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Volkswagen e-Golf lädt an einer Wallbox Typ 2
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Mobilität

Elektroauto zu Hause laden: So klappt’s mit der eigenen Wallbox

Mobilität

Elektroauto zu Hause laden: So klappt’s mit der eigenen Wallbox

09.04.2019

 

Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

09.04.2019

 

Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

Du möchtest deine Garage oder deinen Carport zur privaten Stromtankstelle für das Elektroauto aufrüsten? Dann solltest du einige Dinge beachten. Das sind die wichtigsten Tipps.

Das erfährst du hier:

  • Welche Kosten auf dich zukommen
  • Welche baulichen Anforderungen erfüllt sein müssen
  • Was du als Mieter beachten musst, wenn du eine Wallbox installieren möchtest
  • Warum es sinnvoll ist, für das Laden des Autos einen Ökostrom-Tarif zu wählen.

Reicht die 230-Volt-Haushaltssteckdose zum Laden?

Du kannst dein Elektroauto an den gängigen 230-Volt-Haushaltssteckdosen anschließen, den sogenannten Schukosteckdosen. An diesen dauert der Ladevorgang am längsten. Da die Schukosteckdose nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt ist, können in den Leitungen hohe Temperaturen entstehen. Gerade in Häusern älteren Datums mit oftmals veralteten Elektroinstallationen sollte daher stets ein Elektrofachmann klären, ob die gegebenen technischen Voraussetzungen auch für eine Ladestation ausreichen und welche zusätzlichen Maßnahmen zu ergreifen sind, um ein sicheres Laden zu gewährleisten. Aufgrund dieser Einschränkungen ist die Schukosteckdose lediglich für das kurzzeitige Laden unterwegs geeignet.

Wallbox fürs Elektroauto
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Schön praktisch: An einer Wallbox lädst du dein Elektroauto ganz einfach und um ein Vielfaches schneller als an der Haushaltssteckdose.

Wann brauche ich eine Wallbox?

Sicherer, effizienter und vor allem schneller als an der einfachen Haushaltssteckdose tanken Fahrzeuge an einer speziellen Ladestation für Elektromobile, der Wallbox. Die punktet in erster Linie mit höherer Leistung, also mit mehr Kilowatt (kW): Statt 3,6 kW wie an der Haushaltssteckdose kommen hier 11 kW zum Einsatz. Die Box wird an den 400-Volt-Starkstromanschluss angeschlossen und an die Wand in der Garage oder im Carport für das Elektroauto installiert. Neben der Bezeichnung „Wallbox“ sind für die Ladestation auch weniger gängige Namen im Umlauf wie „Wall Charging Station“, „Wall Connector“ und „Home Charging Station“.

Am weitesten verbreitet sind Boxen für die Steckervarianten Typ 1 und Typ 2. Auch hier macht wieder das Tempo den Unterschied: Mit einem Stecker vom Typ 2 kann jedes Elektroauto sowohl an privaten Wallboxen als auch an öffentlichen Schnellladesäulen rasant Strom tanken. Nicht zuletzt deswegen ist er bei den meisten Autoherstellern in Europa die erste Wahl. Auch wichtig: Die Kabellänge sollte großzügig geplant werden, da sich die Ladebuchse je nach Fahrzeug an unterschiedlichen Stellen befindet.

Kann ich auch als Mieter eine Wallbox installieren?

Als Hauseigentümer hast du bei der Installation freie Hand, in einer Wohnungseigentümergemeinschaft bist du dagegen auf die Zustimmung der Gemeinschaft angewiesen, um eine Ladestation einzubauen. Hier führt dein Weg über die jährliche Eigentümerversammlung. Bring dein Anliegen rechtzeitig als Tagesordnungspunkt ein und lass über den Antrag abstimmen.

Grundsätzlich kannst du auch in Mietwohnungen einen Ladeanschluss anbringen. Dazu müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst solltest du mit dem Vermieter klären, wie er der Sache gegenübersteht und ob er sich eventuell an den Kosten beteiligt. Immerhin rüstet er seine Immobilie so für die Zukunft. Zudem müssen die Modalitäten für die Abrechnung geklärt werden, also über welchen Zähler die Stromabrechnung erfolgt und was nach einem Auszug mit der Ladestation passiert.

In einem Mehrfamilienhaus benötigst du einen festen Stellplatz als Voraussetzung für den Einbau, beispielsweise in einer Tiefgarage. Dann gilt es zu klären, ob dort das nötige Starkstromkabel vorhanden ist. In der Regel muss der Nutzer auch die Kosten für die Montage tragen. Ob sich das lohnt, ist immer ein individuelles Rechenexempel.

Elektroauto e-Golf lädt an einer Wallbox zu Hause
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 Kraftstoffverbrauch Golf GTE, l/100 km: kombiniert 1,8 - 1,6; Stromverbrauch, kWh/100 km: kombiniert 12,0 - 11,4; CO₂-Emission kombiniert, g/km: 40 - 36; Effizienzklasse: A+

Wie sieht die Kalkulation für eine Wallbox aus?

Typische Ladestationen für Privatnutzer eines E-Fahrzeugs kosten zwischen 700 und etwa 2000 Euro. Die günstigen Boxen sind lediglich Sicherungskästen mit Kabel ohne weitere Features, die teureren Modelle hingegen messen den Stromverbrauch, lassen sich auch mit mehreren Mietern teilen und der Verbrauch kann aufgeschlüsselt werden. Die smarten Boxen kann man über eine App steuern, sie benötigen zusätzlich einen WLAN-Zugang. Zu den Kosten für die Wallbox selbst kommen die Kosten für den Einbau durch einen qualifizierten Elektriker hinzu. Die Höhe dieser Installationskosten hängt von verschiedenen Parametern ab:

  • Wie weit ist die Box vom Sicherungskasten entfernt?
  • Wie viele Wanddurchbrüche müssen für die Verkabelung vorgenommen werden?
  • In welchem Umfang müssen Leitungen verlegt werden?

