Als Fortuna für Furore sorgte

Als Fortuna für Furore sorgte

Als Fortuna für Furore sorgte

Die Europa League wird im Turniermodus in Nordrhein-Westfalen ausgespielt. Sieben Spiele, vier Stadien. Wir erinnern an Europapokal-Highlights der gastgebenden Vereine. Heute: Fortuna Düsseldorfs Jörg Daniel über die Saison 1979.

Alles begann mit einer bitteren Niederlage, die trotzdem etwas Gutes hatte. 1978 durften wir mit Fortuna Düsseldorf im Pokal der Pokalsieger antreten, obwohl wir das DFB-Pokal-Finale gegen den 1. FC Köln verloren hatten. Die Kölner hatten sich als Deutscher Meister bereits für den Landesmeister-Cup qualifiziert, deswegen durften wir bei den Pokalsiegern mitmischen. Und das machten wir sehr erfolgreich.

Die Saison 1978/79 war dennoch ein Wechselbad der Gefühle: In der Bundesliga lief es nicht, in Europa dagegen schon. Auch bei mir gab es Licht und Schatten. Ich verpasste wegen einer Meniskusoperation fast die komplette Hinrunde. Erst zum Jahreswechsel war ich fit und die Nummer eins im Tor; rechtzeitig für die entscheidende Phase dieser unvergessenen Saison. 

Gegen die können wir was reißen

Eines der Highlights war das Europapokal-Halbfinale gegen Baník Ostrava aus der damaligen Tschechoslowakei. Ein recht unbekanntes Team und für uns die einmalige Chance, das Endspiel zu erreichen. Wir haben gespürt: Gegen die können wir was reißen. Die Stimmung in der Mannschaft war entsprechend gut, aber das Umfeld recht schläfrig. Unser Erfolg auf europäischer Bühne hatte in Düsseldorf keine allzu großen Wellen geschlagen. Im Viertelfinale gegen Genf waren gerade mal 9.000 Fans ins Rheinstadion gekommen. Wir hatten es aber auch nicht leicht im Rheinland, die meisten haben dem 1. FC Köln oder Borussia Mönchengladbach zugejubelt. 

Halbfinale hin oder her – Baník Ostrava war kein Zuschauermagnet. Beim Hinspiel im Rheinstadion haben 15.000 Zuschauer zugesehen. Nicht allzu viele also. Für mich hat das aber keine große Rolle gespielt. Ob volle Hütte oder gähnende Leere: Wenn ich auf dem Platz stand, habe ich mich voll aufs Spiel konzentriert. Das Duell gegen Ostrava war bis dahin das größte Spiel meines Lebens. Ich war also komplett im Tunnel, wie wir Fußballer so sagen.

In Düsseldorf ging die Post ab

Trainer Hans-Dieter Tippenhauer war immer akribisch und hatte Baník Ostrava zweimal live beobachtet. Trotzdem kannten wir keinen Spieler namentlich und hatten kaum ein Gefühl für diesen Gegner. Zu Beginn lief es auch erst mal nicht gut. Wir sind 0:1 in Rückstand geraten. So blieb es bis zur Halbzeit. Die Fans schickten uns mit einem Pfeifkonzert in die Kabine. Dort hat uns Tippenhauer wachgerüttelt. Je länger das Spiel dauerte, desto besser bekamen wir Ostrava in den Griff. Wir spielten plötzlich gut, die Allofs-Brüder trafen drei Mal und wir gewannen 3:1. Große Freude, wir standen mit einem Bein im Finale. Schnell umschalten auf Bundesliga-Alltag, dann das Rückspiel bestreiten. Das gelang uns nicht so gut, in der Tschechoslowakei verloren wir mit 2:1 – aber wir zogen trotzdem ins Finale ein. 

Als wir dann im Endspiel gegen den FC Barcelona standen, ging in Düsseldorf die Post ab. Die Menschen begriffen, was wir da erreicht hatten. Die Fortuna griff nun nach den Sternen. Wir fuhren unbekümmert zum Finale nach Basel und erlebten ein grandioses Pokalendspiel. Auf beiden Seiten fallen viele Tore, ich halte einen Elfmeter, Drama pur. Leider mit keinem Happy End, Barcelona gewann 4:3. Dieses Spiel werde ich niemals vergessen.

Dann halt DFB-Pokal-Sieger

Bei unserer Rückkehr begleiteten uns Tausende Fans vom Bahnhof bis zum Rathaus und bereiteten uns einen super Empfang. So ein Erlebnis schweißt zusammen. Und genau das sind alle Fortunen, die bei diesem Endspiel mitspielten: eine eingeschworene Truppe. Wir treffen uns alle zehn Jahre und erinnern uns an unser Spiel des Lebens. Letzten Sommer war der Finaleinzug 40 Jahre her. Da haben wir uns vor dem letzten Bundesligaspiel der Fortuna getroffen, waren am Abend vorher zusammen essen und sind am nächsten Tag alle ins Stadion. Das war super! Hoffentlich feiern wir so auch das 50. Jubiläum.

Die Saison 1978/79 endete übrigens doch noch mit einem Titelgewinn. Ein paar Wochen nach der Niederlage gegen Barcelona gewannen wir den DFB-Pokal in Hannover gegen Hertha BSC und konnten endlich einen Pokal in den Himmel stemmen.

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