Frau packt Kiste mit Gemüse in einen Autokofferraum.
Frau packt Kiste mit Gemüse in einen Autokofferraum.
Frau packt Kiste mit Gemüse in einen Autokofferraum.
Frau packt Kiste mit Gemüse in einen Autokofferraum.
Nachhaltigkeit

Elektrifizierter Lieferservice: Hier gibt es ihn schon

Nachhaltigkeit

Elektrifizierter Lieferservice: Hier gibt es ihn schon

05.06.2019
05.06.2019

Mehr und mehr Menschen achten auf eine nachhaltige Lebensweise: Müll vermeiden, Wasser und Energie sparen sowie möglichst wenig Schadstoffe verursachen. Oft sind jedoch nicht nur die Endverbraucher, sondern auch die Firmen gefragt, ihre Waren und Dienstleistungen möglichst nachhaltig anzubieten. Das gilt auch für Lieferservices.

Das erfahren Sie hier:

  • Wo Lieferdienste oft zum Einsatz kommen
  • Welche Unternehmen bereits jetzt elektrisch liefern
  • Wie Kunden Lieferservices erkennen, die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen
  • Warum jeder Verbraucher ein wenig mithelfen kann

Internet hin oder her: Lieferservices gibt es bereits seit vielen Jahrzehnten. Handelsketten liefern etwa sperrige Waren nach dem Kauf in Eigenregie oder per Spedition zum Kunden. Bei Möbelhäusern wäre ein Verkauf sonst oft gar nicht möglich, schließlich hat kaum jemand einen Transporter in der Garage stehen. Wer etwas leckeres Essen möchte, plant auch nicht immer einen Aufenthalt im Lieblingsrestaurant, sondern möchte sich manchmal einfach gerne beliefern lassen. Durch das Internet nahm die Zahl solcher Bestellungen aus der Ferne besonders stark zu. Der Lieferservice ist deshalb kaum noch eine Ausnahme, sondern mehr die Regel.

Auf die Umwelt hat das natürlich weniger gute Auswirkungen. Mehr Verkehr bedeutet auch eine höhere Schadstoffbelastung. Transporter und Lkw treiben diese Entwicklung gerade in urbanen Gebieten an. Immer mehr Unternehmen versuchen das zu vermeiden. Dafür überlegen sie sich Alternativen für den Transport. Die Waren müssen schließlich zum Kunden kommen, daran lässt sich nichts ändern. An der Art und Weise wie das geschieht allerdings sehr wohl.

 

Man telefoniert im Auto und notiert sich etwas.
Lieferservices sind in der heutigen Zeit kaum noch wegzudenken. Viele Unternehmen arbeiten daran, diese Transporte so wenig belastend für die Umwelt zu machen wie möglich.

„IKEA“: Möbel umweltbewusst geliefert

Das schwedische Möbelhaus hat es sich zum Ziel gesetzt, die durch den Transport seiner Waren anfallenden Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 2016 um 50 Prozent zu senken. Das ist Teil der neuen Nachhaltigkeitsstrategie „People & Planet Positive“. Genauer soll bis 2025 jedes Möbelstück mit einem Elektrofahrzeug zum Kunden kommen. Bereits jetzt fängt „IKEA“ mit der Umstellung an – zumindest in New York, Los Angeles, Paris, Amsterdam und Shanghai. In letzterer Stadt gelang dies bereits erfolgreich. Dort liefert das Unternehmen zu 100 Prozent elektrisch aus. Der elektrische Lieferservice konnte so schnell entstehen, weil die Schweden mit dem Unternehmen „DST“ zusammenarbeiten. Das vermietet elektrische Lastwagen und Elektrostapler.

Auch in Deutschland leitete das Möbelhaus bereits erste Schritte ein, um einen Wandel beim Lieferservice zu erreichen. Rund ein Drittel der Filialen in Deutschland ist bereits mit Ladevorrichtungen für Elektrofahrzeuge ausgestattet. Dabei haben nicht nur Kunden die Möglichkeit, frischen Strom nachzuladen – sondern auch Leihtransporter. Die kommen von Autovermieter „Hertz“ und stehen an einigen Standorten bereits probeweise zur Verfügung. Kunden können sie für den Transport der Möbel einfach mieten. Sie übernehmen den Lieferservice damit ganz einfach selbst, sparen Kosten und sind lokal emissionsfrei unterwegs. In naher Zukunft will „IKEA“ immer mehr Filialen mit solchen Elektro-Transportern ausrüsten. Der vollelektrische Lieferservice, wie er in Shanghai zum Einsatz kommt, folgt hierzulande dann etwas später.