Welche baulichen Anforderungen müssen für Wallboxen erfüllt sein?

Wichtig für die Stromtankstelle in der eigenen Garage ist ein dreiphasiger 400-Volt-Wechselstromanschluss, der sogenannte Starkstromanschluss. Den benötigst du beispielsweise auch, um einen Elektroherd zu betreiben, daher sollte er an sich auch in jedem Haus vorhanden sein. In der Regel ist es kein Problem, von einem Elektriker den Starkstromanschluss bis in die Garage legen zu lassen. Wichtig ist, dass die Wandladestation an einem eigenen Stromkreis hängt, der mit einem Leitungsschutzschalter und einem Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) abgesichert ist. Die Kosten für den separaten FI-Schalter liegen bei rund 250 Euro. Bei manchen Boxen ist der FI-Schalter bereits integriert, diese Modelle sind in der Regel aber auch teurer als die ohne Schalter.

Was ist bei der Wallbox-Montage noch zu beachten?

Die Zuleitungen zu den Anschlüssen der Elektrofahrzeuge sollten möglichst kurz sein und so nah wie möglich beim Fahrzeug montiert werden. Die übliche Länge der mitgelieferten Anschlusskabel liegt bei 5 bis 7 Metern. Idealerweise bringt man die Dosen ungefähr 1 bis 1,5 Meter über dem Boden an, damit die Kabel möglichst direkt zum Anschluss führen können.

Da bei der Installation viele spezifische Anforderungen zu beachten sind, sollte stets ein Fachmann den Einbau der Ladestation übernehmen. Bei der Suche nach einem qualifizierten Elektrofachbetrieb kann auch der örtliche Energieversorger weiterhelfen. Dieser bietet oftmals auch selbst die Montage an – inklusive Einbau und Inbetriebnahme – oder unterstützt bei der Beauftragung eines qualifizierten Elektroinstallateurs. Auch Volkswagen-Händler mit Elektroautos im Angebot können helfen, einen Partner zu finden.

Wallbox zuhause laden mit e-Golf
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Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17 Zoll) - 13,2 (16 Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

11 kW oder 22 kW – welche Ladeleistung benötige ich?

Nicht jede Box ist ohne Weiteres an jedem Anschluss zu betreiben. Damit sichergestellt ist, dass das Netz die benötigte Leistung liefert, muss man sie vor dem Einbau beim örtlichen Energieversorger anmelden. Die gängigen 11 kW sind in der Regel problemlos verfügbar und ausreichend, um den Akku im Elektroauto über Nacht zu laden. Mancher Stromlieferant verlangt einen Baukostenzuschuss für Ladeleistungen, die darüber liegen. Wer also gerne besonders schnell laden möchte und dafür 22 kW benötigt, muss diese Mehrkosten einkalkulieren, die den Preis von Station und Einbau sogar übersteigen können.

Lohnt es sich, den Stromverbrauch der Wallbox separat zu messen?

Den Stromverbrauch für den Ladevorgang des Elektroautos getrennt zu messen, ist sinnvoll, um eine Verbrauchskontrolle zu haben. Auch wer seine Fahrzeugkosten gegenüber dem Arbeitgeber beziehungsweise Finanzamt abrechnet, kann wahrscheinlich nicht auf die separate Erfassung verzichten. Bei manchen Ladestationen ist bereits ein Zähler integriert, der diese Funktion erfüllt. Nicht immer genügt dieser allerdings den eichrechtlichen Bestimmungen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt den Elektriker für etwa 150 Euro einen Zähler im Schaltkasten einbauen. Damit ist man auf der sicheren Seite, was die rechtlichen Anforderungen angeht.

Schätzungen zufolge laden 50% der E-Autofahrer ihr Fahrzeug zu Hause und 20% bei der Arbeit

Ist Strom fürs Elektroauto günstiger oder teurer als Haushaltsstrom?

Sind alle technischen Anforderungen erfüllt, kannst du den Strom bei einem beliebigen Anbieter bestellen. Beziehst du die Elektrizität für Haus und E-Mobil aus einer Hand, sind auch die Stromkosten identisch. Der Preis für Haushaltsstrom liegt in Deutschland im Schnitt bei rund 30 Cent pro Kilowattstunde. Daneben gibt es bei einigen Energieanbietern aber auch besondere Autostromtarife. Um einen solchen Tarif nutzen zu können, muss das Elektroauto über einen separaten Zähler mit Rundsteuerempfänger, als sogenannte „steuerbare Verbrauchseinrichtung“,  wie es im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) heißt, geladen werden. Ein solcher Zähler ist auch in Wärmepumpen oder Elektrospeicherheizungen verbaut. Der Preisnachlass ist natürlich nicht umsonst, E-Mobility-Kunden sollen nämlich vornehmlich nachts die Leitungen anzapfen, wenn Kapazitäten frei sind. Zu Spitzenlastzeiten wie zum Beispiel abends oder morgens unterbricht der Netzbetreiber die Stromzufuhr zur Ladesäule, um sie zu Zeiten geringerer Auslastung fortzusetzen. Rund 5 Cent pro Kilowattstunde lassen sich so sparen. Grundsätzlich gilt: Wer beim Stromtanken an die Umwelt denkt, kommt an einem Ökostromtarif nicht vorbei, damit das emissionsfreie Auto nicht mit Strom betankt wird, der in einem Kohlekraftwerk mit fossilen Energieträgern erzeugt wird.

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