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„Formel E“: Rennserie mit Elektroautos
Lifestyle

„Formel E“: Die Zukunft des Motorsports ist elektrisch

Lifestyle

„Formel E“: Die Zukunft des Motorsports ist elektrisch

29.04.2019
29.04.2019

Wohin entwickelt sich der Motorsport mit dem wachsenden Interesse an Elektromobilität? Eine Antwort darauf bietet die „Formel E“. Die noch junge Rennserie veranstaltet seit 2014 Rennen direkt dort, wo die Zuschauer sind: in den Städten. Möglich macht das der Einsatz von Elektromotoren.

Das erfahren Sie hier:

  • Warum die „Formel E“ auch junge Menschen für den Motorsport begeistert
  • Weshalb Sie in Serienmodellen bald E-Rennwagen-Technik finden können
  • Wie Sie dank Gamification selbst an der „Formel E“ teilnehmen
  • Wann und wo Sie die „Formel E“ live verfolgen können

Seit beinahe 70 Jahren fasziniert die „Formel 1“ Motorsportfans weltweit. Mit der „Formel E“ folgte der beliebten Rennsportserie vor fünf Jahren eine zeitgemäße Ergänzung, die sich vor allem durch die Motorisierung von ihrem Vorbild unterscheidet. Anders als die klassischen Verbrennungsmotoren in den „Formel 1“-Boliden kommen in den „Formel E“-Pendants hochtechnisierte Elektromotoren zum Einsatz. Die „Formel E“, oder offiziell „ABB FIA Formel E Meisterschaft“, ist damit die erste rein elektrische Rennserie überhaupt.

„Formel E“ steht für Effizienz, Nachhaltigkeit und technologischen Fortschritt

Angefangen hat alles 2011. Jean Todt, der Präsident der „FIA“, und der spanische Unternehmer Alejandro Agag entwickelten gemeinsam die Idee von einer Rennserie, die das Potenzial nachhaltiger Mobilität aufzeigen sollte. „Wir wollen, dass die Leute Elektroautos anders wahrnehmen“, formulierte Agag eines der Ziele bereits 2014 gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Im gleichen Jahr feierte die „Formel E“ ihre Premiere in Peking. Die „FIA“, also die „Fédération Internationale de l’Automobile“ (auf Deutsch: internationaler Dachverband des Automobils), ist unter anderem auch Veranstalter der „Formel 1“. Das Konzept, das sie mit der „FIA Formula E“ verfolgt, ist aber ein anderes als bei Rennserien üblich. Aufgrund der neuartigen Motorisierung der Rennwagen können die sogenannten „E-Prixes“ der „Formula E“ dort stattfinden, wo ihr Publikum ist: direkt in den Städten.

Wir wollen, dass die Leute Elektroautos anders wahrnehmen.
Alejandro Agag
Vorsitzender der Formula E Holdings Ltd.
„Formel-E-Rennen“ in Berlin
Mitten in der Stadt: In Berlin erobert der Formel-E-Rennfahrer Lucas di Grassi vom Team „Audi Sport ABT Schaeffler“ einen Podiumsplatz. 

Das hat nicht nur mit der niedrigeren Abgasemission zu tun, sondern auch mit der Lautstärke. Der Sound der E-Rennwagen ist mit 80 Dezibel in etwa so laut wie alltägliche Straßengeräusche. Die Zielgruppe der „Formel E“ ist deshalb auch, wenig verwunderlich, eine junge, die sich für Themen wie Effizienz, Nachhaltigkeit und technologischen Fortschritt interessiert und der die klassische „Formel 1“ zu laut und zu schmutzig ist. Darüber hinaus genießt die noch sehr junge „Formel E“ den Underdog-Status eines Start-ups, bei dem es in erster Linie um den Spaß am Sport und die technische Experimentierfreude der Teams und Teilnehmer geht.

Zukunftsorientierter und wegweisender Motorsport

Elektro-Rennwagen bei der „Formula E“

Die „Formel E“ ist auch aus technologischer Sicht zukunftsorientiert und wegweisend. Um den „Formel-E“-Fahrern faire Bedingungen und gleiche Chancen zu ermöglichen, starten alle Fahrer mit den gleichen Elektro-Rennwagen. Die Teams bekommen ein einheitliches Chassis, die gleiche Bereifung und den gleichen Lithium-Ionen-Akku. Hand anlegen dürfen die Ingenieure am Motor, am Getriebe, an der Hinterradaufhängung und am Inverter (dem sogenannten Wechselrichter).

Die Saison 2018/19 hat zudem eine technische Neuerung in die „Formel E“ gebracht: das „Gen2“-Auto. Offiziell heißt der Elektrorennwagen „Spark SRT_05e“ und erlaubt den Fahrern erstmals, das gesamte Rennen ohne Boxenstopp zu absolvieren. Bei den ersten vier Saisons war die Energiespeicherkapazität des Vorgängermodells, des „SRT_01E“, noch zu gering. Ähnlich dem Reifenwechsel in der „Formel 1“ mussten die Fahrer in der Boxengasse möglichst ohne Zeitverlust in ein frisches Fahrzeug mit voller Batterie umsteigen. Neben der Steigerung der Energiekapazität von 28 auf 52 kWh (entspricht in etwa der Energiemenge von sechs Litern Benzin) ermöglicht das neue „Formel-E“-Auto, der „Gen2“, eine schnellere Beschleunigung (in 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h) und erreicht eine neue Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h bei einer Leistung von 200 kW.

