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Wohnwagen im Sonnenuntergang
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Mobilität

10 ungewöhnliche Fragen rund ums Elektroauto

Mobilität

10 ungewöhnliche Fragen rund ums Elektroauto

28.05.2019
28.05.2019

Was passiert eigentlich, wenn ich mit dem E-Auto durch die Waschanlage fahre? Kann ich bei Regen an öffentlichen Ladestationen Strom tanken? Und brauche ich für ein Elektroauto spezielle Reifen? Bei manchen Fragen zur Elektromobilität scheint im ersten Moment alles klar und die Frage etwas seltsam. Aber dann kommst du doch ins Grübeln. Damit das nicht passiert, haben wir die Antworten auf zehn ungewöhnliche Fragen zum Elektroauto.

Das erfährst du hier:

  • Wie das Elektroauto auf Wasser und Unwetter reagiert
  • Wie du bei elektrischen Fahrzeugen die Starterbatterie überbrückst
  • Welche Gedanken sich Sounddesigner für das Elektroauto machen
  • Was den Energieverbrauch eines E-Autos beeinflusst

1. Kann ich mit einem E-Auto durch die Waschanlage fahren?

Diese Frage taucht vor allem in Foren häufig auf. Die Antworten klingen meist etwas herablassend, dabei ist die Überlegung legitim. Denn vor der Begegnung von Strom und Wasser solltest du natürlich Respekt haben. Doch ein E-Auto in der Waschanlage hat nichts mit einem Fön in der Badewanne zu tun. Wie beim Auto mit Verbrennungsmotor sind Elektronik und Batterie auch im Elektroauto sehr gut vor dem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt. Du kannst also getrost den feuchten Schwamm aus der Hand legen und die nächste Waschanlage ansteuern.

2. Nutzt sich die Batterie des Elektroautos irgendwann ab?

Während nach zwei Jahren bei vielen Handy-Akkus schon der Spaß vorbei ist, schwächelt die E-Autobatterie noch lange nicht. Da Hersteller unterschiedliche Akkus verbauen, gibt es keine pauschale Aussage über die Lebensdauer des Akkus im E-Auto. Viele Hersteller geben in der Kaufgarantie aber an, nach wie vielen Jahren beziehungsweise gefahrenen Kilometern die Batterie mindestens noch 70 Prozent Ladekapazität besitzt. Gut für die Geldbörse: Sollte die Batterie irgendwann wirklich schwächeln, kannst du einfach einzelne Zellen in der Fachwerkstatt austauschen lassen. Das ist laut „ADAC“ wesentlich günstiger, als eine neue Batterie einzubauen.

3. E-Autos bei Regen tanken – geht das?

Verregnete Autoscheibe in Nahaufnahme.

Bei Windstärke 10 und peitschendem Regen solltest du eh lieber zu Hause sein als an der Stromtankstelle. Doch das kann man sich nicht immer aussuchen, richtig? Darum die gute Nachricht: Du kannst völlig sorgenfrei das E-Auto laden, auch wenn es in Strömen gießt. Die Ladeanschlüsse bei E-Autos sind so konstruiert, dass erst Strom fließt, wenn der Kontakt zwischen Ladestecker und E-Auto sicher geschlossen ist und sich kein Wasser in die Verbindung einmischt. Aus diesem Grund solltest du den Stecker bei Regen auch nicht zu lange in die Luft halten: Mit zu feuchtem Ladestecker bekommst du nämlich nichts – keinen Schlag, aber auch keinen Strom.

4. Was passiert, wenn ein Blitz ins E-Auto einschlägt?

Das E-Auto ist kein größerer Blitzmagnet als Benziner oder Diesel. Wie in allen geschlossenen Autos schützt dich der faradaysche Käfig auch im Elektroauto vor den bis zu eine Millionen Volt eines Blitzes. Durch die geschlossene Konstruktion der Autos entsteht nur an der Oberfläche Spannung, die dann gleichmäßig über die Außenfläche in den Boden abgeleitet wird. Allerdings kann bei jedem Auto ein Blitzschlag die Bordelektronik in Mitleidenschaft ziehen. Die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, ist allerdings extrem gering.

5. Brauche ich für ein Elektroauto spezielle Reifen?

Die Antwort ist ein klassisches Jein. Solange die Reifen der Autospezifikation (Größe, zu tragendes Gewicht etc.) entsprechen, kannst du theoretisch jeden Reifen aufziehen. Allerdings sind spezielle E-Autoreifen oft rollwiderstandsoptimiert. Und je geringer der Rollwiderstand ist, desto energieeffizienter fährt das Auto auch und desto weiter kommst du mit einer Batterieladung.

