hamburg dreht auf

04.06.2019

 

Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

04.06.2019

 

Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

Weltweit wachsen die Metropolen so rasant, dass die Infrastruktur kaum Schritt halten kann. Um den Verkehrskollaps zu vermeiden, entwickeln Städte und Unternehmen im Auftrag der Bundesregierung in acht deutschen Modellregionen zukunftsweisende Mobilitäts-Lösungen – zum Beispiel in Hamburg.

Das erfährst du hier:

  • Warum Elektromobilität in Deutschland Chefsache ist
  • Was die Modellregion Hamburg ausmacht
  • Wo Hamburg im bundesweiten Vergleich führend ist
  • Welches bahnbrechende Projekt für die Zukunft geplant ist

Elektromobilität: Wegweiser Richtung Zukunft

Frau sitzt am Hamburger Hafen mit liegendem Fahrrad neben sich.
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Mit null lokalen Abgasen punktet das Elektroauto vor allem als äußerst sauberes Vehikel: Weniger CO2-Ausstoß bedeutet weniger Umweltbelastung, klar. Rund um die E-Autos entwickeln clevere Unternehmen zudem weitere smarte Ideen mit dem Ziel, den Verkehrsinfarkt zu vermeiden.  

Das könnte zum Beispiel so gehen: Das eigene Auto auch mal stehen lassen, mit dem Leihrad zur S-Bahn fahren und dann ab ins elektrische Mietauto. In Hamburg kommt man so beispielsweise mit der App „switchh“ nahtlos, bequem und günstig von A nach B, zahlt einmalig und kann alle Services nutzen. Soll heißen: Elektromobilität bringt auch eine neue, umweltbewusste Mobilitätskultur auf den Weg.

Förderung: Bundesregierung leistet Starthilfe

Mittlerweile entwickeln viele Unternehmen und Start-ups Services und Produkte rund um Elektromobilität. Nicht zuletzt stellt sie so einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor dar. Kein Wunder also, dass die Bundesregierung einiges an Energie auf das Ziel verwendet, Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität zu etablieren – und dafür auch einiges an Fördergeldern locker macht: „Modellregionen Elektromobilität“ heißt die Initiative, die Deutschland auf der Landkarte der E-Mobility prominent platzieren soll.

Auf insgesamt acht deutsche Metropolregionen verteilt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) seinen Geldregen, Hamburg ist eine davon. Ziel des Förderprogramms sind vor allem mehr Ladestationen und mehr Elektroautos in der Elbmetropole. Der nötige Strom wird mithilfe erneuerbarer Energien erzeugt. 2021 findet in Hamburg zudem der „World Congress on Intelligent Transport Systems“ (ITS-Weltkongress) statt, bis dahin soll alles angerichtet sein. Bereits seit August 2016 ist Volkswagen als strategischer Partner der Hansestadt mit im Boot und hat sie bereits im Bewerbungsprozess unterstützt. Gemeinsame Projekte sollen den urbanen Verkehr umweltbewusster, effizienter und sicherer machen.

Das betrifft auch auch die Busse im öffentlichen Nahrverkehr: Die Volkswagen-Tochter MAN entwickelt bereits seit längerem E-Busse für zwei regionale Verkehrsunternehmen, die „Hamburger Hochbahn“ und die „Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH)“. Zudem ist die Volkswagen-Tochter MOIA auch in Hamburg gestartet. Der Ridesharing-Anbieter will im Stadtgebiet der Modellregion Hamburg die größte Elektrobusflotte Europas einsetzen.

MOIA +6 fährt in Hamburg über eine Brücke.
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Elektrisches Ridesharing: Den MOIA +6 hat MOIA gemeinsam mit Volkswagen Nutzfahrzeuge in Osnabrück entwickelt.

Für das Vorzeigeprojekt „Modellregionen“ hat die Hansestadt verschiedene Förderprogramme auf den Weg gebracht – und das ziemlich erfolgreich: Unter anderem den „Masterplan öffentlich-zugängliche Ladeinfrastruktur“. Mittlerweile ist Hamburg deutschlandweit führend, nicht nur bei der Anzahl der Elektroautos: Im Januar 2019 standen in Hamburg über 800 öffentliche Ladepunkte mit zertifiziertem Ökostrom zur Verfügung, gefolgt von Berlin mit 743 und München mit lediglich 392 Stationen.