Technisch ist die „Formel 1“ mittlerweile in Sphären vorgedrungen, die für den Alltagsautofahrer nicht mehr relevant sind. Anders sieht es bei der „Formel E“ aus: Automobilhersteller wie unter anderem Audi verstehen ihre Teilnahme auch als Machbarkeitsstudie. Sie ziehen gezielt Erkenntnisse für Serienfahrzeuge aus den „Formel-E“-Rennen. Auch Alejandro Agag sieht einen Nutzen in der Technologie der E-Rennwagen für den privaten PKW. Gegenüber der „SZ“ sagte er: „Viele Innovationen, die wir in unseren Autos heute nutzen, sind im Rennsport entwickelt worden, der Wettkampf im Sport treibt die Hersteller an.“

Im Selbstverständnis der „Formel E“ beschreibt sich der E-Motorsport auf der offiziellen Homepage als „die Plattform für globale Auto- und Mobilitätsanbieter für die Entwicklung und Tests straßenrelevanter Technologien. Die Straßenrennen wirken als Impulsgeber für Designoptimierungen von Elektrofahrzeugen und ein verbessertes Fahrerlebnis der täglichen Nutzer von Elektroautos weltweit.“ Somit dient die „Formel E“ nicht nur der kurzzeitigen sportlichen Unterhaltung, sondern fördert auch langfristig die Weiterentwicklung der E-Mobilität.

„Formel E“ setzt auf Zuschauerinteraktion durch Gamification

Neben der andersartigen Motorisierung der Fahrzeuge unterscheidet sich die „Formel E“ noch in weiteren Aspekten von der „Formel 1“. So erlaubt die „Formel E“ ihren Zuschauern etwa, aktiv das Geschehen auf der Rennstrecke zu beeinflussen. Möglich macht das der sogenannte Fanboost. Sechs Tage vor jedem Rennen bekommen die Fans die Chance, für ihren Favoriten abzustimmen. Erhält dieser genug Zuspruch, darf er während des Rennens einen Leistungsschub von zusätzlichen 100 kJ Energie aktivieren. Pro Rennen erhalten fünf Piloten den Fanboost.

In der neuen Saison erstmals dabei ist der sogenannte Attack-Mode. Aktivieren die Fahrer diesen während des Rennens, steigert sich die Leistung des Elektroflitzers kurzzeitig von 200 auf 225 kW. Dafür müssen die Fahrer durch speziell markierte Aktivierungszonen abseits der Ideallinie fahren. Wie lange der Boost anhält und wie oft die Fahrer darauf zurückgreifen können, entscheidet die „FIA“ für jeden „E-Prix“ individuell, abhängig unter anderem vom Streckenlayout.

Dass die „Formel E“ viel Wert auf die Interaktion mit den Zuschauern legt, zeigt auch das im Sommer 2018 vorgestellte Computerspiel. In „Formel E Live Ghost Racing“ können Fans live gegen das Startfeld um die Meisterschaft fahren. Allerdings ist das Spiel noch nicht veröffentlicht, einen Termin gibt es bislang nicht.

Elektrische Rennserie im Fernsehen: „ARD“ und „ZDF“ übertragen „Formel E“

Im Dezember 2018 begann die fünfte „Formel-E-Saison“ mit dem Rennen in Diriyya, Saudi-Arabien. Bei der „Formel E“ startet die neue Saison jeweils antizyklisch im Winter und endet nach derzeit 13 Rennen im Juli. Die „FIA-Formel-E-Meisterschaft“ macht auf ihrer Tour um die Welt auch Halt in Deutschland. Ende Mai findet in der Bundeshauptstadt der „Berlin E-Prix“ statt. Auf dem zehnten Parcours auf dem früheren Flughafen Tempelhof gehen erneut elf „Formel-E-Teams“ mit je zwei Fahrern an den Start. Einer von ihnen ist Daniel Abt. Der Allgäuer Automobilrennfahrer fährt gemeinsam mit seinem brasilianischen Teamkollegen Lucas di Grassi für das deutsche Motorsportteam „Audi Sport ABT Schaeffler“. In der vergangenen Saison 2017/18 konnte sich Daniel Abt in Berlin gegen seine Kontrahenten behaupten und das Rennen für sich entscheiden.

Saisonkalender der „Formel E“ 2018/2019
Am 25. Mai 2019 starten die Elektro-Rennwagen in Berlin.

Auch ehemalige „Formel-1“-Piloten sind immer häufiger elektrisch unterwegs. Nico Rosberg etwa ist vor einiger Zeit als Investor bei der „Formel E“ eingestiegen. Nick Heidfeld war bis Saisonende 2018 Fahrer für das indische Team von „Mahindra Racing“. Und für die erste Live-Übertragung des „E-Prix Berlin“ im vergangenen Jahr engagierte die „ARD“ Heinz-Harald Frentzen als Co-Kommentator. In diesem Jahr übertragen die öffentlich-rechtlichen Sender „Das Erste“ und „ZDF“ bereits drei Rennen der „Formel-E“ live im Fernsehen, neben Berlin noch Monaco und Rom. Die übrigen Rennen zeigen die beiden Sender online im Livestream. Alternativ überträgt „Eurosport“ alle 13 „Formel-E“-Rennen live im Free-TV.

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