„Post“ und „DHL“: Elektrisch auf der letzten Meile

Online-Bestellungen legen oft weite Strecken zurück. Die Waren sind in Logistikzentren gelagert, von wo aus sie durch Speditionen zunächst an Verteilerzentren und anschließend an die Kunden geliefert werden. Weite Teile der Strecken übernehmen also Lkw, die letzten Kilometer bis zum Ziel meist Transporter. Die fahren bei der Post zunehmend mit elektrischen Antrieben. Dafür übernahm die „Deutsche Post“ sogar das Start-up „Streetscooter“, einst ein Projekt von Professoren der „RWTH Aachen“. Die E-Transporter bringen Päckchen und Pakete dabei vom Verteilerzentrum zum Empfänger. Zumindest auf diesen Wegen ist die Lieferung also lokal emissionsfrei. Im Laufe des Jahres 2019 will die „Deutsche Post“ prüfen, ob sie das „Streetscooter“-Projekt weiterverfolgt.

Elektrischer Lieferservice beim Essen

Man schneidet Pizza in Küche.

Jeder kennt die Lieferdienste, die in meist sehr kleinen und wendigen Autos durch die Städte fahren. Mit den heißen Waren im Kofferraum müssen sie schnell beim Kunden sein. Immer öfter achten sie dabei jedoch auch auf die Nachhaltigkeit. In Großstädten sind sie etwa zunehmend mit elektrischen Fahrzeugen unterwegs. Auch hier gilt: Je kleiner das Auto, desto besser. Viel transportieren müssen sie schließlich nicht, aber flott wollen sie sein – und möglichst überall kurz halten können. Besser für die Umweltbilanz sind hingegen Lieferdienste, die auf Zweiräder setzen. Mit dem Fahrrad kommen sie oft sogar noch besser durch den Verkehr als mit einem kleinen Auto.

Doch damit nicht genug, denn auch bei der Verpackung ist Nachhaltigkeit gefragt. Statt Plastikbehältern für das Essen zu verwenden, setzen einige Lieferservices etwa auf Papier, Bambus oder Biokunststoffe. All diese Produkte lassen sich weitaus einfacher recyclen und tragen so zu mehr Nachhaltigkeit bei.

Lebensmittel nicht in Plastik gepackt

In der Gemüse- und Obstabteilung von Lebensmittelgeschäften sind meist Spender für Plastiktüten angebracht. Zu diesen greifen Kunden gerne, denn so lassen sich die losen Produkte viel einfacher transportieren. Zum Glück gibt es immer öfter Alternativen: So sorgen etwa wiederverwendbare Beutel dafür, dass die Tüten komplett verschwinden könnten. Einige Ketten stellen auch Papiertüten zur Verfügung. Unternehmen wie „Die Grüne Kiste“ bringen lose Waren sogar vor die Tür. Die Lebensmittel kommen zum Großteil aus der Region, wodurch lange Lieferwege aus fernen Ländern nahezu entfallen. Das unterstützt auch die lokale Wirtschaft. Wenn es also schon ein Lieferdienst sein soll, dann doch lieber so. Die Produkte sind unbehandelt und kommen in einer (grünen) Kiste.

 

Auf dem Land packen Männer Gemüsekisten in einen Transporter.
Vom Feld bis direkt vor die Tür: Unternehmen wir die "Die Grüne Kiste" liefern Waren, die zum Großteil aus der Region kommen.

Elektrische Lieferservices erkennen

Unternehmen und Dienste, die auf Nachhaltigkeit achten, gibt es also zuhauf. Für den Kunden sind sie allerdings oft nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen. Die notwendige Recherchearbeit muss jedoch nicht jeder für sich leisten. Mit „Treeday“ gibt es ein Portal, das dabei hilft. Die Nutzer geben auf der Seite einfach ein, wo und welches Produkt oder welche Dienstleistung sie suchen. Schon zeigt die Seite entsprechende Ergebnisse für das nähere Umfeld an. Weil nicht jeder Anbieter in gleichem Maße nachhaltig agiert, hat „Treeday“ ein Bewertungssystem eingeführt. Ein Index im Bereich zwischen Null und 100 zeigt an, wie „grün“ das Unternehmen wirklich ist. Ein umfangreicher Report gibt an, welche Schritte zur Nachhaltigkeit ein Anbieter bereits unternommen hat. Das spornt eben diese dazu an, immer mehr auf die Umwelt zu achten.

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