Verrückte Fanreisen

Einfach kann jeder: Die sieben verrücktesten Fanreisen zu Fußballspielen

Einfach kann jeder: Die sieben verrücktesten Fanreisen zu Fußballspielen

Auswärtsfahrt! Wer bei diesem Wort nicht schlagartig seinen Puls spürt, hat den Fußball nie geliebt. Beste Freunde, kaltes Bier, gute Laune und jede Menge Vorfreude auf das bevorstehende Spiel des eigenen Teams. Woche für Woche pilgern Millionen Fußballfans weltweit in die Stadien – manche von ihnen auf unvergessliche Weise ... Das sind die sieben vielleicht verrücktesten Anreisen von Fußballfans zu den Spielen ihrer Teams.

1. Der Schulausflug

Wie reist man am besten von Mexiko nach Russland zu einem Fußballturnier? Klar, in einem umgebauten alten Schulbus! Sechs Fans der „El Tri“ überquerten im Mai 2018 per Schiff den Atlantik und rumpelten dann über Berlin, Krakau und St. Petersburg nach Moskau. Ihren Bus hatten sie mit bunten Zeichnungen und Karikaturen der typischen mexikanischen Kultur dekoriert. Übrigens: Während der Busfahrt durfte selbstverständlich mit dem Fahrer gesprochen werden … 

Verrückte Fanreisen - Taxifahrt

2. Die Taxifahrt

Liverpool im Mai 2005: Vier Fußballfans machen sich auf den Weg nach Istanbul; ein nicht ganz unwichtiges Finale steht an. Allerdings nicht im Flugzeug, sondern in einem roten Taxi! 5.000 Kilometer legten die Freunde auf ihrem vier Tage dauernden Trip zurück. Ihr Glück: Das Taxameter lief nicht mit, denn das Auto war vom Bruder eines der Mitreisenden geliehen. Mal eben 8.000 Pfund gespart! Die eigentliche Belohnung wartete jedoch am Bosporus: Zur Halbzeit 0:3 hinten gelegen, am Ende nach Elfmeterschießen gewonnen. YES!

3. Die Fahrradtour

Der Holländer an sich radelt bekanntlich gerne und viel. Vier Fans aus Breda hielten es daher im September 2004 für eine gute Idee, mit dem Drahtesel zum Auswärtsspiel ihres Clubs nach Amsterdam zu fahren. Kleines Detail: Es waren stolze 220 Kilometer Distanz. Kein Problem, unterteilten sie den Trip eben in drei Etappen. Geschlafen wurde bei Freunden in Utrecht und Lelystad. Ein Begleitfahrzeug sorgte für moralische Unterstützung, Hilfe in der Not und sicher auch etwas Proviant. Einzig das Spiel war eine Enttäuschung für die Fans: Es setzte ein bitteres 0:3.

4. Das Motorradabenteuer

20.000 Kilometer schaffen manche Pendler gerade einmal in einem Jahr. Ein Portugal-Fan legte diese Strecke nach Südafrika im April 2010 während einer einzigen Reise zurück – und das auf einem Motorrad! In der Nähe von Porto brach er auf, durchquerte insgesamt 18 Länder und erreichte schließlich sein Ziel: Magaliesburg in Südafrika. Und alles „nur“, um den Nationalspielern eine Flagge ihres Heimatlandes zu überreichen. Was für ein Lieferservice!

Verrückte Fanreisen - Trecker

5. Die Treckertour

Zwei Stunden vor dem Anpfiff am Stadion sein? Für Auswärtsfahrer mit Hang zum komfortablen Zeitpuffer klingt das nach einem perfekten Plan. Doch die wenigsten sind davor 30 Tage unterwegs. So wie ein Fan der DFB-Elf aus der Nähe von Pforzheim, der im Juni 2018 mit seinem alten Traktor nach Russland fuhr. Mit durchschnittlich 20 km/h und seinem treuen Hund an seiner Seite tuckerte er durch die Gegend und das über 2.400 Kilometer. Zwei Stunden vor Anpfiff erreichte er das Moskauer Luschniki-Stadion. Punktlandung!    

6. Das Schrottauto

Liverpool, Endspiel, Autofahrt? Da war doch was … Scheint eine englische Tradition zu sein, zu wichtigen Spielen auf dem Festland nicht mit dem Flugzeug anzureisen. Dachte sich auch ein Liverpool-Fan vor dem Finale im Juni 2019 in Madrid – bei Flugpreisen von 800 Pfund kein Wunder. Sein Plan B: Für nur 40 Pfund kaufte er im Internet einen nahezu schrottreifen Kleinwagen. Gemeinsam mit drei Freunden und trotz mancher Panne schaffte er es tatsächlich nach mehr als 2.000 Kilometern rechtzeitig zum Endspiel. Gelohnt hat es sich auch: Sein Team gewann 2:0.    

Verrückte Fanreisen - Pappkamerad

7. Der Pappkamerad

Wenn das mal kein Scheidungsgrund ist: Ein Fan aus Mexiko durfte seine Freunde 2018 nicht nach Russland begleiten – seine Frau hatte ihm den Männerausflug verboten. Doch er war trotzdem während der gesamten Reise mit von der Partie. Als Pappfigur, in Originalgröße! Seine Freunde fertigten die Figur an, nahmen sie überall hin mit und dokumentierten den Trip. So wurde aus dem verhinderten Fan rasch eine Fan-Attraktion, die es weltweit in die Medien schaffte.

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