Ein mit einer Oberleitung verbundener Pantograf (Stromabnehmer, der Oberleitungskraftwagen wie Straßenbahnen mit Strom versorgen kann).

Autobahn Oberleitungen: Lkw mit Draht nach oben

Wer auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, kann schon heute Zeuge eines auf den ersten Blick ungewöhnlichen Ladevorgangs werden. Streckenweise ragen elektrifizierte Oberleitungen über die Straße. Einige Lkw verfügen testweise über einen ausfahrbaren Stromabnehmer, mit dem sie an diese Oberleitungen andocken und während der Fahrt Strom für ihren Akku laden.  (Bild: AdobeStock)

Wer auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, kann schon heute Zeuge eines auf den ersten Blick ungewöhnlichen Ladevorgangs werden. Streckenweise ragen elektrifizierte Oberleitungen über die Straße. Einige Lkw verfügen testweise über einen ausfahrbaren Stromabnehmer, mit dem sie an diese Oberleitungen andocken und während der Fahrt Strom für ihren Akku laden.  (Bild: AdobeStock)

Das erfahren Sie hier über Oberleitungen für Lkw:

  • Bisher gibt es in Deutschland drei Abschnitte, auf denen die E-Highways im Rahmen eines Pilotprojektes getestet werden.
  • Oberleitungen könnten den Umstieg auf E‑Mobilität im Güterverkehr beschleunigen. Noch wird erprobt, ob sie ökologisch und ökonomisch sinnvoll sind.
  • Das aktuelle Klimapaket der Bundesregierung sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 ein Drittel des Güterverkehrs elektrisch oder auf der Basis strombasierter Kraftstoffe angetrieben werden soll.

Die Idee, Fahrzeuge an eine Stromleitung zu koppeln, ist nicht neu. Straßenbahnen und Züge fahren schon seit mehr als hundert Jahren auf diese Weise elektrisch. Die Oberleitungskraftwagen, kurz O-Lkw, fahren aber nicht auf Schienen, sondern im ganz normalen Straßenverkehr.

Wie funktioniert die Technologie?  

Sensoren im Dach des O-Lkws erkennen, wenn sich eine Oberleitung über ihnen befindet. Der Pantograf, so nennt man den ausfahrbaren Stromabnehmer, stellt den Kontakt zur Leitung her. Diese versorgen den Elektromotor während der Fahrt mit Strom, sodass möglichst viel Reichweite erzielt werden kann. Gleichzeitig wird die Batterie geladen. So können die Trucks nach Verlassen der Strecke mit Oberleitungen, etwa auf einem Hafen- oder Firmengelände, noch rein elektrisch gefahren werden. Der Batterieenergieinhalt ist allerdings noch gering, sodass bei den Hybrid-Lastwagen relativ schnell wieder auf den Dieselbetrieb umgeschaltet werden muss, bevor es wieder auf die Teststrecke geht. Die nächste Generation der O-Lkw soll mit einem größeren Batterieenergieinhalt abseits der Oberleitungen schon deutlich weiter kommen.

 

E-Highways in der Testphase

ELISAOpens an external link (Elektrifizierter, Innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen) heißt das Projekt, mit dem die Bundesregierung unterschiedliche ökonomische und ökologische Faktoren untersucht. Erste Elektro-Autobahnen gibt es auf der A5 in der Nähe des Frankfurter Flughafens, auf der A1 bei Lübeck und auf der B462Opens an external link bei Kuppenheim in Baden-Württemberg. Die Abschnitte sind zunächst nur wenige Kilometer lang. Mehrere Spediteure sind als Transportpartner beteiligt und lassen ihre hybriden Lkw täglich auf den Strecken fahren.