Reifen eines e-Golf als Nahaufnahme
Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

6. Wie überbrücke ich ein Elektroauto?

Gar nicht – das ist die Kurzversion, zumindest wenn es um den großen Hauptakku geht. Die 12-Volt-Starterbatterie, die in Verbrennern und Elektroautos verbaut ist, kannst du problemlos auch beim E-Auto überbrücken. Die Wahrscheinlichkeit, dass die kleine Batterie leer ist, ist aber sehr gering, weil sie über die Hochvoltbatterie ständig nachgeladen wird. Den eigentlichen Akku kannst du nicht über die Energie eines anderen Wagens aufladen.

Einige Hersteller bieten das kostenlose Abschleppen als Serviceleistung an. Und auch der „ADAC“ kommt dir mit sogenannten EuP (elektrisch unterwiesenen Personen) zur Hilfe. Zwar kann so eine EuP vor Ort nichts tun, aber sie bringt dich und das Elektroauto sicher zur nächsten Steckdose oder Werkstatt. Pannendienste mit Fachpersonal sind beim E-Auto wichtig. Beim Abschleppen und Heben mit einem Wagenheber oder Ladekran müssen beim E-Auto nämlich ein paar Dinge beachtet werden. Zum Beispiel, dass im Bereich des Ansetzpunktes keine Hochvoltkomponenten liegen. Frag bei der Pannenhilfe also immer nach einer EuP.

7. Kann ein E-Auto wie ein Sportwagen klingen?

e-Golf steht im Soundlabor.
Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

Mit viel Sounddesign könnte vielleicht der spezielle Motorklang eines Sportwagens mit Verbrennungsmotor ein Stück weit imitiert werden. Aber es ist nicht das erklärte Ziel der Elektromobilität, dass Elektroautos wie Verbrenner klingen. Der niedrige Geräuschpegel ist eines der besonderen Merkmale des E-Autos und sorgt langfristig vor allem in Innenstädten für eine deutliche Lärmentlastung. Künstlich generierte Geräusche dienen hauptsächlich der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger und Fahrradfahrer. „Es ist ein bisschen paradox.“, sagt Professor Hugo Fastl von der „Technischen Universität München“ gegenüber „Gründerszene.de“. „Nachdem wir 20 Jahre lang daran gearbeitet haben, Autos leiser zu machen, müssen sie jetzt lauter werden.“ Eine Idee dabei ist, die Dezibelzahl der Autogeräusche an die Umgebungsgeräusche anzupassen. Je lauter die Umgebungsgeräusche sind, desto lauter macht das E-Auto auf sich aufmerksam.

8. Wie weit ist es zur nächsten Ladestation?

Für die meisten führt der Weg zur nächsten Ladestation nicht mal bis vor die eigene Haustür, denn viele Elektroautobesitzer laden ihr Fahrzeug zu Hause. Für alle anderen gibt es in Deutschland insgesamt rund 13.900 Ladesäulen (Stand: 6. März 2019) und die Anzahl steigt stetig. Große Städte sind im Durchschnitt dichter mit Lademöglichkeiten besiedelt. Auf dem Land stehen die Stromtankstellen etwas weiter auseinander. Sicher ist aber: Wenn du Strom suchst, findest du ihn auf jeden Fall, zum Beispiel über das Navigationssystem oder über spezielle Navigations-Apps.

9. Können E-Autos Wohnwagen ziehen?

Kaum ein Elektroauto schafft es, das Gewicht eines Wohnwagen zu ziehen, ohne schnell in den roten Batteriebereich abzusacken. Wenn du mit deinem Elektroauto und einem Camper in den Urlaub fahren möchtest, musst du dich also noch etwas gedulden. Denn es dauert noch ein bisschen, bis Wohnwagen mit elektrisch-selbstangetriebenen Achsen in Serie gehen. Ein Beispiel ist der „e.home Coco“. Der Caravan mit eigenem Motor von „Dethleffs“ dient auch als Energiespeicher, ist aktuell aber noch eine Konzeptstudie. Die Alternative zum Camping mit Elektroauto: Volkswagen bietet dir als Besitzer eines e-Golf (Stromverbrauch, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+) oder eines e-up! (Stromverbrauch, kWh/100 km: 11,7 (kombiniert); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+) beispielsweise die Möglichkeit, für insgesamt 30 Tage im Jahr auf einen Verbrenner umzusteigen.

Ein Hund steht auf einem Feld mit Wohnwagen im Hintergrund.
Camping-Idylle: Den Wohnwagen mit einem Elektroauto ziehen – künftig soll auch das möglich sein.

10. Beeinflusst die Geschwindigkeit den Energieverbrauch?

Ja, je schneller du fährst, desto schneller ist auch die Batterie leer. Der Luftwiderstand wächst bei höherer Geschwindigkeit exponentiell an. Damit steigt auch die benötigte Antriebsenergie. Bei bis zu 110 km/h fährst du in einer guten Balance zwischen Geschwindigkeit und Reichweite. Damit kommst du auf der Autobahn am weitesten. In der Stadt musst du häufiger bremsen – und das ist toll! Wieso du dich über Stop-and-go freuen kannst? Beim Bremsen wird jedes Mal Energie gewonnen, die direkt in die Batterie zurückfließt (Rekuperation).

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