Mehr Elektroautos, weniger Abgase, mehr Grün

Stellplätze für sogenannte Pool-Fahrzeuge, also Fahrzeuge, die sich beispielsweise mehrere Nachbarn teilen können, für die Carsharing-Flotte und für Leihräder, dazu private Ladestationen in den Tiefgaragen unter den Mietwohnungen – die neuen Mobilitätskonzepte machen auch vor den Wohnquartieren nicht halt. Damit diese Anforderungen gerade in Neubaugebieten von Anfang berücksichtigt werden, hat die Stadt im Projekt „e‐Quartier Hamburg“ Mobilitätsdienstleister und Immobilienbranche an einen Tisch gebracht - um attraktive Wohnquartiere mit smarten Mobilitätskonzepten, mehr Grünflächen und weniger Abgasen bereits in der Stadtentwicklung zu berücksichtigen.

Förderung für die Unternehmensflotten der Modellregion

Daneben will das Projekt auch die Wirtschaft von den Vorteilen der Elektromobilität überzeugen: Um umweltbewusste Unternehmer ins Boot zu holen, hat die Hansestadt gleich mehrere Initiativen („epowered fleets“, „e-Drive“) gefördert, um die Einsatzpotenziale für E-Autos in den Unternehmen der Modellregion auszuloten. Und um festzustellen, dass die Reichweite der E-Fahrzeuge, mit denen die Fuhrparks der Unternehmen ausgestattet wurden, die durchschnittliche Tagesfahrleistung für viele Branchen bereits abdeckt. Die Stadt selbst geht bei Ihrer Fahrzeugflotte übrigens mit gutem Beispiel voran: Die städtischen Behörden werden ihre Bestände bis 2020 zu 50 Prozent auf strombetriebene Fahrzeuge umstellen.

 

E-Golf von VW parken in der Speicherstadt.
Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

Fährt das Elektroauto bald ohne Fahrer?

Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

Außerdem hat das Bundesministerium für Verkehr die Hansestadt offiziell zur Teststadt für automatisierte Fahrsysteme ernannt. Zudem testet Volkswagen automatisierte Fahrzeuge in Hamburgs öffentlichem Stadtverkehr. Mehrere e-Golf (Stromverbrauch, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+), ausgestattet mit Laserscannern, Kameras, Ultraschallsensoren und Radar gehen auf einer Teststrecke in der Hansestadt auf Tour.

Demnächst soll in der Hansestadt auch die erste öffentliche Buslinie ohne Fahrer unterwegs sein. Das Projekt „HEAT“ („Hamburg Electric Autonomous Transportation“) ist im Juni 2018 gestartet und setzt Elektro-Kleinbusse in der HafenCity ein. Sie sollen ab Frühjahr 2019 die ersten Passagiere befördern, ab 2021 komplett autonom fahren. Ihr Potenzial: Mit autonomen Vehikeln können Verkehrsbetriebe insbesondere Randgebiete mit schlechter Anbindung besser erschließen. Möglich sind auch On-demand-Shuttles im Stadtzentrum, um das Verkehrsaufkommen im Zentrum zu reduzieren.

Jetzt geht Hamburg auch noch in die Luft

Ohne Frage, auf dem Gebiet der Elektromobilität ist die Hansestadt gut gerüstet. Der neueste Coup in Sachen E-Mobility für die Modellregion Hamburg: Die Hansestadt soll eine von fünf Testregionen für Flugtaxis werden – Flugtaxis mit Elektroantrieb, versteht sich. Kein Witz: Die Hansestadt ist seit letztem Sommer eine der ersten Städte der „Urban Air Mobility“-Initiative der Europäischen Kommission. Damit nach Carsharing und Sammeltaxis, E-Scootern und fahrerlosen Bussen auch das Flugtaxi in der Hansestadt landen kann, verspricht das Bundesverkehrsministerium weitere Förderung und wird in den nächsten vier Jahren 15 Millionen Euro für die Entwicklung und Erprobung von Drohnen und Lufttaxis zur Verfügung stellen.

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