Stefan Hagen vor einem Auto.
Stefan Hagen vor einem Auto.
Stefan Hagen vor einem Auto.
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Becoming ID.

Crashtest: auf alles vorbereitet

Becoming ID.

Crashtest: auf alles vorbereitet

20.03.2020

Höchste Priorität bei der Sicherheitsentwicklung des ID.3: der Insassenschutz. Wie dieser durch zusätzliche Features noch weiter verbessert werden konnte und was der neuartige Center-Airbag für Fahrer und Beifahrer tut, erfahren Sie in dieser Episode.

20.03.2020

Höchste Priorität bei der Sicherheitsentwicklung des ID.3: der Insassenschutz. Wie dieser durch zusätzliche Features noch weiter verbessert werden konnte und was der neuartige Center-Airbag für Fahrer und Beifahrer tut, erfahren Sie in dieser Episode.

Der neue sogenannte Center-Airbag soll die Köpfe der vorderen Insassen vor dem Gegeneinanderprallen schützen. Stefan Hagen, verantwortlich für den Seitencrash beim ID.3, erzählt uns, wie genau er funktioniert.

An welchem Punkt merkten Sie, dass Elektromobilität für jedermann vor dem Durchbruch steht?

Schauen Sie sich den ID.3 an: Nahezu alle Vorurteile gegenüber der Elektromobilität sind damit ausgehebelt. Ob das die Reichweite, die Kosten, das Design, die Alltagstauglichkeit, die Sicherheit oder die stetig wachsende Ladeinfrastruktur ist – wir sind mit dem ID.3 richtig gut positioniert.

Über den gesamten Projektverlauf betrachtet: Was war die größte Herausforderung, vor der Sie standen?

Neben den ganzen Themen rund um den Schutz der HV-Batterie bei Unfällen hat uns beim ID.3 der Insassenschutz sehr beschäftigt. Hier sollte das Sicherheitsniveau durch zusätzliche Features noch weiter verbessert werden. Wir haben bei uns in der Fahrzeugsicherheit deshalb einen neuartigen Airbag entwickelt: den sogenannten Center-Airbag, der sich zwischen den beiden Vordersitzen öffnet. Dieser soll verhindern, dass die beiden vorderen Insassen beispielsweise bei einem Seitencrash hart aneinanderprallen. Die Entwicklung war sehr herausfordernd, da der zu betrachtende Lastfall neu für uns war und gleichzeitig nur sehr wenig Entwicklungszeit zur Verfügung stand.

Wir haben alles dafür getan und hart dafür gearbeitet, dass dieses Auto ein Höchstmaß an Sicherheit bietet.
Stefan Hagen
Fzg.-Sicherheit Gesamtfahrzeugfunktion I Seitencrash, statische Versuche

Im Detail: Welche Technologie finden Sie beim neuen ID.3 am faszinierendsten?

Der ID.3 ist genauso crashsicher wie ein konventionell angetriebenes Auto. Charakteristisch für das Fahrzeug sind die robusten Strukturen zum Schutz der HV-Batterie bei Unfällen. Das macht ihn unglaublich steif und das Fahrzeug zeigt bei unseren Crashversuchen vergleichsweise geringe Gesamtdeformationen.
Hervorzuheben ist an dieser Stelle natürlich auch der neue Center-Airbag, der bereits zur Serien-Sicherheitsausstattung des ID.3 zählt.

Was bewegte Sie bei der Entwicklungsarbeit der ID. Familie am meisten?

Ich habe das Projekt von Anfang bis jetzt als Fahrzeug-Sicherheitsingenieur begleiten dürfen. Aktuell testen wir gerade die Null-Serie. Besonders aufregend war für mich der erste Crash im September 2018. Nachdem wir so lange alles theoretisch entwickelt und geplant hatten, war das der große Moment, um den Prototyp das erste Mal in der Realität zu testen. Das war unglaublich spannend und ein echtes Highlight.

Was nehmen Sie persönlich aus dem Projekt mit?

Ich hätte vor drei Jahren nie gedacht, dass wir all das, was wir bisher erreicht haben, nach diesem ehrgeizigen Terminplan hinbekommen können. Die Mannschaftsleistung, die alle Beteiligten hier erbracht haben, ist wirklich beeindruckend. Das Auto wird definitiv seinen Weg machen.

Welche spürbaren Vorteile entstehen durch digitale Simulationslösungen – also Vorberechnungen eines Crashs?

Uns standen in der Entwicklung lediglich sieben Prototypen zur Verfügung, die wir für die verschiedenen Front-, Seiten- und Heckcrashs genutzt haben. Da wird schnell klar, dass sich die Fahrzeugstruktur nicht über einzelne Crashversuche entwickeln lässt. Hier kommt die Simulation ins Spiel, ohne die das hohe Entwicklungsniveau eines modernen Fahrzeugs gar nicht erreichbar ist. Vor dem ersten Crash sind Fahrzeugstruktur und Rückhaltesysteme deshalb bereits sehr intensiv in der Simulation ausgelegt und optimiert worden. Die Simulation spart enorm viel Zeit, weil Schwachpunkte frühzeitig erkannt und behoben werden können. Trotzdem sind physische Crashversuche heute und in Zukunft zur Absicherung und Freigabe unverzichtbar, insbesondere bei einem so neuartigen Fahrzeug wie dem ID.3.

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