Stefan Langewellpott in einem Konferenzraum.
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Becoming ID.

Digitales Datenkontrollmodell: Schnittstelle zwischen Design und Technik

Becoming ID.

Digitales Datenkontrollmodell: Schnittstelle zwischen Design und Technik

24.03.2020

Das Datenkontrollmodell vermittelt zwischen Design und Konstruktion. Wie spannend es ist, Designfragen bei der Entwicklung des neuen ID.3 mit digitalen Simulationen in Sekundenbruchteilen beantworten zu können, erfahren Sie hier.

24.03.2020

Das Datenkontrollmodell vermittelt zwischen Design und Konstruktion. Wie spannend es ist, Designfragen bei der Entwicklung des neuen ID.3 mit digitalen Simulationen in Sekundenbruchteilen beantworten zu können, erfahren Sie hier.

Mit einem digitalen Datenkontrollmodell (DDKM) werden die Vorstellungen von Design und die technische Machbarkeit in der Konstruktion in Einklang gebracht. Mit dieser optischen Simulationslösung können aktuelle Entwicklungsstände in Sekundenbruchteilen berechnet und dargestellt werden. Das spart Zeit und somit auch Kosten. Darüber, wie spannend es war, die Schnittstelle zwischen Design und Technik des neuen ID.3 zu sein und bei diesem Licht, Schatten und Spiegelungen zu berechnen und physikalisch in 3D wiederzugeben, sprechen wir in der sechsten Episode „Becoming ID.“ mit Stefan Langewellpott, Leiter Strak und Visualisierung.

Was bewegte Sie bei der Entwicklungsarbeit der ID. Familie am meisten?

Das Momentum, das durch den Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) entstand. Wir haben in kurzer Zeit ein komplett neues Fahrzeugkonzept, eine einzigartige Plattform und die ersten Karosserievarianten – sogenannte Hüte – entwickelt. Das gesamte Team hatte das Gefühl, an etwas Besonderem teilzuhaben.

Was war der Punkt, an dem Sie merkten, dass die Elektromobilität für jedermann vor dem Durchbruch steht?

Als ich das erste Mal einen ID.3 Prototyp auf öffentlichen Straßen fuhr. Sein Fahrzeugkonzept, die Architektur und das Feeling waren neu und trotzdem gleich überzeugend. Das Fahrverhalten ist anders als gewohnt, besser. Durch seinen tiefen Schwerpunkt verhält sich der ID.3 fast leichtfüßig und agil, weil immer ausreichend Power vorhanden ist – ohne dabei an Komfort zu verlieren. Mit seinen bis zu 550 Kilometern Reichweite sind lange Strecken kein Problem, das Raumangebot ist sehr großzügig. Definitiv kein Verzichtskonzept, sondern die Zukunft.

Volkswagen kann Großes leisten. Das war beim Golf so, und das zeigt auch der ID.3.
Stefan Langewellpott
Leiter Strak und Visualisierung

Im Detail: Welche Technologie finden Sie beim neuen ID.3 am faszinierendsten?

Für mich ist es ganz klar das Gesamtkonzept. Der traditionelle Fahrzeugansatz in der Kompaktklasse ist seit ungefähr 50 Jahren fast unverändert, angefangen beim Mini mit Front-Quermotor bis hin zum Golf mit vier Türen und großer Heckklappe. Dieses konzeptionelle Optimum haben wir beim ID.3 nicht einfach weiterentwickelt, sondern revolutioniert. Der MEB eröffnet nun ganz neue Freiheitsgrade in Bezug auf Package, Raumangebot und damit Designfreiheit.

Über den gesamten Projektverlauf betrachtet: Was war die größte Herausforderung, vor der Sie standen?

Generell ein komplett neues Fahrzeugkonzept – innen und außen – mit einer neuen Formensprache in kurzer Zeit in Serie zu bringen. Dass dann das Serien-Design weitestgehend den ersten Entwürfen entspricht, war die größte Herausforderung und macht uns stolz auf den ID.3. Konkret haben wir in unserem Team Design in machbare Technik überführt. Wir sind sozusagen Vermittler zwischen Designern und Technikern. Aktuelle Designstände und Bauteile können wir mithilfe des digitalen Entwicklungsprozesses in Sekundenbruchteilen berechnen und fotorealistisch darstellen – beziehungsweise direkt diskutieren. Das spart Zeit und somit auch Kosten.

Wie genau kann man sich die Endabnahme eines digitalen Datenkontrollmodells (DDKM) im Bereich Exterieur vorstellen?

Das Endprodukt unserer Arbeit sind detailliert beschriebene CAD-Außenhautflächen, die die Basis für die entsprechenden Bauteile darstellen. Diese sogenannten Class-A-Flächen werden fotorealistisch und in Echtzeit visualisiert. In der DDKM-Abnahme wird dieses digitale Fahrzeugmodell dem Vorstand präsentiert, es werden eventuelle Fehler oder gewünschte Optimierungen besprochen und das Fahrzeug wird final abgenommen. 

Was nehmen Sie persönlich aus dem Projekt mit?

Wir haben es in diesem Projekt wirklich allen recht gemacht, was ein tolles Gefühl ist.
Mit unserer Highend-Visualisierung in Echtzeit haben wir beim ID.3 immer eine hohe, gleichbleibende Designqualität plus rasche Entscheidungssicherheit ermöglicht.
Diese schnellen Prozesse sorgten für einen stabilen – und somit energie- und materialschonenden – Projektanlauf. Damit leistet das DDKM also einen wichtigen Beitrag zur Unternehmensstrategie und den Handlungsfeldern Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Elektromobilitätsoffensive. Für mich wurde einmal mehr deutlich: Volkswagen kann Großes leisten. Das war beim Golf so, und das zeigt auch der ID.3.

 

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