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Der ID. R Pikes Peak fährt auf der Strecke an Felsen vorbei
Technologie

Höher, schneller, leiser: Der ID. R Pikes Peak

Technologie

Höher, schneller, leiser: Der ID. R Pikes Peak

Was kann eigentlich der elektrische Supersportwagen von Volkswagen, der im Sommer 2018 das legendäre Bergrennen am Pikes Peak gewonnen hat? Genug, um sein 4302 Meter hohes Ziel in Rekordzeit zu erreichen. Mit Technologie für Elektroautos, die auch die Volkswagen ID. Familie antreibt.

1440 Höhenmeter, 156 enge Kurven und 19,99 Kilometer in 7.57,148 Minuten: Nach 31 Jahren Abwesenheit und acht Monaten Entwicklungszeit hat Volkswagen die Leistung des Elektro-Concept Car ID. R Pikes Peak buchstäblich auf die Spitze getrieben. Und zwar auf die Spitze der Rocky Mountains – beim Race To The Clouds, dem berühmtesten Bergrennen der Welt. Der Motorsport-Klassiker in Colorado ist legendär. Ständig wechselndes Wetter, Temperaturen von unter null Grad Celsius und der geringe Sauerstoffanteil der Luft machen ihn zum echten Härtetest. „Optimale Bedingungen“, freut sich Dr. Frank Welsch. Er ist Mitglied des Markenvorstands und verantwortlich für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung. Für ihn ist das Comeback als Gipfelstürmer auch der Weg an die Spitze der Elektromobilität.

Die Landschaft der Rocky Mountains
Romain Dumas mit seinen Pokalen
Hat Motorsport-Geschichte geschrieben: der erfahrene Pilot Romain Dumas.

Und tatsächlich: Während Verbrennungsmotoren in dieser Höhe ins Stottern geraten, macht Elektroautos die dünne Luft nichts aus. Die Höhenkrankheit droht hier also nur dem Fahrer. Der heißt Romain Dumas, ist 40 Jahre alt, Franzose. Als Volkswagen 1987 zuletzt mit einem Golf am Pikes Peak antrat, war Dumas noch ein kleiner Junge mit einem großen Traum: die Formel 1. Rennfahrer ist er dann tatsächlich geworden. Und Werksfahrer bei Porsche. Er fährt Rallye, nimmt an Oldtimer-Rennen teil und hat schon acht 24-Stunden-Rennen gewonnen. Zum Beispiel in Le Mans, auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps. 2016 gelang ihm sogar die drittschnellste jemals gefahrene Zeit in der 102-jährigen Geschichte des Pikes Peak. Trotzdem hat Dumas großen Respekt vor dem Berg – auch jetzt noch. „Der Einsatz von Elektromotoren ist eine Herausforderung“, sagt er. Als Fahrer müsse man seinen gesamten Fahrstil umstellen, schließlich reagiere das Auto anders. Grade dieser Nervenkitzel und die extremen Bedingungen reizten ihn allerdings – bis heute gewann er den Klassiker drei Mal. Außerdem sind die Pokale aus Colorado beinahe die einzigen, die er in seiner Wohnung aufbewahrt. Die meisten anderen hat er verschenkt. Der historische Rekord am Pikes Peak wird in Erinnerung bleiben.

Der Innenraum des ID. R Pikes Peak

Apropos historisch: Pikes Peak ist das zweitälteste heute noch ausgetragene Rennen der USA. Als es 1916 erstmals stattfand, dauerte es drei Tage und jeder durfte mitfahren. Jeder, der ein fahrtüchtiges Auto oder Motorrad besaß. Das führte zu teilweise kuriosen Siegern der Marke Eigenbau. Wie 1922, als ein Gefährt gewann, das aus Schrottplatz-Teilen zusammengeschraubt worden war. Der Wagen steht heute in Colorado Springs im Museum. 1953 durften zum ersten Mal auch Sportwagen starten. Die Volkswagen Töchter Porsche und Audi belegten in den folgenden Jahren immer wieder Spitzenplätze, bis Volkswagen jetzt wieder selbst antrat, um den Sieg einzufahren. 56 Autos und 27 Motorräder traten 2018 in jeweils sechs Klassen an – der ID. R Pikes Peak fuhr in der Kategorie „Unlimited“. Einzige Voraussetzung hier: Vier Räder müssen es sein. Klingt nach Abenteuer. Ist es auch. Denn ansonsten ist alles an Technik und Motorisierung erlaubt. Das ideale Spielfeld, um zukünftige Technologien wie den Elektroantrieb optimal unter Extrembedingungen zu testen.  

Zuschauer am Rand der Strecke

So ein Härtetest ist im Motorsport besonders anspruchsvoll: Anders als bei üblichen Rennwagen geht es hier nicht um die maximale Leistung. Es geht darum, die perfekte Balance zu finden – den idealen Mittelweg zwischen Schnelligkeit und Manövrierfähigkeit, Leistungsdichte und Gewicht. Schnell ist das Auto natürlich trotzdem: Die 500 kW entsprechen 680 PS und katapultieren es in 2,25 Sekunden von null auf 100 km/h. Mit einem Drehmoment von 650 Newtonmeter. Knapp 20 Prozent der benötigten Energie werden während der Fahrt erzeugt. Sogar die Bremsenergie kann teilweise in Strom umgewandelt und in die Batterien gespeist werden – dank Lithium-Ionen-Speicher. Die beiden Elektromotoren wirken in diesem Fall als Generatoren.  

Eine Technik, die auch serienmäßig zum Einsatz kommen wird. „Wir erhoffen uns davon Impulse für die Entwicklung künftiger Modelle“, bestätigt Welsch. Schon ab 2020 wird Volkswagen mit der ID. Familie eine komplette Reihe rein elektrisch angetriebener Serienfahrzeuge auf den Markt bringen, mehr als zwanzig sollen bis 2025 folgen. Ein Statement ist mit der Spitzenleistung des ID. R Pikes Peak schon jetzt gesetzt. Der nächste Berg ruft.

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