Eine Fahrbahn für Oberleitungskraftwagen führt rechts an zwei Pkw-Fahrstreifen einer Autobahn entlang.
Einige Spediteure lassen ihre Hybrid-Lkw bereits auf den elektrischen Test-Autobahnstrecken des ELISA-Projektes in Deutschland fahren. (Bild: AdobeStock)

Treibhausgase im Güterverkehr senken

Deutschland hat ehrgeizige KlimazieleOpens an external link – und viele Lastkraftwagen auf den Straßen. Obwohl Motoren und Abgastechnik besser geworden sind, ist die Verkehrsleistung insgesamt gestiegen. Um den Ausstoß von CO2 nachhaltig zu mindern, muss also mehr Güterverkehr auf die Schiene und der Anteil der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben muss steigen. Noch ist unklar, ob sich der Umstieg auf hybride Lkw lohnt. Deshalb tragen die Teststrecken zu einer gelungenen Verkehrswende im Schwertransport bei. 

Viele Lastkraftwagen sind abends in beiden Richtungen auf einer vollen, sechsspurigen Autobahn unterwegs.
Um die CO2 Emissionen trotz zunehmender Verkehrsleistung zu senken, müssen mehr Güter von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben transportiert werden. (Bild: AdobeStock)

Vorteile

Der Elektromotor ist nicht nur umweltbewusster in Bezug auf CO2-Emissionen. Er ist auch leiser und mindert dadurch die Lärmbelastung an stark befahrenen Straßen. Die Elektro-Lkw werden zunächst nur für kurze Strecken, zum Beispiel bei Pendelfahrten oder im Stadtverkehr, eingesetzt. In Zukunft sollen nach Einschätzung der Verantwortlichen der Traton Group, der Muttergesellschaft von MAN und Scania, auch Fernfahrten batterie-elektrisch möglich sein. Dafür sollen neben Oberleitungen auch die verbesserte Ladeinfrastruktur mit Schnellladern und Verbesserungen der Batterie-Technologie sorgen. Die Lkw-Fahrerinnen oder -Fahrer könnten dann ihre vorgeschrieben Pausenzeiten zum Laden nutzen, wodurch im Idealfall kein Zeitverlust entstehen würde.

Nachteile

Experten rechnen damit, dass dennoch etwa 4.000 Kilometer Autobahnstrecke mit Oberleitungen ausgestattet werden müssten. Dafür wären mehrere Milliarden Euro Investition nötig. Zusätzlich stellen sie einen Mehraufwand für Straßenmeistereien dar, denn sie sind anfällig für Schäden und Vandalismus. Außerdem müssten Spediteure ihre Fahrzeugflotten umstellen und in die Anschaffung von Elektro-Lkw investieren. Es ist auch noch offen, wie der Strom zukünftig abgerechnet werden soll, denn in der Testphase zahlt noch die Bundesregierung.

Die E‑Mobilität ist nicht nur bei den Pkw, sondern auch bei den Lkw angekommen. Die Technologie der Elektro-Autobahnen ist eine klimabewusste Alternative zum Verbrennungsmotor. Deshalb könnte sie im Schwertransport eine ergänzende Lösung zum Schienenverkehr darstellen. Die Oberleitungen stehen auf den Teststrecken noch bis mindestens Ende 2022 auf dem Prüfstand. Erst danach wird entschieden, ob sie für einen Regelbetrieb ausgebaut werden. 

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ID.4: Stromverbrauch (kombiniert): 17,5–15,5 kWh/100 km (NEFZ); CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+++
2.
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  • Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.volkswagen.de/wltp.

    Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

    Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist.

    Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+++, A++, A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben. Die hier gemachten Angaben beziehen sich jeweils auf die EG-Typgenehmigung des gewählten Modells und dessen Serienausstattung gem. Richtlinie 2007/46/EG. Von Ihnen im Zuge der Konfiguration gewählte Sonderausstattung kann dazu führen, dass Ihr konfiguriertes Modell aufgrund der gewählten Ausstattung einem anderen genehmigten Typ entspricht, als dies ohne gewählte Sonderausstattung der Fall wäre. Daraus können sich Abweichungen der Angaben für Ihr konfiguriertes Modell ergeben. Bei den angegebenen CO2-Werten handelt es sich um die Werte, die im Rahmen der Typgenehmigung des Fahrzeugs ermittelt wurden.